Breathtaking Batad – Das Highlight der Reisterrassen (Tag 8: Philippinen Tripreport)

2 Pärchen chillt am Amphitheater Batad mit Blick in das Tal.

Breathtaking Batad – Das Highlight der Reisterrassen Am 8. Tag auf den Philippinen durften wir nun endlich das Amphitheater der Reisterrassen von Batad mit eigenen Augen sehen. Bei knallender Sonne wanderten wir die Reisterrassen entlang bis zu den imposanten Tappiya-Fall, wo wir uns eine wohlverdiente Abkühlung gönnten. Es war hart & heiß, aber ein unvergessliche Erlebnis. Check it out!



Magandang Omaga Banaue

Good Morning, Banaue! Es war 6:00 Uhr, die Hähne krähten und wir wurden wach. Über den Bergen hing noch ein dünne Wolkendecke, die sich aber noch verziehen wird. Die Temperaturen waren noch angenehm mild und das philippinische Frühstück auf der Terrasse des Banaue Homestays schmeckte vorzüglich.


Die Anfahrt über den Batad Saddle

Heute standen die Reisterrassen von Batad auf dem Programm – das Highlight unseres Aufenthaltes im Norden der Philippinen. Unser Guide Alden (diesmal mit kleinem Bro im Gepäck) + Fahrer holten uns um kurz nach 8 Uhr wieder mit dem rostigen blauen Jeepney ab. Heute nutzten wir wieder ganz stilecht die Dachplätze, um unseren Kreislauf in Wallung zum bringen.


Der Fahrer gab wieder ordentlich Gas, so dass wir uns in den Kurven an den Dachstangen festkrallten, um nicht in die Schluchten geschleudert zu werden. Der Maus wurde während der Fahrt auch einmal ihre Cap vom Kopf geweht, aber wir konnten sie wieder einsammeln. Nach ca. 30 Minuten kamen wir an die Abzweigung Richtung Batad, wo es dann noch ein ganzes Stück relativ steil bergauf ging. Zwischendurch stellt man sich dann schon die Frage, wie gut die Bremsen der Rostlaube wohl noch in Schuss sein mögen? Naja, unsere Jungs leben ja auch noch, also wird es schon passen. Wir überquerten den sogenanten Batad Saddle und waren kurz danach dann am Ziel. Es standen bereits einiges Jeepneys u. Tricycles in der Nähe und an ein paar Ständen gab es Holzschnitzereien und anderen Handwerksprodukte der Ifugaos zu kaufen. Hostel-Schilder wiesen den weiteren Weg nach Batad, den wir jetzt noch zu Fuss zurücklegen mussten.


Breathtaking Batad – Der erste Blick auf das Amphitheater

15 Minuten später begrüßte uns ein sagenhafter Blick auf das Tal, das das von der linken Seite vom sogenannten Amphietheater umrahmt wird. Richtig heftige View! Da Anfang März ist und die Sonne sich nun auch langsam zeigte, leuchteten die meisten Reisfelder in einem satten grün. Die Haupterntezeit ist im Mai – danach haben die Reisterrassen einen eher bräunlichen Touch. Wir gönnten uns auf einer Holzbank eines der dortigen Restaurants ein erfrischendes Kaltgetränk und ließen die Szenerie auf uns wirken. Keine kann behaupten ich wäre kein Genießer.
Andere vorbeikommenden Touristen huschten hier nur vorbei kurz vorbei. Was stimmt mit denen nicht? Man muss doch mal den Moment genießen!



Wandern in den Reisterrassen

Unsere Wanderung führte den Berghang entlang Richtung Amphitheater. Alden, der uns vorher mit zwei hölzernen Wanderstöcken ausrüstete und sein kleiner Bruder gingen voraus. Wie schon in Hapao galt es aufmerksam auf den hohen Mauern entlang zu spazieren, um nicht die 3 bis 6 Meter ins tiefere Reisfeld zu stürzen. Man gewöhnte sich mit der Zeit aber an die Höhe und selbst die Höhenangst habende Maus spazierte souverän auf den Mauern entlang.


1 Kiosk am Rande der Bergwelt

Am äußeren Rand des Amphitheaters stand dann tatsächlich ein einsamer hölzerner Kiosk in dem 6 gut gelaunte Pinoys Drinks und Snacks anboten. Wie zum Teufel kriegen die das ihre tägliche Ware hin? Das muss ja richtig Absturz sein, da alles hinzutragen. Naja, wie auch immer, der Spot dort ist schon Hammer. Einige weitere Trekking-Gruppen machten dort ebenfalls Rast.


Der Next-Level Viewpoint

Alden führte uns dann noch einige Stufen höher zu dem ultimativen Overviewpoint, den wir für uns alleine hatten – keine Instagram-Touristen die Schlange stehen. Man merkt, dass Alden die guten Spots kennt. Außerdem bot er uns jedes Mal an, Fotos von uns Beiden zu machen. Wir staunten über sein künstlerisches Auge und bildkompositorisches Verständnis, denn die meisten Philippinos legen wenig Wert auf qualitativ gute Fotos. Auf Facebook posten sie meist eine Ansammlung von Selfies, teilweise mehrfach das gleiche Motiv von denen die Hälfte unscharf ist. Alden hingegen – bester Mann! Auf seiner Facebook-Seite bekommt ihr einen guten Einblick in seine Tourguide-Tätigkeiten.


Planschen an den Tappiya-Falls

Erst einmal ging es viele Stufen bergab

Unser nächstes Ziel waren die Tappiya-Falls. Dafür wanderten wir zuerst komplett ins Tal hinunter und von dort aus noch eine weitere Bergsenke hinab. Mir graute es dabei schon vor dem Rückweg. Es bündelten sich die Trekkinggruppen, die vorher weit verteilt durch die Reisterrassen wanderten. Nach ca. 20 Minuten erwartete uns dann die nächste krasse Aussicht. Die Tappiyah-Falls! 30 Meter sind sie hoch und verdammt viel Wasser kommt da runter. Ich habe die mir gar nicht so mächtig und imposant vorgestellt. Wir spazierten die letzten paar Meter zum Becken des Wasserfalls, wo schon einige Touristen drum herum chillten oder drinn badeten. Auch ich sprang natürlich in das kalte, aber wohlig erfrischende klare Wasser. Die Maus unterhielt sich derweil mit 3 weltreisenden Backpackerinnen aus Deutschland, die gestern frisch in Manila landeten und nach dem Langstreckenflug direkt den Nachtbus in Norden nahmen. Kann man machen! Nach einer guten Dreiviertelstunde chillen und planschen traten wir den Rückweg an, der wie erwartet ziemlich anstrengend war, zumal die Sonne jetzt auch sehr ordentlich brutzelte.


Der harte Rückweg

Wir hatten fast 30 Grad, was in der philippinischen Bergwelt nicht so häufig vorkommt. Zum Glück gab es auf der Strecke immer vereinzelte schattenspendende Unterstände mit Kiosken (Tindahans), die uns mit Getränken versorgten. Es dauerte ungefähr 1 ½ Stunden bis wir wieder an unserem Ausgangsspot in Batad waren. Zwischendurch kaufte ich noch eine Packung Batad Reis an einem kleinen Stand von einem urigen Ifugao-Pärchen. Es war kurz nach 2 Uhr als wir wieder an unserem Ausgangspunkt ankamen und Leute, wir waren richtig fertig, aber auch total begeistert. Wir stärkten uns in desselben Restaurant, von dem wir schon morgens die Aussicht genossen haben. Die Maus hatte Pancit (Philippinischer Nudelsalat) und ich hatte Corned Beef mit Reis und einem Omelett. Es hat nach der Strapaze einfach nur göttlich geschmeckt und ich spürte wie die Energie wieder zu mir kam.


Fotostop über dem Bangaan Village

Wir spazierten zurück zum Jeepney und fuhren zum letzten Spot, dem Bangaan Village. Es lag glücklicherweise nicht so weit von der Abzweigung nach Batad entfernt und ist von der Straße aus bestens zu betrachten. Das Bangaan Village ist ein kleines malerisches Dörfchen mit diesen typischen “Ifugao-Spitzdach-Hütten”. Es liegt in einem Tal, das von wunderschönen Reisterrassen gespickt ist. Alden hatte für uns geplant, eine kurze Wanderung dort hinunter zu unternehmen, aber das war uns too much. Der Blick von der Straße hat vollkommen gereicht und vom Jeepney-Dach konnte man astreine Fotos vom Dorf schießen. Dann ging es direkt nach Hause. Ann-Katrin hat übrigens den Fahrer darum gebeten einfach nur mal vernünftig zu fahren, was er dann auch tat. Die Fahrt war dann endlich mal chillig!
 

“Die Philippinos fahren teilweise sehr verrückt. Sträubt euch nicht sie nett darum zu bitten, langsamer zu fahren. In der Regel tun sie das dann auch”.

Bendjas Traveltips


Der restliche Tag

Den restliche Nachmittag hingen wir in unserer Unterkunft ab, importierten die Bilder auf den Laptop, verarbeiteten diese Einrücke und schmiedeten neue Pläne für den nächsten Tag, der ein ganz Besonderer werden sollte.
Zum Einbruch der Dunkelheit fuhren wir noch mal kurz ins Stadtzentrum, weil ich noch unbedingt einen holzgeschnitzten Ifugao-Reisgott kaufen wollte. Dieser steht inzwischen in unserem Wohnzimmer neben einem Metall-Buddha, den wir in Bangkok 3 Jahre zuvor gekauft haben. 
Abends aßen wir im Restaurant unseres Guesthouses, das Rice Homestay, was sich als eine sehr gute Wahl herausstellte. Wir aßen Chicken mit Reis und dazu gab es ein leckeres San Miguel.




Fortsetzung folgt: Tag 9

So Leute, das war es mit dem 8. Tag meines Tripreports. Habt ihr Fragen oder Anregungen? Dann schreibt mir in die Kommentarspalte. Im nächsten Beitrag geht es dann ins 80 km entfernte Buscalan zur 101 Jahre alten Tattoo-Künstlerin Apo Whang-Od. Die Maus und ich gönnten uns unser allererstes Tattoo. Danach reisten wir Abends weiter nach Cauayan, um am nächsten morgen von dort auf die Inseln zu fliegen. Außerdem sind wir beinah drauf gegangen. Aber lest selbst!

Hier geht es zu Tag 9: Inked by Apo Whang-Od – Tagestrip nach Buscalan

Bis denne, euer Bendja.

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