Mit dem Nachtbus von Manila nach Banaue (Tag 6: Philippinen Tripreport)

Die Ohayami Trans Busstation in Sampaloc Manila

Mit dem Nachtbus von Manila nach Banaue: Wir schreiben den 6. Tag unserer Philippinenurlaubs und es war mal wieder einer dieser Reisetage. Morgens noch in Cardona bei meiner Fam und Abends in einem kühlen Nachtbus unterwegs in die philippinische Bergwelt nach Banaue. Die Zeit dazwischen schlugen wir in der SM Megamall in Manila tot, wo ich Rituale aus der Vergangenheit wieder zum Leben erweckte.
Viel Spaß mit dem 6. Tag meines Tripreports.


Morgens in Cardona


Frittierter Milchfisch zum Frühstück

Und schon sind die drei Tage in Cardona wieder um. Heute sollte es in die philippinische Bergwelt gehen, zu den Reisterrassen nach Banaue. Antie Emmie bereitete für uns zu Hause netterweise Frühstück vor. Im Garten steht ein kleines Holzhäusschen mit einer Kocheck in dem sie uns Reis und Daing na Bangus (fritierter Milchfisch) – ein klassiches Philippinisches Frühstücksgericht, zubereitete. Was soll ich sagen, Leute? Einfach nur masarap – also sehr lecker.
Dann packten unsere restlichen Sachen ein und wollten als Dankeschön noch etwas Geld da lassen, schließlich haben wir umsonst hier gewohnt. Emmi wollte partout  nichts annehmen und Margarita schrieb uns über Facebook ebenfalls, dass wir bloß nichts da lassen sollen. Ich sei schließlich der Sohn ihrer Schulfreundin und ihr Gast. Voll nett. 


Abschied von der Family and off to Manila

Wir fuhren noch mal zu Tante Mila, um uns von allen zu verabschieden. Onkel Rene kam auch noch kurz vorbei, was mich sehr gefreut hat, da wir ihn kaum zu Gesicht bekommen haben. Ein Erinnerungsfoto haben wir auch noch geschossen. Zum Abschied ließen wir noch etwas Geld da für Mila und Kaka da und unterdrückten unsere Tränchen. Man weiß ja, dass wieder einige Jahre bis zu unserem nächsten Wiedersehen vergehen werden.
Onkel Rene brachte uns mit seinem Tricycle zur Van-Station in Cardona. Er bekam von uns auch noch „Big Extra Tip“ von uns, dass er widerwillig, aber dann dankend annahm. Dabei machte er wieder seine witzige Faxen, die mich lauthals zum Lachen brachten. Ihr müsst wissen, dass Rene einfach der lustigste Typ der Welt ist.
Im Van mussten wir für uns und unser Gepäck wieder 4 Plätze in Beschlag nehmen, was uns um die 400 (ca. 7 Euro) kostete. Wehmütig, aber auch mit viel Vorfreude auf den unseren bevorstehenden Abenteuer, verließen wir Cardona in Richtung Manila. 


Manila (SM Megamall)


Zeit totschlagen in der SM-Megamall Edsa

Nach knapp zwei Stunden Fahrt aus Cardona im Min-Van sind wir nun wieder an der überdimensionalen SM-Megamall Edsa in Manila angekommen. Es war 16 Uhr, d.h. wir hatten noch 6 Stunden bis unser Nachtbus losfährt. Wir beschlossen die Zeit wieder in der SM Megamall totzuschlagen, weil wir hier unser Gepäck abgeben können. Durch das heiße Manila mit dicken Rucksäcken zu tingeln, war nämlich keine so verlockende Vorstellung. Also brachten wir schnell das Gepäck in den Luggage Storragen und machten uns auf den Weg in den Food Court, um was zu futtern. Die Qual der Wahl fiel diesmal auf das “Korean Health Food” beim Kimbob.


Starbucks auf die gute alte Zeit

Danach tranken wir aus nostalgischen Gründen einen Frappé bei Starbucks. Mein Bruder und ich haben uns 2005 in dieser Filiale einen albernen Scherz erlaubt. Es wird bei Starbucks ja immer der Name des Kunden auf den Becher geschrieben, der dann aufgerufen wird. Ach, was haben wir uns gefreut als Mr. Pxxxxxmann und Mxxxxxlecker aufgerufen worden sind. Diesmal war ich jugendfrei unterwegs (ja auch ich werde erwachsener) und ihnen, dass mein Vorname  „Guile“  ist, und mein Nachnahme „Lamaka“. Der Verkäufer hat es leider etwas halbherzig ausgesprochen, aber es reichte um die vergangenen Zeiten kurz aufleben zu lassen. Grüße an dieser Stelle an meinen Bro! 

Instagram Story von https://www.instagram.com/bendjaontour/

Spielhalle, Proviant kaufen und Fahrt zum Busterminal

Danach ging es noch runter in die Spielhalle (ok, ich werde doch nicht erwachsener) und wir schauten einigen crazy Philippinos bei einem Tanzspiel zu. Im Wahnsinns-Tempo steppten sie auf die richtigen Felder herum, halt richtige asiatischer Nerdstyle. Wir kauften noch etwas Proviant für die Busfahrt im Supermarkt ein und schon waren bereits 3 ½ Stunden um und beschlossen nun loszufahren. Der Versuch ein Taxi zu bekommen scheiterte leider. Wir wurden mehrfach mit der Begründung abgewiesen, dass der “Trappic” sei zu “heaby” sei (Zur Erinnerung: Philippinos sprechen im Englischen das V oder F wie ein P aus, und das W wie ein B). Also bestellten wir ein Uber-Taxi, das sogar richtig schnell da war. Der Bus Terminal von Ohayami Trans liegt mitten in Manila und zwar im Stadtteil Sampaloc. Die Entfernung von der SM-Megamall beträgt ca. 9 km, d.h. eine Stunde Fahrzeit sollte man da schon einplanen. 


Off to Banaue


Am Busterminal von Ohayami Trans

Der Bus Terminal ist relativ klein und hatte maximal Platz für 3 oder 4 Reisebusse. Es gab einen kleinen Wartebereich mit Sitzbänken und zwei Tickethäuschen. Unsere Tickets kauften wir bereits online über die Webseite von Ohayami Trans für 490Php (9 Euro ca.) pro Person. Im Vorfeld sich Tickets zu sagen macht insofern Sinn, dass man dann einen garantierten Sitzplatz hat. Ich habe gehört, dass es oft verkommen soll, dass weitere Tickets weitere verkauft werden, auch wenn schon alle Plätze belegt sind. Die Passagiere ohne Ticket werden dann einfach auf einem Plastikstuhl in den Gang gesetzt, was natürlich nicht der Vorstellung einer komfortablen achtstündigen Nachtfahrt entspricht. Außerdem kann man sich beim Online-Kauf wie im Flugzeug die Sitzplätze aussuchen.





Mit dem Nachtbus nach Banaue


Bevor wir einstiegen putze ich mir draußen die Zähne und machte mich “bettfertig”. Im Bus saßen viele jüngere “westliche” Pärchen, chillige Backpacker, sportliche Trekking-Dudes und einige Philippinos. Um kurz vor 22.00Uhr fuhr der Bus pünktlich los. Mal wieder sehr überraschend, da Pünktlichkeit auf den Philippinen nicht groß geschrieben wird. Meine größte Sorge war es jedoch, kein Auge zuzukriegen. Glücklicherweise war das genau Gegenteil der Fall. Ich schlief sofort ein und wachte erst 8 Stunden später kurz vor Banaue wieder auf.

“Nehmt auch für eine Busfahrt was langärmliges zum Überziehen mit. Die Aircondition wird gerne sehr kalt gestellt.”

Bendjas Traveltips



Tag 6 auf der Map


Fortsetzung folgt

Ich hoffe, der Beitrag “Mit dem Nachbus von Manila nach Banaue” hat euch gefallen. Am nächste Tag lest ihr, wie wir die Bergwelt unsicher machten. Wir checkten den Banaue Viewpoint ab und spazierten durch die Reisterrassen von Hapao zu den dortigen Hot Springs. Unterwegs waren wir die meiste Zeit in oder auf einem Jeepney, aber lest selbst.

Zum nächsten Beitrag (Tag 7): Die Reisterrassen von Banaue und Hapao

Weitere Links zur Philippinenreise



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