Rundreise Mexiko 4 Wochen: Von Mexico City über die Pazifikküste bis nach Cancun – Ein Reisebericht

Straße mit bunten Häusern in Valladolid

Zuletzt aktualisiert am 17. Oktober 2022

Rundreise Mexiko 4 Wochen auf eigene Faust. Bei Mexiko denken die meisten wohl an karibische Traumstrände, an Maya- und Aztekentempel, an köstliche Tacos & schnauzbärtige Mariachis. Doch es hat noch viel mehr zu bieten! Vier Wochen reisten die Maus und ich mit Mietwagen, Flugzeug, Bus und Fähre von Mexico City über Cholula, Oaxaca, Puerto Escondido, Zipolite, San Cristóbal de las Casa, Valladolid und Holbox bis nach Cancun. Am Ende waren es 8 Reiseziele, 5 Bundesländer, 2 Ozeane und 1 unvergesslicher Urlaub. In diesem Beitrag erfährst du alles über unsere Reiseroute, unsere Planung, unsere Stopps und gesammelten Eindrücke. Zusätzlich versorge ich euch mit nützlichen Tipps und Infos, damit ihr für eure eigene Mexikoreise gewappnet seid!

1. Planung und Entstehung der Reiseroute

Los geht das hier mit der Planung und dem Zusammenbasteln der Reiseroute. Ich lasse euch gerne am Prozess, an unseren Gedanken und Schwierigkeiten bei der Routenplanung teilhaben. Falls euch nur der Reisebericht interessiert, könnt ihr direkt dorthin springen.

Endlich Mexiko

Lange stand Mexiko auf unserer Liste. Genau genommen seit ich 2015 einen Artikel über Tulum/ Yucatan in der Reise & Preise gelesen habe. Mich reizte der Mix aus weißen Stränden, türkisem Meer und Bauwerken vergangener Kulturen. Nach einem Jahr ohne Fernreise 2021 und mangelnder Alternativen an Reisezielen (aufgrund der Pandemie) entschlossen wir uns, kurz vor dem Auftreten der Omikron-Variante dazu, nun endlich den langersehnte Wunsch im Februar und März 2022 zu realisieren.



Langersehnte Yucatan-Rundreise oder doch nicht mehr?

Wir versuchen im Urlaub stets verschiedene Facetten eines Landes kennenzulernen: Großstädte, authentische Kleinstädte und Dörfer, Strände, Natur, Berge, Geschichte, Kultur, Action und Erholung. Fast alles hat Yucatan und es stand auch ungeschrieben fest, dass die erste Mexiko-Reise ein Yucatan-Trip sein wird.

Tja, nun haben sich die Zeiten geändert. Tulum, unser langersehntes Traumziel hat den Überhype erfahren und wir wurden bei der Recherche schnell abgeschreckt. Cancun und Playa del Carmen haben mich noch nie interessiert. Die vorgelagerten Inseln Isla de Mujeres und Cozumel hingegen schon eher, aber auch da gibt es diese unschönen großen All-Inklusive-Hotels.

Für einen Strandurlaub an der Karibik blieb irgendwie nur noch die Insel Holbox über, die zwar auch ein gehyptes Reiseziel ist, aber Hotelbauten und Pauschalreisende sind dort (noch) nicht vorhanden.

Die anfangs geplante reine Yucatan-Rundreise ist es nicht mehr geworden, weil insbesondere die Orte der Riviera Maya uns zu touristisch geworden sind


Der Blick auf andere Teile Mexikos

Vorher dachte ich immer, dass andere Bundesländer Mexikos aufgrund von Kartell- und Drogenkriminalität nicht zu bereisen seien, aber 2 Personen aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis öffneten uns dahingehend die Augen. Ein alter Freund der Maus besuchte grade México City für 9 Tage und eine ehemaligen Kommilitonin der Maus war gerade 3 Wochen fernab der Standard-Ziele in Mexiko unterwegs.

Außerdem konsultiere ich vor jeder Reise folgende zwei Bücher: 1000 Places See Before you die* und den Atlas der Reiselust von Dumont. Darin entdecke ich immer wieder neue Orte, die mir vorher nicht bekannt waren.

Und so standen auf einmal Orte wie Puerto Escondido, Cholula, Puebla, Zipolite und San Cristobal de las Casas auf im Fokus. Alles Orte, in vor denen ich
a) noch nie gehört habe,
b) das Auswärtige Amt nicht vor warnt und
c) wo ein moderater Tourismus vorherrscht.


Bendjas Inspirationsquellen für Reiseziele

  • „1000 Places to see before you die„: Gehört ins Bücherregal eines jeden Travel-Enthusiasten.
  • Der „Atlas der Reiselust„: Dank diesem Atlas entdeckte ich Reiseziele in Mexiko, von denen ich vorher noch nichts gehört habe. Den habe ich mir zu Weihnachten geschenkt 🙂


Aus der Rundreise wurde eine One Way Route

Start und Ziel unserer Rundreise standen dann schnell fest:
Losgehen sollte alles in México City und enden auf der Insel Holbox. Für beide Orte veranschlagten wir großzügig 5 Nächte.

Jetzt galt es Zeit dazwischen zu füllen und sich strategisch nach Yucatan vorzuarbeiten, mit der Prämisse unbedingt ein paar Tage Badeurlaub am Pazifik einzustreuen. So richtig optimal war das Ganze aber nicht zu lösen.

Wir hatten im Grunde diese zwei Möglichkeiten:

  • Option Nr. 1: Von México City komplett mit Auto bis nach Cancun, ohne Abstecher zum Pazifik, dafür aber mit sehenswerten Orten wie Palenque, Campeche und Mérida.
  • Option Nr 2: Von Méxiko Stadt bis Cancun mit Abstecher zum Pazifik, dafür aber mit Inlandsflug von San Cristóbal de las Casas (bzw. Tuxtla Gutiérrez) bis Mérida, weil es zeitlich nicht anders gegangen wäre ohne irgendwoanders Abstriche zu machen.

Wir entschieden uns für die zweite Variante: Uns war ein Aufenthalt am Pazifik sauwichtig, da wir sonst zu wenig Badeurlaub und zu viele Städte gehabt hätten. Zweitens hat uns das enorme Kosten gespart. Wir mussten den Wagen 8 Tage weniger mieten und uns blieb vor allem eine hohe Rückführungskosten für den Mietwagen erspart, die bei Abgabe in Cancun 900€ betragen hätte (also 500 € mehr als von San Cristóbal de las Casas).

Warum überhaupt mit Auto, wenn Backpacking mit Bus günstiger wäre?

  1. Wir lieben Roadtrips. Egal ob durch die Toskana, nach Dänemark oder durch Südafrika. Wir lieben die Flexibilität, die Unabhängigkeit und unsere private Zweisamkeit im Auto.
  2. Ja, wir lieben auch Backpacking, und Mexiko lässt sich sehr gut mit Bus bereisen. Es gab aber zwei Faktoren, die uns abschreckten.
    1. Lange Nachtfahrten im Bus: Wir hätten 2 x 12-stündige Fahrten gehabt, was schon tough sein kann.
    2. Die aufkommende Omikron-Variante: Als wir die Reise planten war überhaupt nicht absehbar, wie sich die Lage entwickeln wird. Der Gedanken mit vielen Fremden stundenlang im Bus zu verbringen, war nicht sonderlich attraktiv. Krank werden ist wirklich das letzte, was man auf einer Rundreise gebrauchen kann.

Die fertige Route im Überblick

Und so sah dann am Ende die fertige Planung inkl. Aufenthaltsdauer an den jeweiligen Orten aus.

  • 5 Tage Mexiko Stadt (Anreise Flieger)
  • 2 Tage Cholula – Puebla (Mietwagen)
  • 3 Tage Oaxaca (Mietwagen)
  • 3 Tage Puerto Escondido, Pazifik (Mietwagen)
  • 3 Tage Zipolite, Pazifik (Mietwagen)
  • 2 Tage San Christobal de las Casas (Mietwagen)
  • 3 Tage Valladolid (Flugzeug und Bus)
  • 5 Tage Holbox, Karibik (Bus)

Gesamtzahl an Übernachtungen = 26


2. Reisevorbereitungen und co

Visum

Kurz vor unserem Abflug wurden die Einreisebedingungen geändert. Folgendes galt:
32-tägiges Touristenvisum direkt bei Nachweis von Rückflügen und/ oder gebuchten Unterkünften. Der Oldschooler in mir druckte alle Belege aus, um sie bei der Einreise vorzeigen zu können.
Wenn dann alles im Lot ist, bekommt man seine Touristenkarte ausgehändigt. Diese sollte man auf keinen Fall verlieren, da man bei Personenkontrollen sonst in Verdacht gerät, sich illegal im Land aufzuhalten.


Flug

Für unser Vorhaben musste ein Gabelflug her. Hin nach Mexico City, zurück von Cancun – und das am besten nicht über die USA aufgrund der sich ständig ändernden Einreisebedingungen.
Fündig wurden wir bei der KLM / Air France für 778 € pro Person. Hin über Paris mit Air France, zurück über Amsterdam mit der KLM.

Da insbesondere die Maus mit den engen Sitzen auf langen Flügen Probleme hat, buchten wir für den Rückflug für 199,50 € pro Person Sitze in der Economy Comfort. Für den Hinflug ergatterten wir uns einen Platz am Notausgang, womit wir maximale Beinfreiheit hatten.


Backpack oder Rollkoffer?

Die Frage stand und fiel mit der Entscheidung ob wir Mietwagen oder Bus nehmen. Da unsere Reise sowohl Mietwagen- (6 Transfers) als auch Reisebus-Abschnitte (3 Transfers) enthielt, war die Entscheidung gar nicht so klar. Letzten Endes ist es aber der Rollkoffer geworden. Entscheidend dabei war das Vorhaben der Maus viele hübsche mexikanische Mitbringsel (Klamotten, Asseccoires, Decken, Traumfänger etc.) mit nach Deutschland zu bringen. Daher besorgten wir extra noch einen Hartschalenkoffer von der Marke Horizn Studios*.


Mietwagen

Die Mietwagenpreise sind während der Pandemie weltweit krass gestiegen. Von Preisen wie 360€ für 3 Wochen Kleinwagen mit Rückgabe an einem 800 km entfernten Ort (siehe Südafrika 2020) kann man inzwischen nur träumen.

Wir buchten für 2 Wochen einen Mietwagen über den ADAC für 650 € und dachten, dass wir einen richtigen Schnapper gemacht hätten. Später stellten wir aber fest, dass die Gebühr für die Einwegmiete von 349 € noch on Top kommt. 😬

Was war uns dabei wichtig?
Wir wollten einen Wagen mit einem Kofferraum, der groß genug für unser ganzes Gepäck ist. In Mexiko sollen nämlich gerne mal Autos aufgebrochen werden, wenn es was zu holen gibt. Es ist ratsam, keine Wertgegenstände und eben auch keine Gepäckstücke im Auto liegen zu lassen.
Daher buchten wir einen Wagen der Kategorie Mittelklasse, und zwar einen Nissan Versa, bei dem angegeben wurde, dass er Platz für 3 Koffer hat (unsere 2 Koffer und 2 Handgepäck-Trolleys haben da reingepasst).


  • DuMont Reise-Handbuch Mexiko: Hat uns gute Dienste geleistet und ist zudem sehr Informativ. Ende Januar kommt eine Neuauflage raus. Wenn ihr Zeit habt, wartet bis dahin.
  • Marco Polo Mexiko: Natürlich kein ausführlicher Reiseführer, aber sehr gut um schnell einen Überblick über mögliche Reiseziele und -routen zu gewinnen.


Unsere Unterkünfte

Wir buchen unserer Unterkünfte immer vor der Reise, weil uns schon wichtig ist, wo wir nächtigen. Bei einer 4 Wochen Reise mussten wir mit dem Budget ein bisschen jonglieren. Aber in Mexiko findet man auch für wenig Geld schnuckelige Unterkünfte.

Die preisliche Range bewegte sich von 17 € in Cholula bis hin zu 200€ pro Nacht in Holbox, (da wir am Ende einer Reise dazu neigen den Gönnungsmodus zu aktivieren).

Am Ende waren wir dann aber doch bei 93 € pro Nacht, aber wenn man bedenkt, was man in Deutschland für Hotelpreise zahlt, ist man immer noch gut dabei.



Weitere Tipps und Infos zur Reisevorbereitung


3. Reisebericht: Mexiko Rundreise 4 Wochen

So Leude, nun geht es zum Erfahrungsbericht unserer Rundreise inkl. Stopps, Highlights, Hotels und Fazit zu den einzelnen Orten.


Stopp Nr. 1: Mexico City (Tag 1 – 6)

Kurzinfo:
In Mexico City bzw. Ciudad de México (CDMX), die Hauptstadt von Mexiko, leben ca. 9,2 Millionen Menschen. Mit Umland und Regionen sind es sogar 21 Millionen Menschen. Die Stadt liegt in 2200 Meter Höhe, weshalb so manch Neuankömmling nicht nur mit dem Jetlag, sondern auch mit der Höhenkrankheit zu kämpfen hat, die sich in Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, etc. äußern kann.


Anreise nach Mexico City
Früh aufstehen war angesagt. Unser Flug ging 7:20 Uhr von Hannover über Paris. Dort haben wir aufgrund einer von mir verpeilten Aktion fast den Weiterflug verpasst. Wir haben versehentlich den Flughafen verlassen und mussten noch mal durch die Pass- und Sicherheitskontrolle. Schweißgebadet erreichten wir 5 Minuten vor Boarding-Ende das Flugzeug. Einen verpassten Flug hätte ich mir nie verziehen.

Nach 12 Stunden Flug landeten wir um 18.00 Uhr in Mexiko City. Erste Amtshandlung: Sim-Karten fürs Handy kaufen und Bargeld am Automaten abheben.

ℹ Infos zu Bargeld und Sim-Karten findet ihr in meinem Artikel: Mexiko: Reisetipps & Infos für einen Trip ins Land der Azteken u. Mayas

Länge des Aufenthalts in Mexico City: 5 Nächte
Unterkunft: Gästesuite im neugestalteten historischen Haus
Preis pro Nacht: 44,55€


Unser Airbnb befand sich im Hipster-/ Szeneviertel Roma Norte, das uns auf Anhieb sehr gut gefallen hat. In Mexico City trafen wir gleich drei alte Freunde von der Maus, die sie aus Madrid kannte, wo sie einst ein Jahr lang gelebt hat. Das große Wiedersehen ging gleich am ersten Tag nach der Ankunft los.

Mit Rodrigo liehen wir uns Fahrräder und schlossen uns dem Fahrrad-Movement auf der Avenida Paseo de la Reforma an. Sonntags ist die Hauptstraßen für einen halben Tag autofrei und viele Hauptstädter verbringen dort ihre freie Zeit mit Chillen, Radeln oder Zumba.

Mit Dani und ihrer herzlichen Familie machten wir nachmittags einen Ausflug nach Xochimilco, wo wir auf bunten Flößen (Trajinera) durch die ehemaligen Wasserstraßen der Azteken schipperten. Die Stimmung auf den Kanälen war einmalig. Es war schön zu sehen, wie die Mexikanerinnen und Mexikaner ihren freien Tag feierten.

Am dritten Tag und vierten Tag trafen wir Gabo, stolzer Besitzer eines Growshops im Künstlerstadtteil Coyuacan. Er machte mit uns eine Tour durch das Historische Zentrum, zu dessen Highlights der Zocalo (bucket-list verdächtig), der Templo Mayor (Überreste einer Aztekenpyramide und historisches Museum), der Palacio de Bellas Artes und der Tower Latinamericano zählen.

Ansonsten genossen wir die Cafés, die Stores und das Gebummel durch die Stadtteile Roma Norte und Condesa, bestaunten das kultige Frida Kahlo Museum in Coyuacan und machten einen Tagesausflug zur Pyramidenstadt Teotihucan, die 1 1/2 Stunden außerhalb von Mexiko Stadt liegt.

Fazit Mexico City:
Man muss Großstadtmetropolen mögen, sonst ist man hier falsch oder gar komplett lost. Wer in Bangkok, New York, Manila oder Kapstadt überfordert ist, sollte CDMX meiden.

Ansonsten ist es eine saugeile Stadt, die vor allem durch die Hipsterstadtteile zu einer Stadt wird, in der man auch länger verweilen oder sogar vorübergehend wohnen könnte. An Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten mangelt es jedenfalls nicht und mit Ausflügen ins Umland kann man hier sicher Wochen verbringen. 3 volle Tage sollte man meines Erachtens mindestens bleiben.

Unser persönliches Highlight war natürlich das Treffen mit Ann-Katrins alten Friends ❤️



Stopp Nr. 2: Cholula/ Puebla (Tag 6-8)

Infos
Die Stadt Cholula liegt im Bundesstaat Puebla. Sie hat 100.000 Einwohner, liegt in der Nähe vom Vulkan Popocatépetl und beherbergt die größte Pyramide der Welt (die allerdings zugewachsen ist). Direkt nebenan liegt die Millionenstadt Puebla, die vor allem durch die spanische Kolonialzeit geprägt ist. Diese beiden Städte sind im Grunde zu einem urbanen Gebilde zusammengewachsen.

Anreise:
Nachdem der Mietwagen abgeholt wurde und die erste Challenge namens „mit dem Verkehr in CMDX klarkommen“ mit Bravour gemeistert wurde, ging es auf der Autobahn nach Cholula. Die Strecke führte vorbei an Kiefernwälder (voll Mexiko-untypisch in meiner Vorstellung) und am Iztaccíhuatl Vulkan, dem Schwesternvulkan des sagenumwobenen Popocatépetl.

Entfernung CDMX – Cholula: 123 km
Dauer des Aufenthalts: 2 Nächte
Unterkunft: Departement „Ehécatl“ (Gott des Windes)
Preis pro Nacht: 14,56€

Unser hübsches Airbnb hatte eine awesome View auf die Pyramide und die darauf platzierte Kirche zur einen und auf den Popocatepetl zur anderen Seite.

In Cholula erkundeten wir am ersten Nachmittag das historische Zentrum mit seinen hübschen Kirchen und den längsten Arkaden Mexikos. Die bunten Häuser und Straßen dieser Stadt haben es uns sehr angetan. Am nächsten Tag spazierten wir auf die Pyramide de Tepanapa und begutachteten die Kirche Nuestra Senora de los Remedios aus nächster Nähe.

Gegen Mittag fuhren wir für ein paar Stunden rüber nach Puebla und machten dort den Stadtkern unsicher. Puebla war einst Produktionsstätte des VW-Käfers, weshalb man 1. noch viele alte Käfer in den Straßen sah (generell in Mexiko) und 2. Deutsche relativ beliebt bei den Mexikanern sind (im Gegensatz zu den Amis). Die Highlights waren hier die Kolonialbauten, die bunten Seitenstraße (allen voran die Calle 6) und das Künstlerviertel.

Fazit Cholula & Puebla:
Cholula hat uns durch seinen kleinstädtischen-authentischen Mexiko-Flair sehr gut gefallen. Puebla beeindruckte durch ihren Kolonialflair und die unverkennbaren spanischen Einflüssen.

Für die Städte selbst sind zwei Tage vollkommen ausreichend. Allerdings gibt es im Umland viele Aktivitäten in der Natur. Ein Highlight ist mit Sicherheit ein Vulkan-Hike im Nationalpark Iztaccíhuatl-Popocatépetl.

Gut zu wissen: Cholula, Puebla und der Popocatépetl sind auch als Tagesausflug von Mexico City aus gut zu besuchen.



Stopp Nr. 3: Oaxaca de Juarez (Tag 8-11)

Infos zu Oaxaca de Juarez:
Oaxaca de Juarez ist die Hauptstadt des Bundeslandes Oaxaca. Sie ist ebenfalls ein Kolonialstadt, aber viel indigener geprägt. Da auf der Strecke lange vorher und vor allem nachher nichts kommt, ist ein Stopp in Oaxaca unumgänglich! Die Stadt hat viel Sehenswertes und auch kulturell und kulinarisch viel zu bieten. Zum Beispiel historische Stätten, authentische Märkte, Kunsthandwerk der indigenen Bevölkerung, Ausflüge ins Umland uvm.

Anreise:
Die Strecke nach Oaxaca war der Hammer! Wir fuhren nun durch trockene mexiko-typische Kakteenlandschaft und die beeindruckende Szenerie des Sierra-Madre-Gebirges.
Wichtiger Tipp an euch: Tankt bevor es in die Berge geht! Bei uns war es eine knappe Kiste 🙂

Entfernung Cholula – Oaxaca: 356 km
Dauer des Aufenthalts: 3 Nächte
Unterkunft: Hotel Casa de Arte*
Preis pro Nacht: 88€

Unser Aufenthalt
In Oaxaca selbst besucht wir die typischen Hotspots: Dazu zählen die wie immer sehenswerten Kirchen, der Zocalo, einen Local-Food-Market und das hippe Barrio de Jalatlaco.

Auch hier besuchten wir einen alten Freund der Maus. Fer, so sein Name, weihte uns bei sich zu Hause in seine Kunst der Teezeremonie ein. Im Anschluss zeigte er uns seinen Heimatort San Agustín Etla und besuchte mit uns die Werkstatt von Jacobo & Maria Angeles in San Martín Tilcajete. Dort werden die bunten holzgeschnitzten AlebrijesFiguren hergestellt, die in ganz Mexiko bekannt sind. Sie kamen auch im kultigen Animationsfilm Coco* vor.

Nicht fehlen durfte ein Ausflug zum Hierve El Aqua, einem versteinerten Wasserfall, der superschön in den Bergen liegt. Ebenfalls Pflicht wäre eigentlich ein Besuch der historischen Stätte Monte Alban gewesen. Das haben leider nicht mehr geschafft, da sie sonntags geschlossen hatte und uns montags die Zeit fehlte.

Fazit Oaxaca
Auch Oaxaca ist ein nicer Stopp auf einer Rundreise durch Mexiko. 3 Nächte sind hier eine gute Zeit, aber man kann auch locker 2, 3 Tage dranhängen, weil es viel im Umland zu sehen gibt (z.b. Mitla, Arbol del Tule, z.B.). Besonders kulinarisch lohnt es sich, weil hier die köstlichen Mole-Gerichte herkommen. Aber auch Tlayudas oder Chapulines (geröstete Heuschreckenart) sind probierenswerte Speisen.



Stopp Nr. 4: Puerto Escondido (Tag 11 – 14)

Infos zu Puerto Escondido:
Die Kleinstadt Puerto Escondido liegt an der Pazifikküste Oaxacas und ist besonders bei Surfern beliebt. Hier erwarten einen unendlich lange Sandstränden, Urlaubsfeeling unter Palmen und entspannte Traveller-/Backpacking-Vibes.

Anreise mit Zwischenstopp in San José del Pacifico:
Bissel Respekt hatte ich die ganze Zeit schon vor der Fahrt dorthin. Die Strecke ist zwar nur 256 km lang, geht aber größtenteils durch Berge und Serpentinen. Busreisende erzählten von exzessiven Kotztütengebrauch.

Tatsächlich brauchten wir auch ganze 8 1/2 Stunden für die Strecke, aber es war nicht ganz so schlimm wie erwartet. Das lag u.a. an unserem Zwischenstopp im legendären Magic-MushroomDorf namens San José del Pacifico, wo wir frühstückten und uns an den vielen Mushroom-Souvenirs im Ort erfreuten.

Falls ihr euch für spirituelle Mushroom-Erfahrungen interessieren solltet: Die Mushroom-Saison ist von Mai bis September.

Entfernung Oaxaca – Puerto Escondido: 256 km
Dauer des Aufenthalts: 3 Nächte
Unterkunft: Casa Baba La Punta
Preis pro Nacht: 78€

Unser Aufenthalt:
Nach 11 Tagen in städtischen Gebieten, die zudem alle mind. 1500 meter über null lagen, waren wir reif für den Pazifik.

Wir übernachteten in einem Boutique-Hotel im Stadtteil Playa Punta – eine sehr nette Gegend, in der sich überwiegend Traveller, Backpacker, Weltreisende, digitale Nomaden, Hipster und Surfer aufhalten. Bei 34 Grad unter Palmen und Sonnenschein fühlten wir uns an Orte auf den Philippinen erinnert.

In Puerto Escondido mieteten wir uns für 2 Tage einen Scooter und erkundeten diverse Strände. Unsere Highlights waren der Playa Carrizalillo, die Sonnenuntergänge am Playa Punta, das Aussetzen von Baby-Schildkröten und der chillige Vibe an sich.

Der absolute Höhepunkt war die Delfin-Watching Bootstour auf der wir sogar Orkas zu sehen bekamen und mit den Delfinen schwimmen konnten.

3 Tage pure Urlaubsvibes waren schnell vorbei, aber im nächsten Ort ging es zum Glück genau so weiter.

Fazit Puerto Escondido: 3 Tage sind auch hier das absolute Minimum. Uns fehlten hier z.B. noch die Zeit einen Anfänger-Surfkurs. Grade der Winter ist eine gute Zeit für Surf-Anfänger, weil die Wellen dann nicht so hoch sind. Was uns an Puerto Escondido so gut gefallen hat, war, dass der Pauschaltourismus noch nicht Einzug erhalten hat.


Stopp Nr. 5: Zipolite (Tag 14 – 17)

Info Zipolite:
Der Küstenort Zipolite wurde in den 1970er-Jahren von Hippies für sich entdeckt (ähnlich wie Essaouira in Marokko) und auch heute noch ist er beliebt bei Aussteigern und freiheitsliebenden Individualreisenden. So verwundert es nicht, dass Zipolite den einzigen offiziellen FKK-Strand in Mexiko besitzt.

Anreise:
Dies war unser kürzester Streckenabschnitt, welche die meiste Zeit auf breiter, gut ausgebauter Straße verlief. Den Großteil der Strecke haben wir auch schon bei der Anreise von Oaxaca nach Puerto Escondido zurückgelegt. Daher keine besonderen Vorkommnisse.

Entfernung Puerto Escondido – Zipolite: 79 km
Dauer des Aufenthalts: 3 Nächte
Unterkunft: Hotel Descalzio*
Preis pro Nacht: 127 €

Unser Aufenthalt in Zipolite
In Zipolite herrschten ähnliche Vibes wie in Puerto Escondido, allerdings alles ’ne Nummer kleiner, chilliger und vor allem nackter. Hier war nun wirklich Müßiggang von feinsten angesagt, denn Hotel lag direkt an Zipolites herrlichen Sandstrand. Am ersten Tag chillten wir nur an der Strandbar bzw. dem Strandrestaurant und kamen so richtig schön runter.

Doch dann der Supergau: Am ersten Abend gab es 100 Meter von uns entfernt am Strand eine übertrieben laute Technoparty, die uns eine schlaflose Nacht bescherte. Es war echt die Hölle. Wir zogen daher den Tag danach (ein Samstag, und befürchteten wir schlimmes) in ein Hotel im Nachbarort San Augustinillo, wo es auch wirklich schön war. Als wir sonntags zurückkamen, erfuhren wir, dass es keine weitere Party gegeben hat. Und auch unsere letzte Nacht war zum Glück ruhig und wir konnten nun endlich mal mit Meeresrauschen im Ohr einschlafen.

Ansonsten haben Zipolite und die beiden Nachbarorte San Agustinillo und Mazunte uns super gefallen. Der Hippie-Vibe ist uns gut bekommen und ich bin zu einem richtigen Nudisten geworden.😁 Ein besonderes Highlights war der Sunset am Punta Cometa in Mazunte. Ebenfalls sehr gut gefallen hat uns der kleine Ortskern von Zipolite, den wir erst am letzten Abend entdeckten.

Fazit Zipolite:
Zipolite ist das Chill-Paradies schlechthin (wenn denn keine übertrieben harten Technoparties stattfinden) :-). Man muss sich aber darauf einstellen, dass man recht viele baumelnde Penisse und nackte Brüste sieht und halt auch von Menschen, die ihre besten Jahre schon hinter sich haben 😬

Man kann natürlich auch darüber diskutieren, ob man noch einen zweiten Badeort ansteuern muss, wenn man Puerto Escondido ist. Aber die Vibes sind hier noch ursprünglicher als in Puerto Escondido und man fühlt sich beinah wie auf einer Südseeinsel.



Stopp Nr. 6: San Cristóbal de las Casas (Tag 17 – 19)

Infos zu San Cristóbal de las Casas:
San Cristóbal de las Casa liegt auf 2100 Meter Höhe im zentralen Hochland von Chiapas. Die Stadt ist sehr beliebt bei Aktivurlaubern und Individualreisenden, da es in der Umgebung einige Aktivitäten in der Natur gibt (Wasserfälle, Schluchten, dies das). Der Großteil der Bevölkerung besteht aus Mayas und viele indigene Traditionen werden hier gepflegt.

Anreise:
Die Anreise hatte es in sich. Wir mussten knapp 600 km fahren, weshalb wir auch früh losfuhren. Mit im Gepäck hatten wir einen korrekten Schweizer Traveller namens Simone, den wir in Zipolite kennengelernt hatten. Wir kamen in die erster Polizeikontrolle unserer Reise. Die Policía hielt mich witziger Weise für den Taxifahrer von der Maus und Simone und wollte vermutlich meine Lizenz sehen.

Als wir das Missverständnis aufgeklärt haben und die Beamten checkten, dass wir Deutsche sind und sie auch keine illegalen Substanzen bei uns gefunden haben, waren sie super nett und machten Scherze bezüglich der Kälte, die uns in San Cristóbal erwarten sollte („Muuuyy frio“). Insgesamt waren wir 10 Stunden unterwegs.

Entfernung Zipolite – San Cristóbal de las Casas: 583 km
Dauer des Aufenthalts: 2 Nächte
Unterkunft: Hotel Casa de Ghandi* (9,7 auf Booking.com)
Preis pro Nacht: 74,50 €

Unser Aufenthalt:
In San Cristóbal hatten wir nur zwei, statt der anfangs geplanten 3 Nächte. Das lag daran, dass unser geplanter Flug von Tuxtla Gutiérrez nach Mérida nicht täglich geht. Nachdem wir am Anreisetag nur chillten und uns an die mehr als 20 Grad kälteren Temperaturen gewöhnt haben (wir hatten 13 Grad), erkundeten wir am nächsten Tag ausgiebig Stadt.
Zu sehen gab es etliche Kirchen, Streetart, superfotogene Straßen mit Ziegeldachhäusern, nette Stores und indigene Märkte. Wir waren sehr angetan, weil San Cristóbal so anders war, als die bisherigen Städte.

Am Abreisetag machten wir auf den Weg zum Flughafen einen kleinen Umweg zum Cañon del Sumidero, eine absolut krasse Schluchtenlandschaft! Mit im Gepäck war wieder Simone, der ebenfalls mit dem Flugzeug nach Mérida flog. Mit der Abgabe unseres Mietwagens endete unser Roadtrip und wir stiegen um auf Öffis.

Fazit San Cristóbal de las Casas:
Ein superinteressanter Ort, an dem wir gerne länger geblieben wären. Durch die sehr indigenen Vibes haben wir noch eine weitere Seite von Mexiko kennenlernen dürfen. Zwei Nächte für die Stadt selber reichen aus. Mit Ausflügen nach Chiapa el Corzo, Chamula, zu den El Chiflón- und Agua Azul-Wasserfällen oder mit einer Bootstour durch den Cañon del Sumidero könnt ihr hier locker noch ein paar Tage dranhängen.



Stopp Nr. 7: Valladolid (Tag 19 – 22)

Info:
Die Kleinstadt Valladolid im Bundesstaat Yucatan stand schon lange in meinem Fokus. Auch hier handelt es sich um eine Kolonialstadt mit hübschen Kirchen und kleinen bunten Straßen. Die Nähe zu den Chichén Itzá und zu den vielen Cenoten im Umland sind weitere Argumente für den Besuch von Valladolid.

Anreise:
Unser Flug von Tuxtla Gutiérrez nach Mérida dauerte knapp 1 1/2 Stunden. Vom Flughafen fuhren wir mit einem Shuttle zum Ado-Busbahnhof, wo sich nun auch die Wege von Simoné und uns endgültig trennten. Da wir recht früh dort ankamen, konnten wir sogar einen Bus früher nehmen und die Tickets, die wir bereits in Deutschland gebucht haben, problemlos umbuchen. Bis nach Valladolid benötigte der sehr komfortable Bus 2 Stunden und 15 Minuten. Wir kamen um 23 Uhr an und mussten nur noch 500 Meter bis zur Unterkunft zu Fusszurücklegen.

Entfernung San Cristóbal de las Casas – Valladolid: 905 km
Dauer des Aufenthalts: 3 Nächte
Unterkunft: Colonte Hotel Origen* (9,1 auf booking.com)
Preis pro Nacht: 94 €

Unser Aufenthalt:
Den ersten Tag in Valladoli ließen wir entspannt angehen. Wir strollten durch die Straßen, stöberten in Boutiquen, tranken Käffchen, der ganz normale Wahnsinn halt. Am Nachmittag liehen wir uns einen Scooter für viel mehr Geld als in Puerto Escondido und fuhren ins Umland zur Cenote Oxman. Hier machten wir den ersten Kontakt mit Massentourismus. Pauschaltouris zweier Reisebusse machten die Cenote unsicher und in der ansonsten so mythisch anmutende Cenote klang es wie in einem Hallenbad.

Am Tag darauf stand dann endlich Besuch der Chichén Itzá Pyramide an. Natürlich waren auch hier die Massen, aber es war nicht so schlimm wie befürchtet, weil es sich auf dem riesigen Gelände gut verteilt hat. Außerdem hatte ich eh nur Augen für die fantastischen Relikte aus einer vergangenen Zeit.

Im Anschluss besuchten wir die superfotogene Cenote Cenote Ik Kil, wo auch reger Durchgangsverkehr herrschte, aber etwas gediegener. Den restlichen Tag verbrachten wir am Pool und im überschaubaren Valladolid. Einen schönen Abschied bescherte uns eine Lightshow, die direkt auf die Kirche Convento de San Bernardino de Siena projiziert wurde und die Geschichte der Stadt eindrucksvoll darstellte.

Fazit Valladolid:
Valladolid ist optisch schon irgendwie der Prototyp einer Kolonialstadt in Mexiko. Sie ist klein und überschaubar und einige Reisende klagten, dass es soviel gar nicht zu sehen gibt. Das stimmt zwar, aber wie bei so vielen Orten, kommt es auch immer darauf an, womit das im Umland aufwarten kann. In diesem Fall lautet die Antwort: sehr viel! Wir fanden 3 Nächte perfekt und wir haben die Zeit hier sehr genossen.

Einziges Manko: Man merkt die Nähe zu den Touri-Hotspots an der Riviera Maya, was sich auch preislich bemerkbar macht.



Stopp Nr. 8: Isla Holbox (Tag 22 – 27)

Infos zu Holbox:
Die Insel Holbox liegt im Norden des Bundesstaates Quintana Roo, quasi am Eingang zum Golf von Mexiko. Offiziell gehört Holbox wohl noch zur Karibik. Die Insel ist 42 km lang, aber nur 2 km breit. Der Großteil ist unbewohnt. Auf der Insel fahren keine Autos und der Massentourismus hat hier noch keinen Einzug erhalten.

Anreise:
Anreisen wollten wir eigentlich mit einem Ado-Bus um 11 Uhr, aber am frühen Morgen waren die Tickets schon weg. Also fuhren wir stattdessen mit einem anderen Anbieter, dessen Bus an sehr vielen kleinen Stationen gehalten hat. Bis nach Chiquila, von wo die Fähre geht, brauchten wir etwas mehr als 3 Stunden (1 Stunde mehr als der Ado), wobei wir anfangs sogar dachten, es seien 4 Stunden gewesen, weil wir vergessen hatten, dass der Bundesstaat Quintana Roo eine andere Zeitzone hat.

Von Chiquila brauchten wir mit der Fähre 20 Minuten bis nach Holbox. Das letzte Stück vom Hafen bis zum Hotel legten wir mit Golf-CartTaxi zurück.

Entfernung Valladolid – Holbox: 150 km + 11 km auf dem Waser
Dauer des Aufenthalts: 5 Nächte
Unterkunft: Tierra del Mar – Adult only* (9,1 auf booking.com)
Preis pro Nacht: 214 €

Unser Aufenthalt:
5 Tage lang stand Chillen stand auf dem Plan. Unser Hotel war dafür schon mal die perfekte Basis. Wir schlemmten uns durch viele Restaurants und Cafes und besuchten diverse Strände, wo wir uns an dem ruhigen, flachen und türkis-blauben Meer erfreuten. Allerdings hatten wir auch an einigen Stränden Seegras, was aber unseren Badespaß nicht trübte.

Unsere Highlights waren eine Fahrt mit geliehenem Golf Cart zum Playa Punta Cocos zwecks Sunsetwatching, die Sandbank-Wanderung zum Punta Mosquito und das Abschiedstattoo, was wir uns jeder in den Dirt Ink Studios haben stechen lassen.

Fazit Holbox:
Die Insel Holbox war ein würdiger Abschluss unseres Mexiko-Trips. Das türkise Meer, die entspannten Island Vibes und das kulinarische Angebot waren super-awesome. Die Touristen in Holbox waren schon teilweise ein anderer Schlag als vorher am Pazifik – aufgespritzte Lippen, teurere Markenklamotten sah man hier nun vermehrt – und die Preise waren inzwischen auf Deutschland-Niveau. Nichts desto trotz hat das dem Island-Feeling nicht geschadet. Wir haben uns schon sehr wohl gefühlt hier.

Rückreise:
Am Tag 26 ging es vormittags dann zum Flughafen in Cancun. Erst mit Boot, dann mit einem Shuttle von Chiquila direkt zum Flughafen, von wo unser Flug nach Amsterdam um 17:10 Uhr ging. Das ganze hat auch wunderbar geklappt.

Der Flug selber war etwas nervig, weil wir inmitten einer Reisegruppe männlicher polnischer Maskenverweigerer saßen, mit denen der Stewart und die Stewardessen viel Arbeit hatten. Es war wie im Kindergarten, meine Freunde. Dabei lag das Durchschnittsalter dieser Truppe bei ca. 50 Jahren!
Auch wenn die Flugbegleiter diesbezüglich einen sehr guten Job gemacht haben, waren wir nicht sehr begeistert von KLM.

Die Premium Economy war nicht wirklich komfortabler als die „Holzklasse“. Bei meinem Entertainment System hat das Touchpad nicht funktioniert, so dass es nicht richtig benutzen konnte (kein Solitaire spielen z.B. 😢). Als Entschädigung wurden mir 50€ erlassen. Der Witz hierbei war, dass die 50€ nur eine Gutschrift war, die ich beim Buchen des nächsten Tickets geltend machen. Den wird es aber wohl nicht mehr geben….

Naja, dafür landeten wir pünktlich am nächsten Tag in Amsterdam. Das Gepäck hat sogar den Anschlussflug nach Hannover gekriegt, obwohl wir nur eine Stunde Aufenthalt hatten. Gesund und munter kamen wir an einem sonnigen kalten Märztag zu Hause an. Im Gepäck viele viele Erinnerung und Momente an die wir ein Leben lang zurückdenken werden und viele Souvenirs :-)


4. Resümees, Tipps & Wissenswertes

Hier möchte ich euch noch ein paar Tipps für eure Reise mitgeben und einige Resümees ziehen. Insbesondere zu den Themen Sicherheit, Autofahren, Ost- und Westküste im Vergleichund was mir sonst noch so einfällt.


Allgemeine Tipps für das Autofahren in Mexiko

  • Lieber zu früh, als zu spät tanken: Die Strecken sind weit und manchmal dauert es, bis die nächste PEMEX-Tanke kommt. Dafür habt ihr nach langen „Durststrecken“ dann gerne mal zwei Tanken in unmittelbarer Nähe.
  • Tanken müsst ihr nicht selbst: Das übernimmt ein Mitarbeiter der Tankstelle. Ihr könnt aus dem Auto heraus mit Kreditkarte zahlen.
  • Achtet auf Topes bzw. Reduktoren! : Die Straßen in der Stadt sind voll von ihnen. Es handelt sich dabei um kleine Bodenwellen, die dafür da sind, das Tempo aus dem Verkehr zu nehmen. Kann für eure Reifen böse enden, wenn ihr da zu schnell rüberbrettert!
  • Maximal Geschwindigkeit: Innerorts 40 km/h, auf Autobahnen 110 km/h.
  • Autobahnen sind mautpflichtig. Von Mexico City bis nach Oaxaca haben wir insgesamt so um die 700 Mex$ (ca. 30 €) gezahlt.
  • Korrupte Polizei: Dazu kann ich nichts berichten, weil wir diese Situation nicht hatten. Tip: Habt auf Autofahrten nicht euer gesamtes Bargeld im Portemonnaie. 300 bis 400 Mex$ (ca. 15 – 20) sollten ein guter Betrag sein, um die Policía zufriedenzustellen.
  • Überholverhalten: Auf den einspurigen Landstraßen ist es üblich, dass man die hinteren Fahrzeuge überholen lässt. Das Vorderfahrzeug signalisiert per Linksblinker den hinteren Fahrzeugen, dass die Gegenfahrbahn frei ist. Gegebenenfalls fährt derjenige dabei leicht auf den Seitenstreifen um Platz zu machen.



Benötigt man einen internationalen Führerschein?

Offiziell heißt es, dass ein internationaler Führerschein benötigt wird, aber offiziell ist er nicht verpflichtend. Von anderen Reisenden oder aus der Mexiko-Facebook-Gruppe habe ich mitbekommen, dass der normale Führerschein völlig ausreichte.
Wenn ihr wie ich auf Nummer sicher gehen wollt: Ihr benötigt nicht den normalen Internationalen Führerschein, den ihr in jedem Ordnungsamt bekommt, sondern den…

Internationalen Führerschein gemäß des Internationalen Abkommens über den Kraftfahrzeugverkehr vom 24.04.1926!

Ausgehändigt wird dieser beim Straßenverkehrsamt oder der Fahrerlaubnisbehörde für 15€. Es gibt 15 Länder die diesem Abkommen unterliegen: u.a. Sri Lanka, Thailand, Syrien, Chile, Peru, Neuseeland, Argentinien.

Weiter Infos dazu auf reiseritis.de



Ist ein Roadtrip in Mexiko gefährlich bzw. Sicherheitsempfinden in Mexiko?

Dies ist eine oft gestellte Frage und ich habe in meinem anderen Mexiko-Artikel ausführlich über Sicherheit und Kriminalität geschrieben und möchte das hier nicht wiederholen. Was ich euch aber mitteilen möchte, ist, …
.
..warum wir uns zu (fast) keiner Zeit unsicher in Mexiko gefühlt haben.

  1. Facebookgruppe „Reiseziel Mexiko – Infogruppe“: In der FB-Gruppe mit knapp 9k Mitgliedern hat – seitdem ich Mitglied dort bin – keine einzige Person von einem Raubdelikt oder Gewaltverbrechen berichtet. Was zweimal vorkam, waren aufgebrochene Kofferräume (1x in Playa del Carmen und das andere hab ich vergessen.)
  2. Gespräche mit anderen Travellern: Natürlich kommt man vor Ort auch mit anderen Travellern ins Gespräch. In keinem einzigen Gespräch ging es irgendwie um Kriminalität. Es gab keine aktuellen Vorfälle gegenüber Reisenden. Das hätte sich mit Sicherheit rumgesprochen.
  3. Unsere mexikanischen Freunde: Als wir unseren mexikanischen Freunden in Mexico City unsere Mietwagen-Reiseroute beschrieben, haben sie unser Vorhaben total begrüßt und meinten, dass man Mexiko genau so bereisen sollte. Sie hatten diesbezüglich null komma null Bedenken.
  4. Mitarbeiter von Hotels: Ich habe mich jedes mal beim Check-In informiert, ob es irgendwelche Gegenden gibt, die wir meiden sollte. Die Antwort war immer ein glasklares nein, alles easy.
  5. Menschen vor Ort: Wir haben die Einheimischen als nette, offene und herzliche Menschen kennengelernt. Wir haben uns nie unwillkommen gefühlt und wurden auch nie komisch beäugt oder so.

So fuhren morgens auch mal um 5:40 Uhr mit dem Fahrrad 2 km durch Mexico City zu einem Tour-Treffpunkt. Wir kamen spät um 23 Uhr in Valladolid am Busbahnhof an und spazierten mit unseren Rollkoffern 500 Meter zu unserem Hotel. Wir liefen im Dunklen durch die einsamen Gassen Cholulas. Ich möchte hier nichts runterspielen oder die Situation in Mexiko verharmlosen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass man spürt, wo man sich fern halten sollte und wo es bedenkenlos ist.

Was uns besonders wichtig war: Dass wir bei allen unseren Überlandfahrten im Auto vor Einbruch der Dunkelheit ankommen und dass wir in Mexico City nicht normale Taxis benutzten, sondern Uber.



Corona in Mexiko

Corona in Mexiko ist ein sehr zwiespältiges Phänomen.

Auf der einen Seite hatte Mexiko die lockersten Einreisebedingungen weltweit. Die Grenzen wurden sehr schnell wieder aufgemacht und es wurden weder Impfung noch PCR-Tests verlangt. Das einzige was bei Einreise stichprobenartig gemacht wurde, war Temperaturmessen.

Auf der anderen Seite war Mexiko das Land mit der vierthöchsten Sterberate. Die Einheimischen haben das Thema besonders in den Städten sehr ernst genommen: Doppelte FFP2 Masken, Maske beim alleinigen Gassi gehen auf leeren Straßen, Fiebermessen in jeglichen Einrichtungen und Geschäften, Angestellte, die einem am Eingang das Desinfektionsmitteln in die Hände spritzten und mit Desinfektionsmitteln gefüllte Fussmatten in die man sich kurz stellen musste.

Die skurilste Ausprägung erlebten wir beim Hierve El Agua in Oaxaca, wo zwei Dudes in Ghostbusters-Montur, die die anreisenden Besucher aus ihren Autos holten, um sie einmal komplett einzusprühen.

Aus Respekt vor den Einheimischen hatten wir unsere Masken auch oft in den Straßen auf.
Lockerer wurde es aber an den Küstenorten. In Puerto Escondido trugen fast gar keine Touris mehr ihre Masken. In Zipolite und Holbox gab es gefühlt kein Conora (wie in Kassel 😉). Auch in San Cristóbal de las Casas waren die Einheimischen verhältnismäßig locker. In Valladolid hingegen wurde das Thema wieder ernster genommen.



Pazifik vs. Karibik im direkten Vergleich

Die Pazifikküste und die Karibikküste sind zwei unterschiedliche paar Schuhe. Die meisten Mexiko-Urlauber zieht es an das kristallklare türkis-blaue Meer der Karibik. Südseefeeling ist garantiert. Der Pazifik hingegen ist rougher, mächtiger und kommt meist einem dunkelblauen Farbton daher. Es gibt sie aber auch, die türkis-blauen Strände. Sie sind jedoch in der Unterzahl.

Trotzdem hat der Pazifik uns sehr begeistert, weil es einfach voll Bock bringt in den Wellen zu baden. Außerdem habt ihr dort auch die Möglichkeit zu surfen. In Holbox war das Meer uns fast schon zu lame.🙂 Der Pazifik hat auch nicht dieses Seegrasproblem und die Preise sind dort viel viel vieeeel günstiger. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Pazifik (zumindest an den Küsten Oaxacas) noch keinen Massentourismus hat und die Leute dort superchillig waren.

Daher mein Appell an euch: Besucht die Strände am Pazifik!



Verständigung in Mexiko

Es sprechen immer noch viele Einheimische kein oder wenig Englisch. Egal ob Servicekräfte im Hotel, an Tankstellen oder in Restaurants, Taxi- oder Busfahrer, das Personal am Schalter von Flughäfen und Busbahnhöfen oder sogar die Servicehotline unserer Mietwagenfirma.

Die Maus spricht zum Glück stabiles Spanisch und das hat uns einige Situationen erleichtert. Und auch, dass ich vier Monate vor der Anreise intensiv spanisch gelernt habe, hat sich ausgezahlt. Aufgrund meines Aussehens wurde ich eh voll oft auf spanisch angequatscht 🙂

Je touristischer die Orte sind, desto mehr Englisch-Skillz. Je ländlicher desto weniger. Aber keine Sorge. Lernt aus Anstand ein paar Floskeln und dann wird das schon. Und zur Not könnt ihr immer noch auf Google Translate zugreifen!



4 Wochen Mexiko Kosten (Für 2 Personen)

Leider scheiterte mein Vorhaben penibel Buch zu führen kläglich. Daher kann ich euch nur unsere Fixkosten für 3 Wochen mitteilen (Flüge und Transfers)

Flüge (An- und Abreise, KLM, Gabelflug)1956,44€
Inlandsflug (VivaAerobus, Tuxtla Gutiérrez)146,30 €
Mietwagen 2 Wochen + Rückführungsgebühr951,37 €
Bus Mérida – Valladolid (2 Personen)32,00 €
Shuttle Chiquila – Cancun (2 Personen)ca. 35,00 €
Unterkünfte für 26 Nächte2417,00 €
Gesamtsumme für 2 Personen5538,11 €

Es ist natürlich nicht wenig Geld, aber wir haben auch mehr Geld ausgegeben als man müsste. Wenn ihr bei den Unterkünften spart und ohne Premium Economy und ohne Mietwagen reist, könnt ihr mit Sicherheit 2000€ oder mehr abziehen.

Auf 12go.co oder auch auf busbud.com könne ihr Bus-Verbindungen und Preise checken und natürlich auch schon Tickets online buchen.

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Weitere nützliche Reisetipps zu Mexiko bekommt ihr ➜ hier

Fazit Mexiko

Mexiko ist ein großartiges Reiseland. Es hat soviel zu bieten und so viele unterschiedliche Facetten. Deutsche Touristen sind – aus welchen Gründen auch immer – dort sehr willkommen. Werft nicht nur ein Auge auf Yucatan, wie 90 % aller Reisenden, denn es gibt so viele landschaftlich schönere und authentischere Gegenden, wo es zudem auch noch vielgünstiger ist. Informiert euch gut, ignoriert nicht die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts und haltet euch in die angeratenen Sicherheitshinweise! Eignet euch ein bissel spanisch an und seid offen für Neues, dann werdet ihr eine unvergessliche Reise haben.


5. Mexiko Rundreise 4 Wochen auf der interaktiven Map


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8 thoughts on “Rundreise Mexiko 4 Wochen: Von Mexico City über die Pazifikküste bis nach Cancun – Ein Reisebericht

  1. Ein megageiler Reisebericht! Wir werden in ein paar Wochen zurück nach Mexiko fahren und wollen unbedingt die Pazifikküste über Oaxaca, Zipolite, Mazunte bereisen. Danke für die Vorwarnung bzgl. der Nudisten, wir haben ja nun genügend Zeit uns an den Gedanken zu gewöhnen! 😀

    1. Hi Anna, danke für deinen Kommentar. Um eure mentale Vorbereitung zu supporten: In Zahlen ausgedrückt sind „nur“ ca. 10% der Leute, die dort nackig am Strand chillen. Es ist also nicht zuuuu wild. 😁🫣.
      Ich wünsche euch ganz viel Spaß am Pazifik. Ich bin mir sicher ihr werdet es lieben!

  2. Hallo ihr Lieben,

    wir haben schon öfter mit dem Gedanken gespielt nach Mexiko zu reisen, aber haben es immer wieder als „sehr touristisch“ verworfen. 😀

    Euer Bericht hört sich aber sooo toll an, dass wir das Ganze jetzt vielleicht doch nochmal in Angriff nehmen.

    Viele Grüße,

    Nina (Kommrum Reisen)

    1. Hi Nina,

      es lohnt sich wirklich, wenn ihr nicht nur Yucatan und insbesondere die Riviera Maya bereist. Wir sind sehr froh, dass wir vor der Reise auch noch mal einen anderen Blick auf das Land geworfen haben und somit viel vom „echten“ Mexiko sehen konnten.

      Viele Grüße zurück

      Bene

  3. Ein sehr schöner interessanter Bericht über ein Land, in dem ich schon 1963 zum ersten Mal als ganz junge Frau allein war, dann aber immer wieder zurückgekehrt bin. Ich habe Freunde dort, und ich wünsche mir sehr, dass viele Interessenten aufgrund Eurer vielen Tipps und Anregungen das vielseitige Land besuchen. LG Marie

    1. Hi Marie

      dass du in den 1960er-Jahren schon da warst, klingt ja sehr spannend! Ich bin auch dafür, dass die vielen Mexiko-Reisende mal einen Blick aus ihren All-Inklusiv-Anlagen wagen sollten und dabei nicht nur die Standard-Spots abklappern 🙂

      Viele Grüße

      Bene

  4. Hi Bene

    Wo habt ihr denn eueren Hund in der Zeit untergebracht? Den habt ihr doch sicher schrecklich vermisst, oder?

    Ja, Mexiko sieht schon auf Bildern immer wieder so geil aus, dass man direkt Fernweh bekommt. Was mir in deiner Kostenaufstellung fehlt – Was habt ihr denn für Essen ausgegeben?

    Liebe Grüsse
    Lisa

    1. Hi Lisa,

      unser Hund war bei meiner Schwiegermum und er ist auch sehr gerne bei ihr. Aber wir haben ihn schon sehr vermisst. Vor allem in Mexiko City, wo entgegen unserer Erwartung alle voll die Hundeliebhaber sind. Es gab dort Hundeeis und etliche hochprofessionelle Hundesitter, die die Hunde für die Berufstätigen betreut haben (teilweise mit 8 bis 10 Hunde gleichzeitig im Park :-)). Außerdem waren die Hunde dort fast alle eingekleidet in Hundeponchos u.ä. bei um die 20Grad, weil es war ja Winter dort 🙂

      Mexiko ist schon voll der Flash irgendwie und die Menschen waren auch so gut drauf.

      Mit der Kostenaufstellung ist so ne Sache. Ich bin da einfach ein schlechter Dokumentierer und merke mir die Preise auch nie (bei Streetfood z.B). Aber ich könnt mal meine Kreditkartenabrechnung durchgehen und zumindest mal Restaurantpreise zusammentragen.

      Prinzipiell ist es günstiger als in Deutschland. In Yucatan (Holbox aber auch schon Valladolid) zahlten wir aber schon fast europäische Preise.

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