Reisebericht New York: 9 Tage Brooklyn & Manhattan – Erfahrungen und Highlights

Reisebericht New York: 9 Tage Big Apple, Manhattan & Brooklyn - Erfahrungen & Highlights

Zuletzt aktualisiert am 23. November 2022

Reisebericht New York: 9 Tage waren wir für Shopping und Sightseeing im Big Apple. Genügend Zeit, um die Stadt gründlich per Subway, Bus, Boot und mit Fahrrad zu erkundet – könnte man meinen. Aber Pustekuchen! Am Ende haben wir es nicht über Manhattan und Brooklyn, wo wir übrigens auch wohnten, hinausgeschafft. In diesem Artikel schildere ich euch meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen. Ich gebe ein paar Travel-Anekdoten zum besten und stelle euch darüber hinaus meine Top 10 Highlights unseres Citytrips vor. Viel Spaß!


1 New York – Warum überhaupt nach New York?


1.2 „Ich war schon einmal in New York“

Es war die Idee der Maus nach New York zu reisen. Sie war dort 2016 eine Woche lang auf einer Fortbildung und nun wollte sie die Stadt, von der sie soo begeistert war, unbedingt noch mal mit mir besuchen. Ich selber war jetzt gar nicht soooo scharf drauf, da ich ja schon einmal in New York war. Ok, ich war 10 Jahre alt und es waren auch nur 2 Nächte. Aber ich hätte zu dem Zeitpunkt viel lieber ein Land oder eine Stadt bereist, in der bzw. in dem ich noch nicht gewesen bin.

Im Nachhinein kann ich das gar nicht mehr Nachvollziehen, denn New York ist der absolute Kracher gewesen und es war mit Sicherheit nicht das letzte Mal, dass wir dort waren.


1.1 Was ich mit New York verbinde

New York ist nicht nur eine Stadt mit den bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die man unbedingt mal gesehen haben muss. New York ist Schauplatz von so vielen Filmen und Serien, ist das zu Hause unzähliger Musiker und Sportler, ist Wiege von Kunst und Kultur und noch so vieles mehr.

Jeder hat irgendwie sein eigenes Ding, das er mit zu New York verbindet. Für viele sind es Serien wie Friends, King of Queens oder Sex and the City oder Filme wie Spider Man, Ghostbusters, King Kong, Taxi Driver etc. American Sports Fans wollen unbedingt mal ein NBA-, MLB- oder ein NFL-Spiel live sehen. Musicalfreunde zieht es an den Broadway und Aktien- und Finanzdudes wollen sicherlich einmal Wallstreet-Luft schnuppern.

Ich verbinde in erster Linie folgende Dinge mit NYC:

  • HipHop: Ich bin mit Rapmusik der 1990er-Jahren großgeworden: Wu-Tang-Clan, Nas, Rakim, Das EFX, Gangstarr, Mobb Deep und später Dipset-Ära. Ich war ein ganz klar Verfechter des East-Coast-HipHops. Mein New York Bild ist geprägt von dieser Kultur.
  • Filme und Games: Natürlich auch bei mir unzählige Serien und Filme, aber auch Computergames. Insbesondere GTA IV, wo die Story in Liberty City spielt, wofür New York als Vorlage diente.
  • USA-Reise als Kind: Im Alter von 10 war ich mit meiner Familie auf einer vierwöchigen Amerika-Rundreise. Die ersten 2 Nächte haben wir in New York verbracht und es war schön, an einen Ort zurückzukehren, wo ich mit meiner Familie gewesen bin.

2 Allgemeine Eindrücke

Als erstes werde ich meine allgemeinen Eindrücke zu Papier bringen. Wie habe ich New York empfunden, wurden meine Erwartungen erfüllt und vor allem, wie war es eigentlich für uns im tiefsten Brooklyn gewohnt zu haben? Und bevor ich es vergesse, hier erstmal die Eckdaten unsere Reise.



2.1 „Wie New York uns komplett verschluckte“ oder „Wie die großen Pläne immer kleiner wurden und am Ende gänzlich verschwanden“

Ach, was hatte ich alles für Pläne! Als wir uns auf 9 Tage New York einigten, dachte ich „was soll man denn solange hier?“ Daher recherchierte ich zusätzlich nach Ausflugszielen außerhalb New Yorks und wollte dabei zwei Sachen ernsthaft angehen.

  1. Ein Besuch zu den 589 km entfernten der Niagara Fällen. Dafür werden verschiedene Bustouren von New York aus* angeboten.
  2. Ein Tagestrip nach Philadelphia: Auch hierfür kann man Tagestouren* von NYC aus buchen. Mein Plan war es die Rocky-Stairs zu laufen, denn kein Film hat mich mehr geprägt als die Rocky-Serie. Ich habe Treppen laufen trainiert und meine Box-Moves wieder aus dem Keller geholt.

Ansonsten liebäugelte ich noch mit einem Musicalbesuch am Broadway und mit dem Besuch eines Baseball- oder Basketballspiels. Und das obwohl ich weder ein Musical-Gänger noch ein American Sport Interessierter bin. Es ginge hier eher um die volle New York Experience!

Über meine Naivität kann ich im Nachhinein nur schmunzeln. Denn New York hat uns komplett vereinnahmt, verschluckt und uns voll in seinen Bann gezogen. Ich war beinah schon überfordert mit den vielen Sehenswürdigkeiten und Orten, die ich irgendwie alle sehen wollte. Wir haben es aber nicht mal bis nach New Jersey, Queens, die Bronx und ja und noch nicht mal bis nach Harlem geschafft. Als alter HipHop-Dude ist das schon 1 Schande.


Also vergesst mal, dass ihr in New York alles, was nah beieinander liegt, einfach mal kurz der Reihe nach abklappern könnt. Die Dimensionen sind riesig und eine Strecke von z.B. 5-6 Blocks sind einfach viel viel mehr, als man es sich in seinen Vorstellungen ausmalt. Mal kurz 20 Minuten aufs Top of the Rock, dann fix rüber zur Roosevelt Tramway, um dann eine Stunde später am Central Park zu chillen, wird so nicht klappen. Man muss hier zeitlich schon großzügig kalkulieren.

Unsere Reiseaktivitäten beschränkten sich (unbeabsichtigt) ausschließlich auf Brooklyn und die Südhälfte von Manhattan. Und auch da haben wir längst nicht alles sehen können.



2.2 „Living in Crown Hights, Brooklyn“ oder auch „Der Hoodreport“


2.2.1 Ein Airbnb im tiefsten Brooklyn

Da die Hotelpreise in New York ziemlich hoch sind, suchten wir uns eine bezahlbare Unterkunft in Brooklyn. Brooklyn ist aber nicht gleich Brooklyn! Insgesamt leben hier über 2,5 Millionen Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten auf einer Fläche von 180km². Brooklyn ist auch nicht mehr so Gangster wie es einst mal war. Es gibt inzwischen viele gentrifizierte und wohlhabendere Gegenden wie z.B. die Brooklyn Heights, Boerum Hill, Cobble Hilll, Carol Gardens oder DUMBO, die sich alle westlich in der Nähe des Hudson Rivers befinden.

Unser Airbnb befand sich jedoch weiter im Osten in Crown Heights. Dort bezogen wir ein Airbnb mit 3 Schlafzimmern, 2 Etagen und 1 Dachterrasse, das uns für 9 Nächte schlappe 1882,91€ kostete – also 470,71€ pro Person. Wenn man bedenkt, dass die Hotelpreise in Manhattan ab 110-120€ für ein Mini-DZ so langsam losgehen, kann man nicht meckern.

Hier ist der Link zu der Wohnung.



2.2.2 Über Crown Heights

Crown Heights ist ein Viertel, in dem überwiegend Schwarze wohnen und wo das Einkommensniveau im Schnitt eher niedrig ist. Aber auch hier ist eine Gentrifizierung im Gange und immer mehr Menschen aus wohlhabendere Bevölkerungsschichten zieht es hierhin – insbesondere in den westlichen Teil nähe des Prospect Parks.

Die Kriminalitätsrate geht auch hier, wie allgemein in New York, schon seit Jahren zurück. Dennoch fällt der Name Crown Heights immer noch oft, wenn es um Gegenden geht, von denen man sich als Touri fernhalten sollte. Der Grund, warum wir hier keine Bedenken hatten, war, dass in den Airbnb-Bewertungen die meisten Leute sich auch in der Gegend wohl gefühlt haben.

Falls ihr euch für die Einkommensverteilung in New York (+ ganz USA )interessiert, empfehle ich euch bestneighborhood.org. Dort findet ihr eine sehr anschauliche Map (siehe auch Screeshot.)



2.2.3 Erster Eindruck unserer Hood

Schon unsere Anreise vom Flughafen war anders als die von 99,99% Touristen. Anstatt in ein Taxi oder die Metro zu nehmen, stiegen wir zusammen mit ein paar feierabendhabenden Flughafenangestellten in den Public Bus B15. Wir waren die einzigen Whites und die einzigen mit Reisegepäck.

Es hatte schon Flavour nachts durch die Hood zu fahren und dabei einige Rapklassiker mit Kopfhörern zu pumpen. Wir fuhren u.a. durch Brownsville, wo die Rapgruppe M.O.P herkommt. Der Busfahrer, mit dem ich mich zeitweise unterhielt, freute sich, dass ich die alten Legenden auf dem Schirm hatte. Die Gegenden Brownsville und East New York sind übrigens in der Tat Gegenden, die noch als sehr unsicher gelten.

In Crown Heights angekommen hatte glücklicherweise noch ein China-Imbiss auf, wo wir was zum Mitnehmen bestellten. Parallel dazu saßen zwei junge Dudes in weiten Hosen, Timberland-Boots und Baseballcaps in einem Hauseingang und smokten ’ne dicke Tüte. Unsere Blicke trafen sich und wir nickten uns zu.



2.2.4 Utica Avenue

Die Straße in der wir wohnten, war etwas gediegener und ruhiger als die umliegenden Straßen. Sie war zwei, drei Blocks von der Hauptstraße, der Utica Avenue, entfernt. Hauptstraße jetzt nicht im Sinne von Hauptverkehrsstraße, sondern im Sinne von „Flaniermeile“ oder Stadtteilzentrum.
Jedenfalls reihten sich hier Schnellrestaurants, Grocery Stores, Mini Markets, Barbershops, kleine Kirchen- und Gospelkapellen, Elektronikläden, Bars und Supermärkte aneinander. Hier spazierten wir auch täglich auf dem Weg zur Metro-Haltestelle durch und auch unsere Einkäufe erledigten wir hier.

Ansonsten schauten wir abends auch mal in einer Bar vorbei, wo Live-Musik gespielt wurde und Christiane – die Freundin meiner Schwiegermutter – hat sich in einen Gottesdienst verirrt, wo sie Zeuge einer ekstasischen Zeremonie wurde. Als wir am nächsten Tag an der Kapelle vorbeispazierten, wurde sie euphorisch von ihren „neuen Schwestern“ begrüßt.



2.2.5 Wie weit hatten wir es nach Manhattan?

Wir hatten zwei Optionen, um von unserer Hood nach Manhattan zu gelangen.
1. Südlich über die Crown-Heights Utica Avenue, wo die rote Linie 3 und die grüne Linie 4 fuhren.
2. Nördlich über die Haltestelle Utica Avenue / Fulton Street, wo wir die blauen Linien A und C nehmen konnten.

Zum Time Square benötigten wir mit der Subway ca. 40-45 Minuten
In Lower Manhattan waren wir in 20-25 Minuten


Die zweite Option (die nördlich gelegene Station) war zu Fuß zwar genau so weit weg, aber die Gegend auf dem Weg dorthin war nicht so belebt. Zum Flanieren also weniger geeignet. Die Haltestelle befand sich direkt an der Fulton Street (nicht zu verwechseln mit der Fulton Street in Manhattan), welche die Grenze zu den Stadtteilen Stuyvesant Heights bzw. Bedford-Stuyvesant markierte.

Die 4,5km lange Street Fulton Street sind wir auch mal Richtung DUMBO entlang geradelt. Sie geht über in die Flatbush Ave, die wiederum direkt zur Manhattan Bridge führte. Mein persönlicher Fail bei dieser Tour war, dass wir an der Straße vorbei gefahren sind, in der Notorious B.I.G. aufwuchs! Ich habe erst im Nachhinein davon erfahren, weil ein Kumpel von mir ein paar Monate später auf Treppe seines Kindheitshauses (226 St James Pl) auf einem Foto posierte und ich nachgeschaut habe, wo das war. Es ist sogar auf Google Maps verzeichnet gewesen! 😭


Hier seht ihr meinen Kumpel Ben, wie er ein paar Monate später stolz wie Bolle auf der Treppe von Notorious B.I.G.’s einstiger Butze chillt. Wie gerne hätte ich so ein Bild von mir gehabt 🙂



2.2.6 Sightseeing in oder in der Nähe von Crown Hights?

Direkt in Crown Heights gab es keinen nennenswerten Sightseeing-Spots. Für Touris wird es erst an der Stadtteilgrenze zu den Prospect Heights im Osten interessant. Dort befinden sich der riesige Prospect Park (das Pendant zum Central Park), der Brooklyn Botanical Garden und das Brooklyn Museum. Das alles sind Sehenswürdigkeiten, die in unserem Loving New York Reiseführer* aufgeführt waren. An einem sonnigen Tag wären wir dort gerne mal hingeradelt.

Wir waren auch sehr angetan von dem Stadtbezirk Clinton Hill, nördlich der Prospect Heights und westlich von Bedford-Stuyvesant. Es ist eine wohlhabendere Gegend, die von den New York-typischen Brownstone-Häusern geprägt ist, welche man aus diversen TV-Serien kennt. Es hätte mich nicht gewundert, wenn da gleich einer von den Huxtables aus einer Haustür herausgekommen wäre 🙂

Diese Brownstown-Häuser, die übrigens mehrheitlich zum Ende des 19. Jh. gebaut wurden, findet ihr auch in vielen anderen Ecken New Yorks – z.B. in derUpper West Side in Manhattan in der Nähe des American Museum of Natural History.



2.2.7 Fazit zu Crown Heights, Brooklyn

In Crown Heights zu wohnen, war für mich eine bereichernde Erfahrung. Es war zum einen cool eine untouristische Seite von New York kennenzulernen und zum anderen in Gegenden unterwegs zu sein, die ich nur aus Rapvideos kannte. Die drei Damen und ich haben uns dort auch nicht unsicher gefühlt, auch nicht nach Einbruch der Dunkelheit. Als nachteilig kann die Entfernung zu Manhattan gesehen werden, aber auch das war eigentlich nicht wirklich ein Problem.
Krass fanden wir aber jedes Mal das Phänomen, dass, je näher wir nach Manhattan kamen, die Subway immer weißer (also vong Fahrgästen her) wurde und umgekehrt. Dies verdeutlichte sinnbildlich die immer noch vorherrschende soziale Ungleichheit.
Soviel zu unserer Hood.



2.3 Wie GTA IV meinen Orientierungssinn in New York schulte

Jetzt wird es etwas nerdig, aber Computerspiele-Fans der GTA-Reihe werden an New York ihre Freude haben.
Immer wieder durfte ich feststellen, dass ich mich in New York schon recht gut auskannte. Zu verdanken hatte ich dies dem vorhin schon erwähnten Open-World-Playstation-Klassiker GTA IV (PS3, 2008). Die Handlung in diesem Game spielt in einer satirischen Nachbildung von New York. Die Hauptsehenswürdigkeiten, die ganzen Stadtteile, die markante Gebäude und Plätze befinden mehr oder weniger dort, wo sie auch in Wirklichkeit stehen. Da ich über 100 Spielstunden in diesem Open-Word-Spiel verbracht habe, hat sich die Map gut eingebrannt!

Screenshot GTA 4, die „Brooker Bridge“ https://images.everyeye.it

Und auch wenn es schon einige Jahre her war, als ich das Game gezockt habe, wurde ich des öfteren an Momente aus dem Spiel erinnert: „Oh, hier in der Gegend hatte ich (als Niko Bellic) ja ein nices Appartement“ oder „Hier war ja diese und jene crazy Verfolgungsjagd.“ Ja, ich weiß, es schon etwas nerdig, aber soll ich machen. 🤷🏽‍♂️
Falls sich hier GTA IV spielende New York-Besucher zufällig verirrt haben, schreibt mir doch bitte in die Kommentare, ob es euch genau so erging.

Der größte GTA Flashback war das MetLifeBuilding, das im Spiel in „Get A Life-Building“ umbenannt wurde.



2.4 „New York ist und bleibt mein Graffiti-Mekka…“

…dachte ich jedenfalls. Dieses Zitat entstammt dem Deutschrap-Klassiker Doppelt nicht Stereo (1997) von den Stieber Twins. Diese Zeile hat indirekt mein Bild von New York mit geprägt. Für mich war New York auch immer eine Stadt mit hoher Crime-Rate und vollgesprühten Subways. Dies ist allerdings üschon seit Mitte der Nullerjahre nicht mehr so.

Die New Yorker Polizei hat zur Jahrtausendwende begonnen, knallhart gegen Graffiti-Writer vorzugehen und war dabei äußerst erfolgreich. Eine Entwicklung die komplett an mir vorbeigegangen ist. Ich war daher überhaupt nicht auf saubere Trains vorbereitet und war dann auch etwas entäuscht. Richtige Graffitis gibt es natürlich hier und da zwar immer noch, aber das Stadtbild ist klar von Streetart dominiert. Auch wenn jene Kunst hochwertiger ist als ein schnelles Bombing auf ’nem Train, hat der Nostalgiker in mir die alte NY-Ästhetik ein wenig vermisst.


3 New York Anekdoten

Nun folgt eine kleine Sammlung an Anekdoten und außergewöhnlicher Vorkommnisse unserer Reise.

3.1 Wie wir 100€ Stundenlohn für 6 Stunden Abhängen am Flughafen einkassierten

Die Reise begann mit einem bemerkenswerten Boost unserer Reisekasse. Unser regulärer Lufthansa-Flug nach NY, welcher um 11 Uhr ging und um 13:40 Uhr landen sollte, war überbucht. Am Check-In Schalter wurden uns deswegen 3 verschiedene Optionen angeboten.

  1. Den Flug wie gehabt beanspruchen
  2. Einen Flug 3 Stunden später nehmen und eine Gutschrift von 300 € einkassieren.
  3. Einen Flug 6 Stunden später nehmen und eine Gutschrift 600 € einkassieren.

We did the math: 6 Stunden später hieße, bis 17 Uhr warten, um 19:40 Uhr landen und gegen 22-23 Uhr in unserer Unterkunft in Brooklyn ankommen. Das war jetzt kein so großer Nachteil, denn wir hatten für den Ankunftstag eh nichts geplant. Außerdem ist eine späte Ankunft optimal, um dem Jetlag entgegen zu wirken, weil wir uns ja nicht zwingen müssen bis abends wach zu bleiben. Uns fiel die Entscheidung daher sehr leicht. Vielen Dank liebe Lufthansa!

In Anbetracht dessen, dass in New York die Kohle schneller weg ist, als man gucken kann, waren die 600 € ein kleiner Gamechanger.



3.2 Warum ich als Stinker durch New York laufen musste

Eins vorweg: Ich bin nicht als Theon Graufreud (Game of Thrones)verkleidet durch New York gelaufen!

Unser New York-Aufenthalt begann damit, dass ich vergeblich am Gepäckband auf meine Reisetasche warten musste. Der Flughafen-Sicherheitsdienst des JFK-Airports hat sich nämlich dazu entschlossen meine Reisetasche als verdächtig einzustufen und sie genauestens auf Sprengstoffe oder was auch immer zu inspizieren. Die Tasche würde mir in den Folgetagen zugestellt, hieß es. Das doofe war nur, dass ich keine frische Wäsche im Handgepäck hatte und das Shirt was ich anhatte, war schon gut am müffeln.

Der alles verändernde Reisetipp:
Habt immer Wechselklamotten im Handgepäck für den Fall, dass euer Gepäck nicht ankommt!

Bendjas Traveltips

So begann unser erster Tag also damit, einen Laden ausfindig zu machen, der früh morgens schon auf hatte, denn wir waren jetlag-bedingt ja schon früh auf den Beinen.

Da in Brooklyn aber noch nichts auf hatte, fuhren wir gleich mal mit der Metro direkt zum Times Square, wo ab 9 Uhr eine H&M-Filiale öffnete. Wir fuhren die komplette Subway-Strecke unterirdisch, weshalb der Flash dann superheftig war, als wir Station verließen und plötzlich inmitten gigantischer Häuserschluchten standen. Ich war überhaupt nicht darauf eingestellt, dass mich das so umhaut wird, aber das tat es, meine Freunde!

Staunend und stinkend spazierten ich zum H&M, wo ich mich nun endlich auf Kosten der Lufthansa neu einkleiden konnten. Das Stinken hatte ein Ende!


Es dauerte allerdings drei weitere Tage bis das Gepäck endlich da war! Und das war richtig nervig, weil wir zweimal früher als geplant zurück nach Brooklyn fahren mussten, um dort auf den Fahrer zu warten, der dann gar nicht kam.

  • Kleine Info am Rande: Für das verspätete Gepäck hat mir die Lufthansa 100€ für Kleidung, 10€ für Food (ja nicht zu großzügig) und die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Unterkunft erstattet.



3.3 Ain’t no Sunshine (8 Tage kein einziger Sonnenstrahl)  

Ihr kennt das bestimmt. Ihr seid endlich an eurem Urlaubsort und die ersten Tage waren nice, doch dann blickt ihr auf die Wetter-App und seht nur Regen, Wolken und Regenwolken, un ihr denkt euch nur: „dein Ernst?“ Als Verfechter des Reisens zur optimalen Reisezeit wurde ich vom Wetter maßlos enttäuscht. Der September ist ja eigentlich perfekt für einen Städtetrip in New York. Die Hitze ist over, die Kälte noch nicht da und es sind nirgendwo mehr Ferien.

Nachdem der erste Tag uns durch 33 Grad und strahlender Sonne beinahe einen Sonnenstich bescherte, haben wir die restlichen Tage nicht ansatzweise einen Hauch von Sonne gesehen. 2, 3 Tage davon waren komplett verregnet. Der Grund dafür war u.a. der Hurrikan Florence, welcher sich grade von den Kapverdischen Inseln in Richtung Südostküste der USA machte. Dieser verlor zwar kurz vor Erreichen der USA seine Kraft und wandelte sich in einen Tropensturm um, aber er hatte dennoch Überschwemmungen, Verwüstungen, Stromausfälle und leider auch 23 Todesopfer in North und South Carolina sowie Florida zur Folge.


In Anbetracht dessen ist Jammern über das Wetter aber unangebracht. Außerdem bietet New York ja unzählige Schlechtwetter-Aktivitäten. So besuchten wir das sehenswerte MoMA (Museum of modern Art) und das Museum of Natural History (Erinnerungen an den Film Nachts im Museum mit Ben Stiller wurden wach). Wir trieben uns in Traditionskaufhäusern wie dem Macy’s oder dem Bloomingdale‘s herum und warfen einen Blick ins Tiffany & Co und das Madame Tussauds (ok, das aber auch nur, weil wir gerade am Time Square waren und der Eintritt im New York Pass enthalten war).

Am letzten Tag gab es tatsächlich noch einmal kurz Sonne auf dem Top of the Rocks-Aussichtsplattform. 🙌🏽



3.4 Der traurigste Tag meines Lebens

Diese Headline ist natürlich überdramatisiert, aber das Kind in mir weinte Tränen. Und zwar geht es um einen Ausflug auf die Halbinsel Coney Island in Südbrooklyn. Dort steht mit dem Luna Park einer der legendärsten Vergnügungsparks von Welt. Er existiert bereits seit 1887 und war Schauplatz in diversen Filmklassikern. Mit der Subway brauchten wir 50 Minuten dorthin. Die Fahrt dorthin war aber schon cool, da wir erstmals auf Hochbahntrassen fuhren und viel von Brooklyn zu sehen bekamen. Dafür alleine hat es sich schon gelohnt.

Die Wetterprognose war ja leider für die ganzen nächsten Tage bescheiden, aber in Coney Island sollte an dem Tag, als wir hinfuhren, der Regen am frühen Nachmittag aussetzen. Dem war leider nicht so, aber: ICH LASSE MICH DOCH NICHT VOM WETTER IN MEINER FREIHEIT EINSCHRÄNKEN!!1!  Dafür aber von den Parkbetreibern. Der Park war zwar irgendwie geöffnet, aber alle Fahrgeschäfte und eigentlich auch alle Buden aufgrund des Wetters geschlossen. Und so konnte ich mir nur vorstellen, wie spaßig die Rides mit dem Wonderwheel, dem Cyclone (die legendäre Holzachterbahn) und den vielen anderen Fahrgeschäften gewesen wären. Das zusätzlich Traurige war, dass der New York Pass* unzählige Free-Rides enthielt, die wir nicht nutzen konnten. 😭 Ich war schon sehr enttäuscht.

Trost spendete mir die kurze und windige Begegnung mit dem Atlantik am Coney Island Beach (Meeresluft ist immer 1 Wohltat) und vor allem ein Hotdog von Nathan’s Famous, einem Kultladen, der ohnehin auf meiner „Bucket List“ stand. Wenigstens dieser legendäre Moment blieb mir vergönnt.



3.5 Wie ich als pensionierter Sprechgesangskünstler es doch noch fertig brachte, einmal im Leben in New York einen aufzurappen!

Als wir eines Abends wieder in unserer Hood ankamen, hörten wir aus der Bar Stratosphere an der Utica Avenue Livemusik. Wir steckten unsere Köpfe durch die Tür, woraufhin der Türsteher uns gleich freundlich reinbat. Wir nahmen an einem Tisch Platz, bestellten Bier und schauten den jammenden Muckern zu, die in ihre Besetzung immer ein wenig wechselten. 

Nach dem ersten Bier verspürte ich den Impuls nach vorne zu gehen und mich als Rapper anzubieten. Beim nächsten Stück durfte ich dann gleich ran. Allerdings sah ich keinen Sinn darin, irgendwelche alten deutschsprachigen Text von mir zu rappen, die eh keiner versteht. Tja, was habe ich dann wohl gemacht? Auf Denglisch gefreestyled natürlich. Dabei kamen fantastische Wortkreationen heraus, wie „i am in Brooklyn since five days, it is sooo nice, i smoke Purple Haze!“ oder „I have to go home to my mother in law/ so sieht es aus, mein Shit is raw!“ Die erste Reihe hatte jedenfalls Spaß an meiner Darbietung und Partystimmung gemacht.

Somit hab ich eine Sache gemacht, von der ich damals nur träumen konnte: 1 Mal in New York rappen.

Hier noch ein kleiner Instastory-Überbleibsel meiner überragenden Performance. BTW folgt mir ruhig auf Instagram!



Anekdote 6: Wie wir uns plötzlich im ultraorthodoxen Judenviertel wiederfanden

Es war der letzte Tag vor unserer Abreise. Das Wetter war wieder besser und wir besuchten mit dem Radel noch einmal unsere Lieblingsorte. Nach dem wir 2-3 Stunden in DUMBO abgehangen haben, radelten wir nochmal rüber zu den Hipstern nach Williamsburg.
Auf dem Weg dorthin landeten wir plötzlich und völlig unvorbereitet inmitten einer Gegend, in der ausschließlich ultraorthodoxe Juden leben. Die Männer waren alle schwarz gekleidet, mit Filzhüten, Kippas oder sogenannten Schtreimeln. Die Frauen hatten normale Alltagskleidung an, aber aus einer anderen Zeit. Es war auf einmal eine völlig andere Welt. Faszinierend und befremdlich zugleich.

Tatsächlich handelte es sich zum Großteil um strenggläubige Einwanderer aus Europa, die sich hier in einer Enklave zusammengefunden hat, in der sie sich streng und bewusst vom westlichen und weltlichen Lebensweise abschirmten. Die Entwicklung im hippen Williamsburg ist denen daher ein Dorn im Auge.
Unsere kleine Durchreise verlief zwar ohne besondere Vorkommnisse oder Menschenkontakten, aber diese zufällig erhaschten Eindrücke bin ich dankbar.


4 Meine persönlichen 10 New York Highlights

So Leude, nun stelle ich euch meine Top 10 Highlights vor. Es handelt sich hierbei nicht um die typischen Top- Sehenswürdigkeiten, sondern eher um Erlebnisse, die entweder meine Erwartungen übertroffen haben, die uns weitere Facetten von New York offenbarten oder die uns eine besondere Freude gemacht bzw. irgendwie getouched haben.



Highlight 1: Williamsburg (inkl. Smorgasburg Streetfood)

Williamsburg ist ein Stadtteil im Norden Brooklyns. Es ist ein ehemaliges Arbeiterviertel, dass sich in den letzten Jahre zu einer Hipster-Hochburg gemausert hat. Das Viertel ist daher recht, jung, szenig, kreativ, retro, hip usw. Leute, wo lieber fernab des Mainstreams shoppen tun, werden hier ihre Freude an den vielen Klamottenläden, Boutiquen, 2nd-Handshops und Vintage-Läden (wo z.B. Alben-Klassiker auf Tape noch verkauft) haben. An fancy Restaurants & Cafés mangelt es hier ebenso wenig wie an Streetart.

Sehr nice fanden wir den Smorgasburg Streetfood-Market, der jeden Samstag (außer im Winter) direkt am Ufer des Hudson Rivers stattfinden. Die Foodauswahl ist enorm und die View auf Manhattan amazing. Ich denke heute immer noch sehnsüchtig an das jamaikanische Jerk-Chicken und den japanischen Squid zurück. Ich habe da einfach mal 50$ verfressen.

Also, falls ihr an einem Samstag in New York seid, dann wisst ihr, wo ihr fürstlich schlemmen könnt. Der Smorgasburg Food-Market findet übrigens auch in Jersey City, im Prospect Park (Brooklyn)und in der Nähe vom WTC in Lower Manhattan statt.

Infos https://www.smorgasburg.com/



Highlight 2: Mojito mit View (Rooftop Bar 1 Hotel Brooklyn Bridge)

Das Stadtviertel DUMBO ist im Vergleich zu Williamsburg eigentlich schon ein Stanni-Tourispot, ähnlich wie die Freiheitsstatue oder das Empire State Building. Zu verdanken ist dies insbesondere dem Insta-Hotspot Number 1, die Washington Street mit der Manhattan Bridge im Hintergrund. Gefühlt kommt niemand zurück aus New York ohne hier ein Bild oder Selfie von sich zu machen.

Unser DUMBO Highlight (kann auch sein, dass es offiziell schon zu den Brooklyn Heights gehört) war aber die Rooftoop-Bar des 10-stöckigen 1 Hotel Brooklyn Bridge. Wir konnten uns dort flauschiges Plätzchen ergattern. Der Mojito mit amazing View über den Hudson River auf die Manhattan Skyline war jeden seiner 17 $ Wert.

  • Wenn ihr 450€ + als Budget für eine Übernachtung in New York habt, könnt ihr euch auch hervorragend im 1 Hotel Brooklyn Bridge* einquartieren.



Highlight 3: Das 9/11 Memorial am 11. 9.

Wenn man schon am 11.9. in New York ist, liegt es nahe, den Besuch des 9/11 Memorials auf diesen Tag zu legen. Zum einen war ich neugierig zu sehen, wie die Amis mit dem Jahrestag dieses historischen Ereignisses umgehen, zum anderen denke ich auch, dass es eine intensivere Art und Weise ist, sich damit auseinander zu setzen. Was ich schon mal gut fand, ist, dass an der Gedenkfeier, die bis in den späten Nachmittag ging, nur Angehörige teilnehmen können.

Wir besuchten die Gedenkstätte, als sich der Tag langsam dem Ende neigte. Es war sehr voll dort. Die mächtigen Brunnen – welche den Grundriss der ehemaligen Twin Tower abbildeten – waren beleuchtet. In den Namenstafel waren lauter Blumen gesteckt, vermutlich von den Angehörigen. In Richtung Süden blickend sah man die beiden Lichtstrahlen, die in den Nachthimmel schienen und die Twin Tower symbolisierten.


Die Stimmung vor Ort war andächtig, bedrückt und ernst. Doch ich hatte das Gefühl, dass es die Menschen einte. Wildfremde Personen kamen miteinander ins Gespräch und erzählten sich gegenseitig, wie sie diesen Tag erlebten. Wir unterhielt uns z.B. mit einer New Yorkerin, die im Schulbus saß, als das erste Flugzeug in den Tower krachte. Jeder Mensch (ich sag mal älter als 27) hat seine Story zum 9.11., aber es ist noch mal viel heftiger, sie von Leuten zu hören, die direkt vor Ort waren.

Alles in allem war es ein sehr intensives, bedrückendes „Happening“, dass einem das Ausmaß jener erschütternden Ereignisse aus dem Jahre 2001 noch mal erstaunlich nah brachte.



Highlight 4: Soho

Soho befindet sich nördlich von Chinatown und westlich von Little Italy. Beides sehr sehenswerte Stadtteile, die auch bei Touristen sehr hoch im Kurs stehen. Den Stadtteil Soho hatte ich vorher nicht so richtig auf dem Schirm.

Was Soho so charmant macht, sind die vielen Cast-Iron-Buildings, ein Baustil der aus dem 19.Jahrhundert stammt. Es handelt sich dabei um alte Lagerhäuser, dessen Trademark die Feuertreppen und die aus Gusseisen hergestellten Verzierungen der Häuserfassade sind. Diese Cast-Iron-Häuser stehen heute unter Denkmalschutz. Inzwischen sind die meisten jener ehemaligen Lagerhäuser zu Lofts (oder Lofte?) umfunktioniert worden.

Als wir dort waren, fand grad die Fashionweek in der Nähe statt und wir konnten am Rande einige „Shootings“ beobachten.



Highlight 5: Supreme Store (Williamsburg)

New York ist natürlich das Shopping Mekka schlechthin und wer wäre ich, wenn nicht auch in mir ein kleines Mode-Opfer stecken würde. Ich habe mich jedenfalls auf den Supreme Store in Williamsburg gefreut. Supreme ist eine Klamotten-Marke, die ihre Wurzeln in der New Yorker Skateboardszene hat. Die Klamotten erscheinen stets in kleiner Auflage, weshalb es nicht gerade leicht ist, an die begehrten Stücke zu kommen. Die Klamotten sind oft sehr bunt, auffällig und für meinen Geschmack auch oft etwas drüber. In Deutschland gibt es erst seit 2021 Jahr einen Supreme Store und zwar Berlin.

Lange Rede kurzer Sinn. Ich wollte, wenn ich schon mal in New York bin, auf jeden Fall dort zuschlagen und bin auch fündig geworden. Geworden ist es ein Sweatshirt mit Stoffpuppen-Motiven des 2012 verstorbenen Künstlers Mike Kelley. Eine seiner Puppen erlangte Berühmtheit als Album-Cover der New Yorkischen Rockband Sonic Youth („Dirty“, 1992). Die 160 € für den Pulli taten dank der Lufthansa-Kohle (siehe Anekdote 1) zum Glück überhaupt nicht weh.



Highlight 6: Cupcake ATM von Sprinkles

Das ist eigentlich ein Highlight der Maus, aber ich hab ihre Freude so gespürt, dass ich es auch zu meinem Highlight von mir wurde. Die Firma Sprinkles ist eine Art Bäckerei, die sich auf Cupcakes spezialisiert hat. Es gibt Filialen in ganz USA, von den einige mit einem Cupcake ATM ausgestattet sind. In New York steht allerdings nur dieser eine Laden und zwar in der Upper Eastside (780 Lexington Ave), 3 Blocks vom Fuße des Central Parks entfernt.

Die Maus hat natürlich die ATM-Bestellung sehr zelebriert und ich musste von ihr einige Stories und Bilder schießen. Ich selber bin nicht sooo die Donut- und Cupcake-Naschkatze, aber diese Cupcakes waren göttlich! Wir empfehlen die Geschmacksrichtungen Chocolate-Marshmallow oder Vanilla-Cupcakes! Sollte jetzt eure Vorfreude bereits steigen, muss ich euch enttäuschen, denn den Automaten gibt es leider nicht mehr! Warum auch immer. Aber die Sprinkles-Filiale steht dort immer noch und die Cupcakes werden hundert Pro genauso vorzüglich schmecken!



Highlight 7: Der High Line Park

Der High Line Park war eine Sehenswürdigkeit, von der ich ehrlich gesagt, nicht all zu viel erwartet habe. Es handelt sich um eine alte Hochbahntrasse die 2014 zu einem Spazierpark umfunktioniert wurde. Aber natürlich haben wir geschaut, was es damit auf sich hat und was soll ich sagen? Unsere gesamte Reisecrew war begeistert. Wir sind den 2,3 km langen Park sogar ein zweites Mal durchlaufen.

Es gibt hier viel Streetart und anderweitige Kunst zu bestaunen und immer wieder geile Views in die Straßen Chelseas bzw. auf des Meatpacking Disctrict. Der Abstecher in den den Chelsea Market ist ebenfalls sehr lohnenswert. Am nördlichen Ende der High Line erwartet dich übrigens der Hudson Yard, das Vessel-Gebäude und der 2020 eröffnete Wolkenkratzer „30 Hudson Yard“ mit der Aussichtsplattform Edge. Das wären dann 3 weitere Argumente für den High Line Park.



Highlight Nr. 8: Straßenmusiker in den Subway Stationen

Sehr gefeiert habe ich die Straßenmucker in New York. Besonders in Erinnerungen sind mir zwei ältere Soulherren in einer Subway, wo supernice zweistimmig accapella gesungen haben und der Sänger Sugar Bear Kahn Hightower, der an der 34 St. Herald Sq Metro Station mit seiner portablen Anlage Disco und Uptown Funk vom Feinsten von sich gab. Der Gitarre spielenden Naked Cowboy, der meist am Time Square sein Unwesen treibt, ist uns nicht über den Weg gelaufen. Aber den fühle ich auch nicht so.



Highlight Nr. 9: Mit dem Bike durch New York

Es gibt Großstädte, die ich instant mit Radfahren assoziiere. Da wären vor allem Amsterdam oder Kopenhagen zu erwähnen, aber ganz bestimmt nicht New York. Doch auch in New York wird es immer selbstverständlicher sich mit dem Fahrrad fortzubewegen. Unsere Fahrradfahrerlebnisse haben zwar weniger in den tiefen Häuserschluchten von Manhattan stattgefunden, sondern eher am Hudson River und in Brooklyn, aber es war definitiv ein Highlight über die Williamsburg Bridge und die Brooklyn Bridge zu fahren. Man fühlt sich dabei auch immer ein bissel wie ’n Local.

Fahrräder könnt ihr euch entweder bei einem Fahrradverleih besorgten oder ihr benutzt die City Bikes, von denen es in der ganzen Stadt verteilt etlich Stationen gibt. Dafür braucht ihr nur die App und eine Kreditkarte. Ich kann jedem nur empfehlen sich in New York aufs Bike zu schwingen und das Gefühl von Freiheit, Flexibilität und Unabhängigkeit zu genießen.



Highlight Nr. 10: Manhattan bei Nacht

Sich die Skyline von New York bei Nacht reinzuziehen ist einfach zu krass. Es sollte definitiv auf eurer Agenda stehen, eine Aussichtsplattform bei Dunkelheit zu besuchen. Bei uns war es das Empire State Building. Es war zwar sauvoll da oben, aber das vergisst man einfach, wenn man oben die Stadt offenen Mundes bestaunt, während einem der Wind um die Ohren pfeift.

Auch ein Must-See ist der Time Square bei Nacht. Dieser ist mit seinen ganzen Lichtern und Neonleuchtreklamen eine Welt für sich und die Stimmung ist dort einzigartig. Falls ihr ohnehin vorhabt ein Musical am Broadway zu besuchen, werdet ihr automatisch in den Genuss kommen, den Time Square bei Nacht zu erleben. Wenn nicht, dann unbedingt einplanen!

Da wir ja außerhalb Manhattans gewohnt haben, kamen wir nicht automatisch in den Genuss, die Skyline bei Nacht zu erleben. Deswegen waren die beiden Male, umso beeindruckender!



5 Overview Reiseoverview: Alle Aktivitäten unserer 9 Reisetage

Falls ihr euch fragt, was wir die ganzen 9 Tage so gemacht haben und wie wir die Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten kombiniert bzw. unter einen Hut bekommen haben, hier der Übersicht.
Hierbei haben wir keinen akribischen Plan geschmiedet, aber dennoch geschaut, wie sich Orte strategisch gut kombinieren lassen. Wir haben einige Ort auch zwei oder dreimal besucht, weshalb ich denke, dass man alle Orte auch in nur 7 Tagen besichtigen könnte.


Tag 1: Ankunft in Brooklyn spätabends

Tag 2: Frei Schnauze durch Manhattan

  • Time Square (H&M wegen „stink“ und New York Pass)
  • Von Canal Street – Chinatown – Brooklyn Bridge – DUMBO
  • Sightseeing Cruise Circle Line Südspitze mit Freiheitsstatue
  • Wall Street & chillen im Battery Park

Tag 3: Hop-On Hop-Off

  • Grand Central Station, Bryant Park
  • Time Square
  • Hop-On Hop-Off-Bus-Tour (New York Public Library, Empire State, Supreme Court, Wall Street Bulle, One World Observatory, Hudson Yards)
  • Broadway, Shake Shack, Madame Tussauds

Tag 4: Williamsburg mit Fahrrad

  • Bike The Bridge Rental (Seaport), Bike entlang des Hudson River zur Williamsburg Bridge
  • Williamsburg (Smorgasburg Street Food Festival) + Shopping rund um die Bedford Avenue
  • Über DUMBO und Brooklyn Bridge zurückgeradelt

Tag 5: American Museum of Natural History & Macy’s

  • Upper West Side, American Museum of Natural History
  • Macy’s (Midtown South)
  • Abends Essen im Chez Oskar (Stuyvesant Heights, Brooklyn)

Tag 6: Coney Island und Midtown Manhattan

  • Coney Island / Luna Park
  • Fahrt mit Subway über die Manhattan Bridge, Radio City Music Hall, MoMA
  • 5th Avenue: St. Thomas Church, Trump Tower, Tiffany & Co, Bloomingdale’s, Sprinklers
  • Stratosphere Studios (Crown Heights)

Tag 7: Highline, Soho & Little Italy, 9/11 & Empire State

  • Meatpacking Disctrict, High Line, The Vessel (im Bau), Hudson Yards
  • Little Italy-Soho-China Town
  • One World Trade Center & 9/11 Memorial
  • Empire State Building bei Nacht

Tag 8: Cruise Circe Line

  • Hudson Yards, Cruise Circle Line (2. Bootstour)
  • High Line (2. Mal) + Chelsea Market
  • Time Square bei Nacht

Tag 9: Brooklyn on a Bike: DUMBO & Williamsburg

  • Von Crown Heights nach DUMBO mit City Bikes
  • Cocktail Hotel 1 Rooftop Bar
  • Williamsburg

Tag 10: Abreisetag

  • Time Square & Luggage Hero (40$)
  • Top of the Rock, Nintendo Store, Rockefeller Plaza
  • Central Park



Zum Abschluss noch ein paar allgemeine Eindrücke.

6 Fazit New York

New York ist eine Stadt, die man einmal in seinem Leben besucht haben sollte. Dieses Feeling in den Häuserschluchten unterwegs zu sein, in eine Subway einzusteigen oder Manhattan von der anderen Seite des Flusses zu betrachten, ist einmalig.

Um die Stadt einigermaßen zu ergründen, solltet ihr hier mindestens 5 Nächte bleiben. Dann vermutlich mit vollem Timetable. Chilliger wird es wohl ab 7 Tage werden. Ihr macht bei dieser Stadt aber auch mit 2 Wochen nichts verkehrt, je nachdem wie gut ihr klar kommt, in solchen Metropolen. In diesem Falle könnt ihr dann auch mal Ausflüge nach Washington, Boston, Philadelphia oder die Niagara Falls einstreuen.

Was ihr aber bedenken müsst, ist, dass New York gut ins Geld geht! Besonders teuer ist Essen gehen und die ganzen Eintrittspreisen. Also sorgt für ein ausreichendes Reisebudget. Schließlich fliegt man ja nicht nach New York, um sich dort jeden Tag Stullen zu schmieren.



7 Reisebericht New York auf der Map



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📷 Alle Bilder wurden mit einer Canon Powershot G7x* geknipst.

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8 Weitere New York Artikel, die in Planung sind

  • 50 Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten für 7 Tage New York (Coming soon)
  • 10 Food Spots, die du unbedingt abchecken solltest (Coming soon)
  • 15 Essential Reisetipps für New York (Coming soon)



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4 thoughts on “Reisebericht New York: 9 Tage Brooklyn & Manhattan – Erfahrungen und Highlights

    1. Hi Sanne,

      an manchen Orten führt als Reiseenthusiast einfach kein Weg weg vorbei. New York ist einer davon. Ich hoffe, du kommst schon bald in den Genuss! 🙂

      Herzliche Grüße zurück

      Bene

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