Urlaub in Dänemark (Teil 2): Kopenhagen in 3 Tagen – Shopping und Sightseeing

Die Strøget, Kopenhagens Einkaufsmeile

Nach 5 erholsamen Tagen in Nordseeland setzten wir unseren Urlaub in Dänemark mit 3 Tagen Sightseeing in Kopenhagen fort. Ich hab mich sehr auf diesen Städtetrip gefreut, da ich noch nie wirklich in Kopenhagen war. Ok, ich war einmal im Alter von 5 oder 6 Jahren im Tivoli-Park, dem Vergnügungspark mitten in Kopenhagen, habe aber irgendwie keine Erinnerungen mehr daran. Unbedingt sehen wollte ich den Nyhavn und die Maus war als großer Fan von skandinavischen Design vor allem sehr interessiert an den ganzen Einrichtungs- und Interiorläden, sowie den Stores der skandinavischen Modemarken. Ansonsten haben wir uns keine großen Pläne gemacht. Wir wollten uns treiben lassen und gucken was passiert.
Überrascht hat mich die relativ überschaubare Einwohnerzahl von 580.000 Einwohnern. Kopenhagen ist damit kaum größer als Hannover! Wie dem auch sei, hier in unserem Reisetagebuch erfährst du , wie wir Kopenhagen in 3 Tagen erlebt und entdeckt haben – und wie es uns in der dänischen Hauptstadt gefallen hat.


Tag 1 – Ankunft und erste Erkundungen im Zentrum


Check-in Copenhagen Islands Hotel

Von Gilleje nach Kopenhagen brauchten wir etwas mehr als eine Stunde. Es liegt ja nur 64 km auseinander. Unser Hotel war das modern daherkommende Copenhagen Island Hotel. Es liegt an einer Hauptverkehrstraße und ist daher gut mit dem Auto zu erreichen. Die Rückseite des Hotels liegt am Wasser und zwar am Kanal des Sydhavns. Die Zimmer waren erwartungsgemäß schön schlicht und komfortabel. Leider hatten wir ein Zimmer mit Blick zur Hauptstraße, was jetzt kein Weltuntergang ist, aber zum Wasser wäre aber schöner gewesen. Solltest du mal in diesem Hotel übernachten, äußere beim Buchen den Wunsch auf ein Zimmer mit Hafenblick. Übrigens kostete das Zimmer in etwa 170€ die Nacht, was für kopenhagensche Verhältnisse im mittleren Preissegment einzuordnen ist.


Auf in die Innenstadt

Nach dem Check-In spazierten wir ohne bestimmtes Ziel Richtung Stadtzentrum. Ok, unser Ziel war schon die Innenstadt, aber wir hatten jetzt keinen bestimmte Laden angepeilt oder so. Um ins Zentrum zu gelangen, mussten wir ca. einen Kilometer am Hafenkanal entlang spazieren. Bei der Langebro Brücke ging es dann nach links am Tivoli Park vorbei und schon waren wir am Rathausplatz angelangt. Dort beginnt nämlich die Strøget, Kopenhagens 1,8 km lange Einkaufsmeile.


Nach noch nicht mal 2km Fußmarsch waren wir also im belebten Stadtzentrum. Wir schlenderten die Strøget und ihre Seitenstraßen rauf und runter und ließen den Nachmittag beim Shoppen und Snacken verstreichen. Unter anderem habe ich eine Regenjacke gekauft, 1 Frozen Joghurt und 1 dänisches Hotdog gegessen.


Der Sydhavn und Streetfood

Am Abend spazierten wir wieder am Ufer zu unserem Hotel zurück. Es war auch noch einiges los. Leute spazierten umher, chillten am Ufer oder waren in Kanus und Booten unterwegs und genossen so den milden aber schönen Sommerabend. Ach wie gut, dass unsere Hotel so nah am Wasser gebaut ist – ein sentimentales Hotel sozusagen (ok schlechter Witz).


Netterweise standen neben unserem Hotel bzw. vor dem Einkaufszentrum Fisketorvet einige Foodtrucks herum. Wir gönnten uns was Leckeres vom peruanischen Stand. Normalerweise liegt mir immer viel dran, ausschließlich einheimische Küche Urlaub zu essen im. Da aber Kopenhagens eben auch für Streetfood und internationale Küche bekannt ist, war das somit kein Bruch mit meiner kulinarischen Prämisse.
Den Abend ließen wir gemütlich Serien guckend im Hotel ausklingen.




Tag 2 – Kopenhagen per Boot und Fahrrad.


Heute mit Fahrrad

Den zweiten Tag starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück. Nach mehreren Tagen Selbstversorgung ist ein Frühstücksbuffet mal wieder eine sehr feine Sache. Für die heutige Kopenhagen-Erkundung liehen wir uns diesmal Fahrräder vom Hotel. Kopenhagen ist bekanntlich eine Fahrradstadt und da muss man einfach mal mitmischen. Als erstes ging es wieder Richtung Zentrum. Wir erkundeten vor allem die Seitenstraßen nördlich der Strøget mit seinen vielen kleineren Geschäften und Boutiquen. Beim Erkunden stößt man hier und da auch auf einige interessante Bauwerke, wie das Universitätsgebäude und diverse Kirchen.


Panoramaview vom Rundetårn

Wir schlenderten allmählich Richtung Rundetårn (übersetzt: Runder Turm, wer hätte das gedacht 🙂 ), eine den wir auch bestiegen. Oben genossen wir den Blick auf Kopenhagen bei inzwischen sonnigen Wetter. Von dort konnte man wunderbar bis zu Öresundbrücke schauen, die Brücke die Schweden und Dänemark verbinden. Das Besondere am Rundetårn ist, dass er keine Stufen hat. Es geht zwar wendeltreppenmäßig hinauf, nur eben auf einer Schräge. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Pferdetreppe, die es Kutschen erlaubte, ganz hoch zu fahren.

Zwei Straßen weiter standen wir schon wieder auf der Strøget, genauer gesagt am Amagertorv, der vom Storchenbrunnen geschmückt wird. Von dort zogen wir weiter, vorbei am königlichen Theater zum wunderschönen Nyhavn. – ein Ort, der wahrscheinlich auf den Bucket-Listen etlicher Reisenden aus aller Herren Ländern steht – und das nicht ohne Grund!


Endlich mal am Nyhavn + Bootstour

Am malerischen Nyhavn ist es wirklich sehr nice. Wir saßen dort einige Zeit auf einer Parkbank rum und haben diesen Ort einfach auf uns wirken lassen, die Menschen beobachtet und natürlich Fotos geknipst ohne Ende. Die dortige Atmosphäre mit der bunten Häuserkulisse, den Schiffen und den flanierenden Menschen ist schon einzigartig.


Vom Nyhavn machten wir eine gemütliche, einstündige Bootstour durch den Hafen und die vielen Seitenkanäle, die sehr empfehlenswert ist. Man sieht viele Sigthseeing-Spots von Kopenhagen (u.a. die kleine Meerjungfrau, das Schloss Amalienborg, das neue Opernhaus, etc.).


Shopping again

Danach ging es für wieder zurück ins Zentrum zum Shoppen. Die Maus war vor allem vom Design-Warenhaus Illums Bolighus am Amagertorv angetan, wo man auf 4 Etagen dänische Designklassiker von Arne Jacobsen, Louis Poulsen, etc. findet. Weitere Stationen waren das Hay Haus, der Vans Store, Urban Outfitters und das berühmte Traditionskaufhaus Illum – ein wirklich hübsches Gebäude.


Streetfood at its best: Papirøn

Die Einkäufe brachten wir erst mal ins Hotel. Nach einer kurzen Kaffeepause radelten wir zum Papirøn, einem Streetfoodmarket der in einer ehemaligen Lagerhalle am Wasser liegt (leider geschlossen seit Dezember 2018 ). Es war natürlich sehr voll! Dafür hatte man eine sehr große Auswahl und alles sah sehr köstlich aus. Ich brauchte 20 Minuten, um mich zu entscheiden, weil ich erst alle Optionen durchchecken musste. Ja, große Auswahl ist wirklich ein Qual für mich. Die Wahl fiel bei mir auf koreanisch. Man muss dort schon etwas geduldig sein, weil die Schlangen teilweise recht lang sind und es auch nicht so einfach ist, einen guten Platz zum Essen zu bekommen. Mit dem etwas Glück fanden wir draußen einen Tisch. Mit vollem Magen radelten wir gemütlich quer durch die Stadt zurück ins Hotel und beendeten unseren 2. Tag.  



Tag 3 – Christiania, Meerjungfrau und Stadtstrand

Ein Morgenrun is more than fun

Vorbildlich begann unser Tag mit einem Morgenrun am Kanal. Das Wetter war ein Träumchen und unsere 10km Strecke eine kleine nette Sightseeing Tour. Wir liefen am Wasser hoch bis zum Opernhaus und zurück durch Christianshavn mit seiner Erlöserkirche und so. Das Frühstück schmeckt außerdem nach sportlicher Aktivität noch viel leckerer.


Christiania, wie es leibt und lebt

Gut gestärkt radelten wir nach Christiania, der autonomen Hippiestadt und schauten uns dort ein wenig um. Es waren erstaunlich viele Touristen da, die mit dem Lifestyle der Einwohner nicht den Hauch einer Schnittmenge besaßen. Das war irgendwie merkwürdig anzusehen. Ansonsten ist es dort sehr interessant dem täglichen Treiben der Hippies zusehen mit ihren Werkstätten, bemalten Häusern und dem Geruch von Weed 🙂

Da der Streetfoodmarkt von gestern (Papirøn) gleich um die Ecke war und es uns dort sehr gemundet hatte, fuhren wir auf einen kleinen Snack (1 Eis) wieder dort hin. Diesmal konnten wir uns sogar zwei der begehrten Liegestühle am Wasser schnappen, was den Besuch nochmal um einiges aufgewertet hat.


Die kleine Meerjungfrau gehört einfach dazu

Das nächste Ziel war die kleine Meerjungfrau. Auf der Bootstour am Vortag konnten wir sie und die fotografierende Menschenmeute dahinter schon bestaunen. Wir wussten also was uns erwartet, dennoch wollten wir sie aus der Nähe inspizieren. Auf dem Weg zur ihr kamen wir am Schloss Amalienborg mit seinem kleinen Park (Amaliehaven) mit schönen Brunnen vorbei. Viele empfehlen ja, sich dort die Wachablöse anzugucken, aber das hatten war an dem Tag gar nicht auf das dem Schirm. Nächstes Mal vielleicht. Direkt hinter der Meerjungfrau liegt übrigens das Kastell von Kopenhagen, eine sternförmige Festung aus dem 17.Jh die man sich auch gleich mit anschauen kann.


Hipster-Viertel Nørrebro

Die nächste Station war der Stadtteil Nørrebro, Kopenhagens Hipster-Viertel mit vielen kleinen Läden, Boutiquen und Secondhand-Shops. Es liegt oberhalb der Kopenhagener Seen, wo es sehr schön war mit Rad lang zu fahren. Im Café 22, das direkt am Wasser liegt, gönnten wir uns einen Kaffee. Danach klapperten wir einige Läden ab und ich kaufte mir ein nices Hemd.


Mittagessen Restaurant Nova

Ein wenig planlos waren wir bei der Suche nach einem Restaurant. Wir fuhren zurück Richtung Innenstadt, wo wir in der Nähe der Universität das Restaurant Nova, wo man draußen nett sitzen konnte. Das Essen sah gut aus, war aber eher mäßig.

Strand und Meer am Amager Strandpark

Da wir noch soviel Nachmittag übrig hatten, entschieden wir uns spontan an den Strand zu fahren. Genauer gesagt, an den Amager Strandpark, der knapp 7 km von der Strøget entfernt ist. Dort blieben wir ca. 1 ½ Stunden und genossen bei Eis und dänischer Waffel das sommerliche Wetter. Schön ist auch, dass man vom Strand aus die Öresundbrücke im Blick hat. Wir hatten kurz vor dem Urlaub die Netflix-Serie „Die Brücke“ geguckt, in der Öresundbrücke eine zentrale Rolle spielt. Das ist dann immer cool Sachen aus dem TV in live zu sehen.


Abendessen im kopenhagenschen Meatpacking District

Abends fuhren wir in ein thailändisches Restaurant im Stadtteil Kødbyen, das gleich hinter den Eisenbahnstrecken gegenüber von unserem Hotel liegt. Es wird gerne als Meatpacking District (wie der Stadteil in Manhattan, New York) bezeichnet. Es hat viele Restaurants und Bars und ist eine ziemlich belebte und beliebte Gegend, der wir das nächste Mal mehr Aufmerksamkeit schenken werden. Das Restaurant bzw. das Essen war allerdings nicht der Oberkracher und so wurde unsere letzter Urlaubstag nicht ganz so perfekt abgerundet. Aber halb so wild. Wir hatten drei superschöne Tage in Kopenhagen und davor 5 superschöne Tage in Gilleleje.



Tag 4 – Farvel Dänemark

Morgens im Hafenschwimmbad

Leider unser Abreisetag. Aber zwischen Frühstück und Check-Out nutzte ich nun endlich die Gelegenheit, das Hafenschwimmbad hinter dem Hotel zu nutzen. Ich hatte die ganze Zeit schon den Drang verspürt, vom Sprungturm zu springen. Ich machte ein paar Arschbomben vom Dreimeterturm und schwamm ein paar Bahnen. Das Spielkind in mir war zufriedengestellt und wir konnten nun ganz entspannt unserer Heimfahrt antreten.



Farvel Dänemark

Nach 8 wunderbaren Tagen in Dänemark fuhren wir gut erholt, aber auch etwas wehmütig wieder in die Heimat.Die Fährüberfahrt von Rødby nach Puttgarden symbolisierte das endgültige Ende unseres Urlaubs. Ich für meinen Teil muss sagen: Kopenhagen in 3 Tagen ist sehr gut machbar, was vor allem daran liegt, dass die Entfernungen nicht weit sind. Auch die Kombination mit vorher 5 entspannten Tagen in Nordseeland kann ich uneingeschränkt empfehlen.
Wir freuen uns aber schon auf den nächsten Dänemark Urlaub! Nächstes Mal vielleicht im Herbst oder Winter? Vielleicht an der Nordseeküste? Vielleicht in Kombination mit Schweden? Wer weiß.


Wenn euch mein Reisebericht Kopenhagen in 3 Tagen gefallen hat und ihr noch mehr über Sightseeing in Kopenhagen wissen wollt, empfehle euch meinen Artikel „10 Sachen, die du in Kopenhagen unbedingt machen solltest“. Da habe ich zu einigen Sehenswürdigkeiten noch genauere Infos und Tipps für euch zusammengesammelt.

Was wir vor Kopenhagen in Nordseeland erlebt haben, erfährst du im ersten Teil meines Reiseberichts “Urlaub in Dänemark – 5 Tage Entschleunigen in Nordseeland”.

Aber vielleicht habt ihr noch Tipps für unseren nächsten Kopenhagen Trip? Was haben wir verpasst, was müssen wir sehen? Schreibt es mir in die Kommentare. Ich bin neugierig und freu mich.

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