Balate Tree, Mount Bandilaan & Pool Hopping – (Philippinen Tag 20)

Panorama View auf dem Mount Bandalaan in Siquijor

Balate Tree, Mount Bandilaan & Pool Hopping: Es ist inzwischen unser 5. Tag auf Siquijor und wir haben längst noch nicht alles gesehen. Daher rollern wir heute zum 400 Jahren alten Old Enchanted Balete Tree und begeben uns auf den 557 Meter hohen Mount Bandilaan, um diese wunderschöne Insel mal von oben zu betrachten. Der Nachmittag wird im Zeichen des von mir ins Leben gerufene und jetzt schon legendäre Pool-Hopping stehen. Schauplatz diese Happenings ist der Coco Grove Beach Resort: 1 Resort, 4 Pools, auf geht’s!


About philippinischen Instant Kaffee

Wir sind mal wieder vor dem Frühstück aufgewacht, was bei uns in Asian nichts ungewöhnliches ist. In dem Zusammenhang gibt es zwei Sachen, die ich während unserer Philippinenreisen lieben gelernt habe, über die ich hier noch nicht berichtet habe:
Nr. 1: der Wasserkocher, Nr. 2 der Instant-Nescafe.

Bei fast allen Unterkünften gehören die beiden Dinge zur Grundausstattung. So konnten wir stets die Zeit zum Frühstück überbrücken und den Tag mit nem Käffchen auf dem Balkon oder am Strand begrüßen. Der Instantkaffee ist natürlich kein adäquater Kaffeeersatz, aber ist zu einem geschätzten Morgenritual geworden. Ihn gibt es in 3 verschiednen Kombinationen: entweder in schwarz oder mit Kaffeeweisser (den hatten wir immer) und mit Kaffeeweiser plus Zucker, aber der ist „Baah ey!“ 

On the Road again“

Um 9 ging es wieder on the Road mit dem Balate Tree als erstem Ziel. Als wir uns im Ort mit etwas Proviant eindeckten, fiel uns auf, dass die Straßen mit Wimpeln und kleinen Fähnchen dekoriert worden sind. HIer findet wohl demnächst eine Festlichkeit statt. Was genau, werden wir noch herausfinden.


Zum Balate Tree ging es in Richtung Osten. Er liegt auf halber Strecke zu den Cambugahay Falls direkt an der Hauptstraße. Etwas verwirrt hat mich die Lage doch, da wir dort bereits zweimal vorbeigefahren sind und keinen Baum wahrgenommen haben. Als wir ankamen war mir auch klar wieso: Es war ein etwas größerer Platz mit Restaurant, sanitäre Einrichtungen, Parkplatz, Tickethäuschen, kleinen Souvenirläden und rechts daneben gaaaanz unscheinbar, der verwunschene Baum mit kleinen Spa-Becken. Wir haben uns die Umgebung ganz anders vorgestellt und dachten er liegt in einem verwunschenen Märchenwald.


Old Enchanted Balate Tree

Wir parkten unseren Scooter für 10 php und mussten für die Nutzung des Fish-Spas 60 php zahlen. Der Balate Tree an sich ist schon schön. Es ist ein sogenannte Banyan-Feige, dessen markantes Merkmal die Mehrstämmigkeit ist. 400 Jahre soll der alt sein!

Für idyllische Märchenwaldfotos waren wir aber etwas zu spät. Am Spa-Becken saßen schon einige Touristen, die sich die Hornhaut von den Fischen abknabbern ließen. Als wir uns dazusetzten, ließen die Fische nicht lange auf sich warten. Ich hab es keine 3 Sekunden ausgehalten und bekam sofort den Lachkick des Grauens. Nee, bin zu kitzelig, das hat 3 Jahre zu vor bei einem Fisch-Spa in Thailand auch schon nicht geklappt. 


Selfie-Spaß beim Fish-Spa

4 Mädels einer chinesischen Reisegruppen nahmen neben uns Platz und rückten Ann-Katrin immer mehr auf die Pelle. Sie wollten nämlich heimlich ein Selfie mit ihr machen. Sowas ist der Maus nicht zum ersten Mal passiert. Sie wusste gleich was Sache ist und willigte fröhlichen ein. Dann nahm die Selfie-Session Fahrt auf. Währenddessen die Begeisterung für Ann-Katrins Gesicht „so cute, you have such a small face, my face is like moon, hahaha“
Zu unseren linken Seite entdeckten wir noch der eine nette deutsche Taucher von von der gestrigen Tour nach Apo Island am Becken mit seiner Familie. So klein ist Siquijor. 


Fresh Buko, Vodoo Puppen und Love Potion

Wir gönnten uns noch ’nen frisch zurecht gehackten Buko-Juice und ließen etwas Zeit verstreichen. Zwischenzeitlich ist es leerer geworden und nach vielen Annäherungen mit den Fischen, konnte ich das Geknabbere nun aushalten und die Spa-Anwendung über mich ergehen lassen.
Bevor wir weiter zogen, kauften wir noch etwas Schnick Schnack: Eine siquijor’sche Stoffvoodoo-Puppe mit Rastas, zwei Flaschen Hexenöle uns und einen Liebeselexier für eine Freundin. 



Next Stop: Mount Bandilaan


Anfahrt

Wir bogen direkt in Nebenstraßen durchs hüglige Inselinnere zum Mount Bandilaan, dem höchsten Punkt Siquijors. Der Weg zum Mount Bandilaan National Park war teilweise ausgeschildert. Dabei passierten wir mehrere kleine Siedlungen und Dörfer, die uns die Philippinen von seiner ursprünglichen Seite zeigten. Hühner waren am Krähen und Ziegen chillten auf den Straße. Ansonsten nur Ruhe und Natur, keine Touris weit und breit.Nach einer 3/4 Stunde und mehreren hundert zurückgelegten Höhenmetern kamen wir an. Es war etwas spooky, weil außer uns niemand da war. Man hörte keine anderen Stimmen, nur Geräusche aus dem Dschungel.


On Top of Siquijor

Wir parkten den Scooter am Straßenrand, gingen den einen kleinen asphaltierten Weg hinauf und mussten noch einige Treppenstufen meistern. Ein Touri-Pärchen kam uns entgegen. Der Hauch von Zivilisation in dieser Stille war beruhigend. Auf dem höchsten Punkt muss man auf nur noch einen 6 – 8 Meter hohen Turm rauf.
Und so befanden wir uns ca. 557 Meter über null und bestaunten die hochgewachsenen Pflanzen und Bäumen, die uns die Sicht in 2 von 4 den Himmelsrichtungen versperrten. Das war leider ein kleines Manko. In die anderen Richtungen aber konnte man die gesamte Insel überblicken. Das war schon ganz nett.
In der Nähe des Viewpoints befindet sich übrigens eine Schmetterlingsfarm, aber die hat uns nicht interessiert. 2013 haben wir uns in Puerto Princesa auf Palawan schon eine Schmetterlingsfarm angeschaut von daher hatten wir keinen Bedarf.


Wir haben kein Ziel aber wir fahren weiter

Wir schwangen uns auf den Scooter und verließen den Mount Bandilaan Nationalpark – diesmal blind Richtung Norden. Der Weg über den Norden war etwas angenehmer, weil die Straßen zum Ende hin breiter wurden und besser ausgebaut waren. Als wir langsam Richtung Küste kamen wurden wir immer wieder mit nicen Views aufs Meer belohnt. Am Circumferential  Road (der besagte Mainroad, der einmal um die Insel führt) angekommen, entschlossen wir uns nun doch direkt zurückzufahren – den Mainroad aber entlang. Eigentlich wollten wir den Norden erkunden, aber wir hatten genug vom Cruisen und wollten nachmittags lieber doch im Resort abhängen. 

Back im Coco Grove

Um kurz nach 1 waren wir wieder zu Hause. Wir genehmigten uns Burger und Pommes am Salamanders Restaurant mit Meerblick. Meine Prämisse nur philippinischen Food oder Stuff aus dem Meer zu essen, habe ich für heute kurz über den Haufen geworfen. Ich habe es auch nicht bereut, denn es ist einfach ein perfekter Strandsnack.


Das jetzt schon legendäre Pool-Hopping

Der Nachmittag sollte episch werden, denn er stand unter dem Motto Pool-Hopping. Wie kann man sich das vorstellen, fragt ihr euch sicherlich. Nun, das Coco Grove hat 3 verschiedene Pools und noch eine Hidden-Becken, die heute von uns bebadet werden, eins nach dem anderen. Ein Resort-Map verlinke ich dir hier, dann kannst du dir mal ein Bild von dem großen Resort-Gelände.


Pool 1: Casa Coco

Der erste Pool war der Casa Coco Pool, den wir in den ersten beiden Tagen schon ausgiebig getestet haben. Er liegt direkt hinter der Rezeption und ist sehr hübsch in das Resort eingebettet. Konzipiert ist er für Nichtschwimmer geeignet und ist daher sehr flach – daher weniger für Arschbomben geeignet. Ich weiß das, denn ich habs probiert. Hier war meist nicht so viel los, was ein Pluspunkt für den Pool ist.


Pool 2: Olympic Size Pool

Die anderen beiden Pools liegen direkt in der zweiten Reihen vom Strand. Pool zwei, der Olympic Size Pool, ist wohl der beliebteste, den hier chillten einige Gäste. Von flach bis tief (4 Meter) ist alles dabei und man hat das Meer und die Palmen immer im Blick. Der Hauptgrund für die Beliebtheit ist aber mit Sicherheit die Poolbar. Ich gönnte mir einen Tanduay Coke – also Rum Cola. Tanduay ist der philippinischen Nationalrum und den sollte man sich hier unbedingt mal zu Gemüte führen! Es gibt den von billig bis teuer. Da ich eher der Whisky Fraktion angehöre, kann ich den Rum als Verkostungsgut nicht beurteilen. Aber als Rum-Cola ist der günstige Tanguay definitiv empfehlen. 


Pool 3: Beach Side Pool

Der „Beach Side Pool“ ist noch ein Stück weiter weg und ist etwas kleiner als die anderen beiden. Es sind auch weniger Gäste hier. Es hat keine Pool-Bar, aber Getränke bekommt man direkt daneben an der Garden Bar. Ähnlich wie Pool Nr. 2 hat man hier Meerblick, nur eine Palmenreihe trennt den Pool vom Strand. Auch hier legten wir uns für ne weitere halbe stunde auf die faule Haut und genossen das Leben.


„Pool 4“: Natural Spring

Abschließend gingen wir in das etwas abseits gelegene Becken. Es ist kein offizieller Pool, sondern wird auf der Resort Map als Natural Spring (natürliche Quelle) bezeichnet. Es ist aber tief genug um drin zu planschen, weswegen es offiziell im Pool-Hopping-Katalog mit aufgenommen wurde. Aufgrund der Blumen drumherum und der Art wie er eingebettet ist es der hübscheste Pool. Sehr „instagramable“ sagt man ja heutzutage. Demnach war es auch nicht verwunderlich, dass wir ein paar Minuten warten mussten, bis das Pärchen vor uns mit ihrer Fotosession fertig waren…. Und so komplettierten wir unser Pool-Hopping-Event in etwa 3 Stunden.


Ein bisschen Spa muss sein

Ich habe für 18 Uhr eine traditionelle Full Body Massage im Kalma Kamay Spa des Coco Groves gebucht. Mit so Vorab-Massage-Appointments tagsüber tu ich mich immer schwer im Urlaub, weil es Spontanität rausnimmt und es auch nerven kann, wenn man den Tag danach planen muss. Aber einmal muss sein. Die Uhrzeit ging zwar auf Kosten des Sonnenuntergangs, aber was soll’s, einmal mal ordentlich Durchgeknetet zu werden tat sehr gut. 
Abendessen genehmigten wir uns wieder am Sunset Restaurant. Die beiden Strandrestaurants sind einfach Urlaubsfeeling pur und die Küche war Bombe!


Fazit des Tages

Der Mount Bandilaan und der Balate Tree gehören meiner Meinung nach nicht zu den „Must-unbedingt-Sees“ von Siquijor. Es ist jedenfalls nichts, wo ich Leuten anraten würde, unbedingt noch einen Tag für länger zu planen. Für Leute, die n bisschen mehr Zeit mitgebracht haben und eine Insel gerne ausgiebig erleben möchten, lohnt sich das schon eher.
Der Mount Bandilaan ist halt schon etwas ab vom Schuss und die Aussicht und der Ort an sich haben jetzt nicht spezielles irgendwie.
Der Balatee Tree hingegen ist schon abgefahren. Leute, die ein außergewöhnliches Motiv suchen oder ihr Instagram-Game upsteppen wollen, haben da sicher ihre Freude. Der Fish-Spa ist vielleicht nicht jedermanns Ding, aber hier ist definitiv ein guter Spot, um es mal auszuprobieren. Der Baum liegt auf den Weg zu den Cambugahay Falls und dem Salagoong Beach. Da man nicht mehr als eine halbe Stunde Aufenthalt einplanen muss, kann man den Balate Tree mit einem der beiden Ziele kombinieren.



Tag 20 auf der Map




Fortsetzung folgt

Morgen wird es noch chillger. Es wird viel im Resort herumgelungert und Hängematten-Hopping betrieben. Außerdem werden die Kajaks vom Coco Grove ausgetestet. Also wer Lust auf einen chilligen Tag mit uns hat, der klicke hier: (sobald der Bericht fertig ist)!


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