Ankunft in Manila + Anreise (Tag 1+2: Tripreport Philippinen)

Wolkenkratzer und Palmen in Manila

Im Februar und März 2018 machten meine Frau Ann-Katrin (im Folgenden: die Maus) und ich zum zweiten Mal Urlaub auf den Philippinen, dem Land der 7641 Inseln. 3 1/2 Wochen lang waren wir unterwegs und bereisten die philippinische Bergwelt im Norden (Banaue), die Inselwelt der Visayas (Cebu, Siquijor) und die Hauptstadt Manila und Umgebung.
Die Millionenmetropole Manila war, wie schon 2013, der Ausgangspunkt unserer Reise. Das liegt vor allem daran, dass meine Verwandten hier und der Kleinstadt Cardona (50 km von Manila entfernt) leben und wir sie selbstverständlich besucht haben.
Wie unsere genaue Route aussah und nach welchen Aspekten wir unserer Reiseroute geplant haben, erfährst du in diesem Artikel: Urlaub auf den Philippinen-Routenplanung.
Ansonsten gehts genau jetzt los mit unserem Abenteuer Philippinen.



Tag 1: Anreise mit China Airlines


Anreise nach Frankfurt

Zwei Tage vor dem Abflug lag ich noch mit Fieber im Bett und ich verfluchte mein Leben. Das war es dann mit dem Urlaub, dachte ich. Erstaunlicherweise war ich am Samstagabend wieder richtig fit und so konnte es am frühen Sonntagmorgen des 25.02.2018 per Flugzeug von Hannover nach Frankfurt gehen. Das Thermometer zeigte Minus 8 Grad und signalisierte uns, dass es nun wirklich Zeit ist abzuhauen.
Es ist übrigens unsere erste Fernreise bei der wir nicht mit dem ICE zum Frankfurter Flughafen fuhren. Erspart blieb mir nun die Angst aufgrund irgendwelcher gravierender Bahnverspätung den Flug in Frankfurt zu verpassen. Vor allem blieb uns die nervige Zugfahrt auf der Rückreise erspart.
In Frankfurt angekommen brachten wir als erstes unsere Winterjacken zur Wintermantelaufbewahrung und das solltest ihr auch machen, wenn ihr im Wintern in den Süden fliegt. Der Flughafen Frankfurt hat diesen Service 2012 ins Leben gerufen und wir nutzten ihn nun zum dritten Mal. Pro Jacke zahlt man 50 Cent am Tag. Seit dem nie wieder mit Winterjacke in die Sonne.

“Keine Lust deine Winterjacke mitzuschleppen, wenn du in die Sonne fliegst? Nutze den Wintermantelaufbewahrungs-Service am Frankfurter Flughafen!”

Bendjas Traveltipps



Abflug mit China Airlines

Wir flogen wieder mit China Airlines über Taipeh nach Manila. Diesmal buchten wir allerdings Plätze in der Premium Economy, was unser Flugerlebnis um einiges komfortabler gestaltete. Man hat am Fenster nur eine 2er statt 3er Reihe und um einiges mehr Beinfreiheit. Ich habe versucht am Laptop eine Hausarbeit zu beginnen (größter Fail sowas im Urlaub zu versuchen), schmökerte im Reiseführer und spielte viel Solitär auf dem Boardcomputer oder wie man das nennt. Es gab leider kaum Filme auf Deutsch, also schaute ich Mord im Orientexpress auf Englisch ohne Untertitel und merkte, dass es nicht der beste Film für jemanden mit mittelmäßigen Englischkenntnissen ist. Naja egal.
Nach Asien fliegt man bekanntlich der Sonne entgehen, weshalb es schnell Nacht wurde und Schlafenszeit angesagt war.



Tag 2: Ankunft in Manila

Die ersten Eindrücke

Um 6 Uhr morgens landeten wir nach 12 1/2 Stunden Flugzeit in Taipeh, von wo aus anderthalb Stunden später der Flug nach Manila ging. Nach weiteren 2 Stunden Flug kamen wir um kurz nach 10 Uhr dann endlich im sonnigen Manila. Direkt am Flughafen deckten wir uns an einem ATM mit philippinische Pesos ein und kauften uns jeder eine Sim-Karte mit 8GB Datenvolumen – die hat sich letztes Mal gut bewährt.
Draußen am Taxistand weiss man erst mal gar nicht so recht, welche Taxis vertrauenswürdig sind. Man wird schnell abgefangen und gefragt, wo es hingehen soll. Je aufdringlicher die Dudes sind, desto skeptischer sollte man sein. Irgendso ein Shuttle Unternehmen wollte uns für die Fahrt zu unserem Hotel im Stadtteil Quezon fast 3000 Pesos abknüpfen, also 60€ -70€. Ja ne ist klar, richtige Abzieher! Wir fanden ein normales Metered Taxi und zahlten am Ende ca. 600 Pesos (10€) für die 15km lange Fahrt zum Novotel. Eine gute Alternative ist es natürlich immer ein Uber-Taxi zu rufen.

Nehmt am Flughafen am besten ein Metered Taxi oder Uber, einige werden versuchen euch überteuerte Festpreise anzudrehen”

Bendjas Traveltips


Die erste Fahrt durch die 15 Millionen Metropole Manila find ich immer recht spannend, weil es einfach viel zu schauen gibt. Man merkt auch, wie schnell sich eine Stadt in 5 Jahren verändern kann. Vieles war uns aber vertraut, vor allem das Straßenbild: Bunte Jeepneys, knatternde Tricycles, Straßenstände wo Köstlichkeiten anbieten inmitten der Wolkenkratzer. An Eindrücken mangelt es jedenfalls nicht.


Check-in im Novotel in Quezon-City

Tag Nummer 2 auf der Map

Der Check-In im Novotel ging schnell von statten. Für 135 € buchten wir ein normales Doppelzimmer inklusive Frühstück. Wir wohnten relativ weit oben und hatten eine Top-View auf die Wolkenkratzer von Makati (unbedingt beim Buchen vermerken, daß ihr gerne in den oberen Etagen wohnen wollt!).
Wir bestellten ganz faul Essen aufs Zimmer, anstatt loszugehen, da wir von der Anreise noch etwas gerädert waren. Ich bekam ein verdammt köstliches Chicken & Pork Adobo, eines der besten Adobos, das ich je aß.
Danach wollten wir eigentlich die Gegend erkunden, aber der Jetlag machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir pennten ein und wachten 3 Stunden später erst wieder auf. Na toll! Zum einen ärgerte mich die „verlorene“ Zeit, zum anderen wollten wir eigentlich dem Jetlag entgegen wirken und gleich in den richtigen Rhythmus kommen.
Wie auch immer, wir checkten danach die Pool-Area des Hotels aus und hatten danach vor, ein wenig die Gegend in Araneta City (der Stadtteil im Stadtteil Quezon sozusagen) zu erkunden.  


Zu Fuß durch Araneta City, Quezon

Vor unserer Haustür gab es diverse Einkaufszenter (z.B. das Shopwise Araneta), einen Sportkomplex (Smart Araneta Coliseum) und einen Farmer Market, was vor allem für Philippinen-Neulinge interessant sein könnte. Die Einkaufszentren entpuppten sich jedoch mehr als Ramsch-Läden und hatten nichts gemeinsam mit den großen modernen Malls, wie die Robinson Mall oder Mall of Asia. Aber es war schön das vertraute “Yes Mum, yes Sir!” wieder zu hören.
Unabhängig davon ist es in einer belebten Stadt wie Manila schon ein Abenteuer einfach planlos durch die Gegend zu laufen. Am meisten freute ich mich darüber wieder Jeepneys zu sehen. Jeepneys sind alte US-Militär Fahrzeuge, welche die G.I.’s nach ihrem Abzug von den Philippinen zurückließen. Die Philippinos haben diese dann zu “öffentlichen” Transportmitteln umfunktioniert. Jedes Jeepney ist individuell gestaltet und der Kreativität und Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.


About philippinisches Fastfood und Spaghetti

Unser Abendessen nahmen wir tatsächlich bei Jolibee ein, die größte philippinische Fastfood-Kette. Ich bestellte ein Menü bestehend aus einer Hähnchenkeule und Spaghetti nach Philippino Art. Geile Kombi, oder? Jetzt weiss auch, wo meine Mutter ihr kompositorisches Verständnis von Essen her hat, denn sie servierte mir damals auch gerne mal Nudeln mit einer Bratwurst als Beilage. Das habe ich als kleiner Boy schon nicht verstanden.
Die philippinischen Spaghetti haben übrigens nicht im Ansatz was mit italienischer Küche zutun. Es handelt sich um eine süßliche Tomatensauce auf die man sich mental einstellen muss – aber dann kann man es lieben. Übrigens, ein weiteres vermeintliches NoGo: Die Spaghetti werden durchgeschnitten und zerkleinert. Auch ein Move, den ich von meiner Mutter kenne und den ich bis dato nicht verstanden habe.

“Achtung: Die Tomaten-Sauce bei philippinischen Spaghettigerichten ist süß, außerdem werden die Spaghettis halbiert oder geviertelt, da sie nicht wie bei den Italienern mit der Gabel aufgewickelt werden! “

Bendjas Travelwarnungen

Zurück im Hotel gönnten wir uns bei Lounge-Mucke einen Cocktail am Pool und genossen die laue Abendtemperatur (also den Pool, nicht den Cocktail). Ich würde sagen, der Urlaub hat begonnen. Gute Nacht und bis morgen.



Fortsetzung folgt

Hier geht es zum nächsten Tag (Nr. 3) des Tripreports: Es geht von Manila für 3 Tage nach Cardona, eine Kleinstadt am Laguna de Bay, der größte Binnensee der Philippinen. Dort besuchen wir meine Onkels und Tanten, wo wir insgesamt 3 Nächte blieben. Ihr bekommt also einen Einblick in das alltägliche Leben der Philippinos.

Link zu Tag 3: Von Manila nach Cardona – Die Family is calling

Über Grüße & Feedback in der Kommentarspalte freue ich mich sehr

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