One Night in Dumaguete (Philippinen Tag 23)

Das Dumaguete Sign am leuchten

One Night in Dumaguete: Wir verlassen das Paradies, schippern mit einer in die Jahre gekommenen Kleinfähre auf die Nachbarinsel Negros, gucken beim philippinische Stockkampftraining zu, flanieren auf Dumaguetes leicht müffelnden Baywalk entlang und bekommen ins Gedächtnis gerufen, dass Sextourismus auf den Philippinen ja auch noch existiert. All das und noch viel mehr gibt es in diesem Beitrag zu lesen.




Bye Siquijor! Why one Night in Dumaguete?

7 Tage auf Siquijor gingen leider schneller um als wir dachten. Wir haben viel von der Insel gesehen, aber hatten auch genug Zeit zum Runterkommen. Wir packten unsere 7 Sachen und hingen noch ein wenig im Resort ab, bevor die Reise weiterging. Unser heutiges Ziel ist die Stadt Dumaguete auf der Nachbarinsel Negros. Ursprünglich wollten wir mehrere Nächte dort verbringen, aber im Laufe der Reiseplanung sind wir immer mehr davon abgekommen. Inzwischen ist die eine Nacht in Dumaguete nur Mittel zum Zweck, denn am Tag darauf geht morgens um 8.30 Uhr von dort aus unser Flieger nach Manila. Die direkte Anreise zum Flughafen am frühen morgen von Siquijor aus war uns irgendwie zu gewagt. Auf den Philippinen ist es immer besser Pufferzonen einzubauen, weil Fahrplanzeiten eher ungefähre Richtwerte sind, als dass sie penibel eingehalten werden.



Leaving Siquijor im rostigen Kahn

Gegen Mittag fuhr uns der Resort-Shuttle rüber zum Hafen nach Siquijor Town. Schnell Ticket gekauft für die 1 Uhr-Fähre und dann in der kleinen Wartehalle etwas Zeit verdödelt. Als ich die kleine Fähre sah, war ich jetzt nicht sonderlich begeistert. Es handelt sich um die schon etwas in die Jahre gekommen MV GL Express der Firma GL Shipping Lines. Tja, was soll man machen? Egal, die Philippinos die hier täglich mit den Dingern fahren, leben ja auch noch. Das Gepäck wurde einfach in den Durchgängen gestapelt und dann konnte es los gehen. Die Fahrt verlief ohne besonderen Vorkommnisse. Ich würde trotzdem in Zukunft trotzdem lieber auf die Ocean Jet Ferry zurückgreifen. Das sind die modernsten und sichersten Fähren.

Informationen über Abfahrtszeiten bekommt ihr hier https://siquijordirectory.com/ferryshippings/




Hi Dumaguete

Nach anderthalb Stunden Fahrt kamen wir in Dumaguete an. Von dort ging es dann per Tricycle zu unserem Hotel, dem St. Monica Beach Club, der etwas südlich vom Stadtkern Dumaguete lag. Fahrzeit dorthin etwa 10-15 Minuten. Gebucht haben wir es am Vortag über booking.com, und zwar das Deluxe Zimmer für 4500 php. Kein Schnäppchen muss ich zugeben! Angesprochen hat uns aber vor allem die schöne Hotelanlage mit dem Pool und dass es direkt am Meer liegt.
Der Check-In verlief unkompliziert, die Mitarbeiter waren super nett und an den hellen weißen Zimmern gab es auf den ersten Blick erstmal noch nichts auszusetzen.



Rumhängen im Sta. Monica Beach Club


Pool, Food & Locals

Den Nachmittag verbrachten wir im „Club“. Die meisten lohnenswerte Aktivitäten und Ausflugsziele liegen eh außerhalb von Dumaguete und eines davon jetzt noch anzusteuern, würde sich nicht mehr lohnen. Einziger Plan war abends Flanieren auf dem Baywalk.
Wir schwammen ne Runde im hübschen Pool und testeten die Liegen. Danach gönnten wir uns einen Mittagssnack im dortigen Restaurant. Die Fried Chicken Pieces und der Garlic Rice war genau nach meinem Gusto. Die Pizza von der Maus….ah ich weiß nicht, sah nicht geil aus. Bestellt auf den Philippinen besser keine Pizza, wenn ihr noch gesehen habt, wie sie aussieht 😀
Draussen vor dem kleinen Ministrand machten derweil ein Angler-Dude mit Kids ihr Boot ready. Einheimische bei ihrem daily Business zuzusehen, ist immer interessant.



Philippinischer Stockkampf

Parallel dazu fand auf dem Hotelgelände ein Trainigssession im philippinischen Stockkampf an, was wir uns natürlich reinzogen. Ich habe mich mit dieser Sportart noch nicht wirklich befasst, aber ein Kumpel von uns hat das in Deutschland für längere Zeit praktiziert (Grüße raus an Freddie). Es ist jedenfalls ein Kampf der lange Tradition hat. Es heißt, dass es Stockkampf-Kämpfer waren, die im 16 Jahrhundert die spanischen Entdecker-Crew um Magellan in Cebu zurückgedrängt hätten. Die Ausübung des Kampfstils wurde später unter spanischer Kolonialherrschaft verboten. Er wurde aber im Verborgenen weiter praktiziert. Diese und noch weitere Infos gibt es hier z.B. hier.



Wohlfühlfaktor & Mini-Fliegen

Zurück auf dem Zimmer mussten wir feststellen, dass wir uns irgendwie nicht so 100% wohl drin fühlte. Erstens zu kalt klimatisiert (ok, kann man einstellen) und trotz der prinzipiellen Sauberkeit war das Zimmer irgendwie doch unrein. Schwer zu sagen, einfach etwas in die Jahre gekommen, einfach kein Zimmer, wo man gerne lange drin chillt.
Auch unangenehm war, dass auf dem wirklich hübschen Gelände ständig so Minifliegen einem auf die Nerven gingen. Keine Ahnung was das für Viecher waren, gestochen wurden wir jedoch nicht.

What about Sextourismus?

Drittens wurden wir das erste Mal auf dieser Reise mit vermeintlichen Sextouristen konfrontiert. Auf dem Gelände trafen wir mehrere Pärchen in folgender Konstellation: Alter dicker weißer Mann und blutjunge kleine Philippina. Sowas hat mich damals 2005 in Angeles (Stadt im Norden der Philippinen, ehemaliger Ami-Stützpunkt, u.a. für sein Rotlichviertel bekannt) schon abgeturnt. Dass Dumaguete ebenfalls für das Angebot von Call Girls & Escort Services bekannt ist, war mir neu. Es ist prinzipiell natürlich schwer zu unterscheiden ob Call Girl, Zweckbeziehung oder echte Liebe ist, wenn man so ein Pärchen sieht, daher will ich nicht alle über einen Kamm scheren, aber generell ist Sextourismus ist auf den Philippinen eine existente Begebenheit, wenn auch nur in wenigen Orten.
Wir stellten für uns fest: wir vermissen das Coco Grove Resort jetzt schon.


Baywalk Dumaguete

Wie dem auch sei! So gegen Abend machten wir uns per Tricycle auf den Weg zum Dumaguete Baywalk. Baywalks sind immer nett. Abends am Meer flanieren, irgendwelche Fressbuden abklappern und gucken was die Locals so treiben ist immer gut. Nach einem 10-15 minütigen Ride ließ uns der Tricycle Dude direkt am südlichen Ende des Baywalks raus. Was gab es zu sehen? Eigentlich nicht so viel. Links Hotels, Guesthäuser u. Restaurans, dazwischen ein vielbefahrene Straße und rechts der Baywalk der leicht fischig vor sich her müffelte.

Das richtige Treiben ging dann oben erst los. Ins Auge fiel uns ein größerer Fressbereich (Tempurahan Sa Rizal Boulevard) mit recht vielen viel zu kleinen Tischen und Stühlen. Da hätten wir als eher kleinere Europäer schon schlecht drauf gesessen. Aber viele Philippinos speisten hier. Dann gab es noch einige Straßenständen die Capies, Seife, Kosmetik und Souvenirs, etc. verkauften und kleine Eis- und kleine Fressbuden fand man hier auch.

Das leuchtende Dumaguete Sign auf dem Baywalk war ein Blickfang und der darüber angebrachte eigene Hashtag „DumaGeTmE“ fand ich stadt-marketing-technisch eine kluge Idee. Asiaten lieben solche Schilder und lassen sich in allen erdenklichen Konstellationen mit ihnen ablichten.



Casablanca Restaurant

Per TripAdvisor App gingen wir auf die Suche nach nem Restaurant. Die Wahl fiel auf das Cassablanca Restaurant, das mit 4 Sternen gut bewertet war. Klingt nicht philippinisch, ist es auch nicht. Ist aber auch nicht marokkanisch. Angeboten wurde laut Karte europäische u mediterrane Küche mit Pasta, Schnitzel, Burger, Steaks. Also, eigentlich gar nicht mein Ding hier. Egal, ich entschied mich für frittierten Seafood, das ziemlich stabil daher kam.
Dann ging es back ins Hotel und direkt in die Heia, damit wir morgen fit sind für Manila.





Tag 23 auf der Map




Fortsetzung folgt

Morgen um 8:30 geht unser Flug nach Manila, wo wir unsere letzten beiden Urlaubstage verbringen werden. Geplant ist ein Familientreffen mit den Cousinen meiner Mutter, Shopping in den Malls & und entspannen im Sofitel.


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