Von Moalboal nach Siquijor – In love with the Coco Grove Resort (Philippinen Tag 16)

Ankunft im Hafen von Siquijor

Von Moalboal nach Siquijor ins fantastische Coco Grove Resort:
Von A nach B zu kommen. kann auf den Philippinen häufig zu einem kleinen Abenteuer mit vielen Zwischenstationen werden. So auch bei uns: Um 16 Uhr unseres bisherigen Ritts sind wir bereits seit 7 Stunden unterwegs gewesen und befanden uns auf der 2. Fähre, unserem 6. Verkehrsmittel des Tages. Der heutige Tag zeigt übrigens auch, dass das Wetter sehr abenteuerlich auf den Philippinen sein kann. Als wir mit der Autofähre die Hexeninsel Siquijor ansteuerten, lichtete sich die Wolkendecke. Wir ließen das düstere Negros zurück und fuhren direkt ins sonnige Siquijor! Viel Spaß mit dem Tripreport Tag 16!



How to from Moalboal nach Siquijor

Erstmal vorweg: Es gibt von Moalboal theoretisch zwei Möglichkeiten nach Siquijor zu kommen.

1. Man fährt zurück nach Cebu City um von dort mit die Oceanjet Schnellfähre zu nehmen, die in twas 5 Stunden brauch: Man steigt nur zweimal um. Nachteil: Lange Fahrtzeit (3 Stunden Bus, 5 Stunden Fähre), man fährt eigentlich einen großen Umweg und wir sind Strecke Cebu City – Moalboal schon 3 mal gefahren. 

2. Man fährt mit einem Bus die Westküste runter bis an die Südspitze Cebus, setzt dort mit einer Fähre rüber nach Negro, um von Negros mit einer Fähre nach Siquijor weiterzureisen.

Wir entschieden uns für die zweite Variante, um auch noch ein bisschen mehr vom Land zu sehen. Zu erwähnen ist, dass wir überhaupt nicht genau wussten, mit welchen Fähren wir fahren, wann die Fähren fahren und wie lange wir brauchen werden. Wir machten uns jedoch keine Sorgen, denn zur Not haben wir ja unsere Smartphones mit philippinischen Datenvolumen ausgerüstet und zweitens kann man vieles auch erfragen. Unsere Erfahrung ist, dass man auf den Philippinen immer irgendwie von A nach B kommt. Zur Not nehmen einen nette Philippinos auf ihren Motorrädern mit! Alles schon erlebt, aber ja, wir waren gespannt, wie es heute klappt. 


Die Anreise


Fahrt zur Südspitze Cebus

Der Shuttle vom Les Maisons D’Itac brachte uns zum Public Market in Ronda. Dort stiegen wir um kurz nach 9 Uhr in einen fast leeren Ceres Bus Richtung Bato. Unsere Fahrzeit bis Bato betrug etwa ca. 1 1/2 bis 2 Stunden. In Bato mussten wir vom Ceres Bus Terminal mit einem Tricycle nach Liloan zum Hafen. Die Fahrt dauerte zwar nur ca. 10 Minuten, aber das Wetter war grausig. Zum Glück hatte das Tricycle eine Regenplane. 



Von Cebu nach Negros

Der Liloan Port ist ein ziemlich kleiner Hafen. Die Tickets für die Fähre nach Sibulan (Negros) kosteten ca. 2 Euro pro Person. Losgehen tut unsere um 12 Uhr. Einen Blick in die Abfahrtszeiten findet ihr hier!
Am Port gab es einen Wartebereich, wo man philippinische Speisen kaufen konnte. Ich aß dort ein paar marinierte Pinoy-BBQ-Sticks mit Reis, das geht immer!
Die Fähre ging tatsächlich pünktlich los. Generell, muss ich sagen, fühle ich mich auf Fähren in Dritte-Welt-Ländern nicht sonderlich wohl, es sei denn es sind relativ moderne Schiffe. Unsere Fähre war zum Glück keine Rostlaube, da hätte es uns schlimmer treffen können und hohen Seegang hatten wir auch nicht. Nach knapp 30 Minuten kamen wir in Sibulan an.  


Von Sibulan zum Port of Dumaguette

In Sibulan angekommen, mussten wir wieder ein Tricycle nehmen, um zum 20 Minuten enfernten Port of Dumaguette zu kommen. Die Tricycle Fahrer buhlen schon bei der Ankunft um die Passagiere, man muss sich also nie Sorgen machen, dass man irgendwo nicht weiterkommt. Am besten vorher den Preis ausmachen. Oft kann man noch etwas runterhandeln und wenn man zufrieden ist dann Trinkgeld geben.
Das Wetter war hier übrigens immer noch mies. Am Dumaguette Port angekommen, kauften wir Tickets für die Autofähre von Montenegro Lines. Abfahrtszeit 14.00 Uhr, Kostenpunkt: 130 Peso (2,30 €). Mein favorisierter Anbieter Oceanjet fährt die Strecke auch, aber nur 1mal am Tag und die Fähre war leider schon weg.


Von Dumaguette nach Siquijor

Die Fährüberfahrt dauerte fast 2 Stunden und war eigentlich recht gemütlich. Ich lungerte viel an der Rehling rum, denn während der Fahrt hat sich ein ziemlich faszinierendes Naturschauspiel vollzogen, das die Launigkeit des philippinischen Wetters gut beschreibt. Inmitten der beiden Inseln war quasi die Schlechtwetter-Grenze. Wenn man auf Negros zurückblickte, sah man düstere Wolken und Regen, wenn man nach vorne Richtung Siquijor schaute, sah man blauen Himmel, vereinzelte Wolken und Sonne! Wir fuhren also in die richtige Richtung.


Siquijor Port

In Siquijor angekommen wurden wir von unserem Abholservice des Coco Grove Beach Resorts bereits erwartet. Wir waren irgendwie auch die einzigen Hotelgäste und hatten den Van für uns.
Nun begann der allerletzten Streckenabschnitt im Van, dem 7. Verkehrsmittel des heutigen Tages. Vom Port bis zum Resort waren es auch noch mal 15 km. Es befindet sich im südwestlichen Teil Insel, ca. 2 Kilometer hinter dem Ort San Juan. Der erste Eindruck von Siquijor war, dass die Straßen hier sehr gut in Schuss und im Vergleich zu Cebu schön leer sind. Also Scooter-Driven wird hier sehr entspannt.


Hello Coco Grove Resort

Nach 20 Minuten kamen wir am Coco Grove Beach Resort an und wurden, wie es ganz normal ist auf den Philippinen, superfreundlich empfangen. Deutschland, bitte schneide dir in Sachen Freundlichkeit im Servicebereich unbedingt eine dicke Scheibe von den Philippinos ab! Nur eine!
Wir mussten noch ein paar Minuten warten, bis wir unser Zimmer beziehen konnten, jedoch erhöhten das nette Ambiente, der Begrüßungsdrink, der Vibe an der Rezeption und der Blick auf einen der drei Swimmingpools die Vorfreude auf die 7 nächsten Tage. 


Wichtige Info zu den Buchungen

Übrigens: Wir buchten 5 Monate im Voraus (im Oktober für März) und hatten nicht die Möglichkeit für 7 Tage durchgehend ein Zimmer zu bewohnen – und das bei 100 Zimmern! Aus den wenigen freien Zimmern haben wir uns folgendes zusammengestellt:
Für die ersten beiden Nächte buchten wir den Casa Coco Standard Room –  ein kleines Zimmer ohne Balkon gelegen in dem “Hotelanbau“ Casa Coco direkt über der Rezeption. Der Preis war 3.500 php (60 €) pro Nacht. Für die anderen 5 Nächte gönnten wir uns den Executive Room. Größer, mit einem Balkon, näher am Strand und in der ersten Etage eines Cottages. Kostenpunkt: 6.800 php (ca. 118 €) die Nacht. Eigentlich wollten wir nicht so viel ausgeben, aber die anderen freien Zimmer haben uns einfach nicht so zugesagt.

Zusammenfassung der Kosten

2 NächteCasa Coco Standard Room3.500ph (ca. 60€) pro Nacht
5 NächteExecutive Room6.800 php (ca. 118 €) pro Nacht

“Das Coco Grove Resort sollte ihr besser mehrere Monate im Voraus buchen. Die meisten Zimmer waren 5 Monate vorher bereits weg”

Bendjas Traveltips



Exploring the Resort

Nach dem wir uns in unserem kleinen aber sehr schick eingerichteten Hotelzimmer kurz frisch gemacht haben, erkundeten wir das Resort. 3 Pools, 3 Restaurants ein riesiger Strand wollen schließlich inspiziert werden. 



Wir spazierten den gesamten Strand entlang, tranken einen Fruchtcocktail im Sunset Restaurant und freuten uns über die schöne Anlage. Das Meer war ruhig und schlug fast keine Wellen, der Sonnenuntergang versteckte sich etwas hinter den Wolken und wir fühlten uns, als wären wir nach 2 Wochen Reisen nun endlich angekommen.


Begrüßungsdinner im Sunset Restaurant

Wir gingen zurück in unser Zimmer, chillten kurz, schmissen uns in die Abendgarderobe und gingen wieder zurück ins Sunset Restaurant.
Leider weiß ich nicht mehr genau, was wir aßen, aber es war vorzüglichst.
Wir bekamen als Neuankömmline sogar ein privates Tischkonzert von einer 3 Mann Kombo, bestehend aus Kontrabass, Gitarre und Percussion. Sie sangen u.a. meinen Kindheitssong „Anak“ vom philippinischen Nativ-Rock-Sänger Freddy Aguilar, der von einer Sohn Mutter-Beziehung handelt. Dabei musste ich an meine vor nem halben Jahr verstorbene Mum denken und musste beinah cryen. Gleichzeitig war es natürlich voll schön und ich fühlte mich ihr in diesem Moment in ihrer Heimat wieder sehr nah. 
Der andere Song der mir im Gedächtnis geblieben ist, war “Philippinen Geographie” von Yoyoy Vilame. Superlustiger Song, auf englisch gesungen, wo alle einzelnen Regionen der Philippinen besungen und vorgestellt werden. Ich verlinke euch die beiden Stücke hier mal und sage mit ihnen gute Nacht. 



Hier die beiden nicen Songs unseres Begrüßungs-Tisch-Konzerts



Tag 16 auf der Map




Fortsetzung folgt

Das war der Tag Nr. 16. Morgen werden wir ganz entspannt angehen und eventuell mit dem Scooter schon mal einen Teil der Insel erkundenden. Da wir viel chillen werden, kann es sehr gut sein, dass die nächsten Beiträge kürzer werden. Aber ich denke, das verkraftet ihr.

Zum nächsten Beitrag (Tag 17): Tubod Beach und Siquijor Town

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Über Feedback und Grüße bin ich stets erfreut. Auch Fragen könnt ihr mir gerne stellen. Nutzt dafür einfach die Kommentarspalte.
Machts gut, Bene!


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