Back in Manila – Bayvibes, Mall of Asia und Family Lunch (Philippinen Tag24)

Blick auf Pool-Landschaft und Hochhäuser an der Manila Bay vom Balkon des Sofitels aus (From Dumaguete nach Manila)

Back in Manila! Heute reisten wir von der Insel Negros, genauer gesagt aus der Stadt Dumaguette, zurück nach Manila auf die Hauptinsel Luzon. Wir erfreuten uns an eines wunderschönen Sonnenaufgangs, trafen einen Teil meiner Family zum Lunch in der Mall of Asia, checkten an einem der nicesten Orte in Manila ein und wurden Zeuge, wie mein Laptop von den Toten wiederaufersteht. Und außerdem hatte ich den schlimmsten Flug meines Lebens. Warum? Das erfahrt ihr im Tripreport Philippinen Tag 24, unserem vorletzten Tag auf den wunderschönen Philippinen.


Good Morning, Dumaguete!

Sunrise vom Feinsten

So sehr ich im gestrigen Beitrag meinen Unmut über unsere Unterkunft geäußert habe, um so begeisterter war ich heute von dem wunderbaren Sonnenaufgang! Die Sonne spiegelt sich im Meer und leuchte uns warm ins Gesicht. Ein Hund leistete uns Gesellschaft und der Instant-Café aus unserem Zimmer leistete uns hervorragende Dienste. Nachdem wir in den letzten Wochen ausschließlich auf Sonnenuntergangsseiten gewohnt hatten, war dies eine willkommene Abwechslung für uns Frühaufsteher.



Breakfast im Sta. Monica Beach Resort


Am Frühstück-Buffet des Sta. Monica Beach Resorts gab es nichts auszusetzen – alles was das Filipino-Breakfast-Liebhaber-Herz begeht. Cool war es, mal wieder Daing na Bangus zu frühstücken! Das ist ein fritierter Milchfisch, den ich in einer ziemlich leckeren Variante in Cardona bei Antie Emmie auf dieser Reise schon einmal gegessen hatte.



From Dumaguete nach Manila


Off to Dumaguete Airport

Dann ging es mit dem Shuttle-Service des Hotels zum Sibulan-Airport. Der Flughafen war klein aber fein. In der Wartehalle spielte ein blinder Mann Gitarre und sorgte für schöne Klänge. Ein Massage-Service von blinden Masseuren bot ihre Dienste an, die Ann-Katrin in Anspruch nahm. Unser Flug ging beinahe pünktlich um 8.55 Uhr los. Ich weiß nicht, warum in diesem Urlaub bisher alles Transporte nach Plan verliefen. So kenne ich die Philippinen überhaupt nicht!
Der Flug von Dumaguette nach Manila mit der Cebu Pacific Airlines kostete uns beiden zusammen 9,511,76 PHP (168 € zu dem Zeitpunkt). Geplante Flugzeit: 85 Minuten! Um 10:20 Uhr sollten wir in Manila ankommen.



Das schlimmste Flug meines Lebens

Es dauerte nicht lange bis mir schlagartig übel wurde. Am Flug an sich kann es nicht gelegen haben, weil es keinerlei Turbulenzen gab. Ich kramte in weise Voraussicht schon mal nach der Kotztüte. Anscheinend ein Triggerwirkung, denn ich füllte sie sofort mit Inhalt und es hörte einfach nicht auf. Der Passagier neben mir, ein Deutscher, ca. Mitte bis Ende 40, tat mir sehr leid, denn es gibt nichts schlimmeres, als neben einem kotzenden Passagier zu sitzen (ok, außer selber kotzen). Ich ging nach vorne Richtung Klo und machte fröhlich weiter. Dann kurz Erholung. Wie ein wandelnder blasser Geist ging ich wieder zurück zum Platz. Keine zwei Minuten später ging es wieder los. Ich würgte lauthals und wollte nur noch sterben. Netterweise bekam ich von allen Seiten Kotztüten rübergereicht.  Zurück zum Klo, wo ich dann wieder eine Weile blieb.

Der Landeanflug wurde angekündigt und alle Passagiere sollten sich anschnallen. Es klopfte an der Tür. „Sir, you have to go to your seat“. War mir egal, ich blieb noch 2, 3 Minuten und dann torkelte ich zurück zum Platz. Ein netter älterer  Engländer, der auf den anderen Seite saß, reichte mir ein paar Magentabletten. Danke dafür! Ich glaub ich bin über den Berg. Schuld an dieser Tortur war hundert Pro der frittierte Bangus heute morgen.


Back in Manila


Flughafen zum Hotel

Draußen am Taxistand angekommen ging es mir fast wieder gut. Die Tabletten des Engländers schienen auch schon zu wirken, so dass ich vor Freude ein philippinisches Volkslied auf meiner siquijor’schen Souvenirflöte spielte, die ich zufällig griffbereit hatte.  
Ein bisschen Angst hatte ich vor der Taxifahrt. Zum Glück war es nur eine 20- bis 30-minütige Fahrt zu unserem Hotel in Pasay City.

Check-In Sofitel

Das Sofitel Philippine Plaza Manila befindet sich direkt an der Manila Bay, relativ nah an der Mall of Asia (3km), die wir uns unbedingt mal anschauen wollten. Als wir um kurz vor 12 ankamen waren die Zimmer natürlich noch nicht ready. Wir konnten aber die Sachen bunkern und fuhren mit dem Taxi rüber zur Mall of Asia, wo wir auch später zum Essen mit meiner Tante Juliet und Tante Theresa verabredet waren. Ob das mit dem Essen nach meiner Tortour was wird? Man darf gespannt sein. 


Die SM Mall of Asia


About SM MOA

Die SM Mall of Asia existiert seit 2006 und war zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung die größte Mall in Asien. Es hat dort über 500 Geschäfte und Restaurants, eine Eisbahn, ein Bowlingcenter, ein IMAX und ein Museum. Nebenan befindet sich noch die Mall of Asia Arena und andere Veranstaltungszentren. Die Mall an sich ist schon ein riesiger Komplex, vor dessen Haupteingang eine sehr markante Weltkugel-Skulptur Eindruck schindet. Hinter der Mall auf der Bay-Seite befindet sich eine Art Vergnügungspark (The Mall of Asia Bay Area Amusement Park), den man schon von Weitem durch das Riesenrad (SM MOA Eye) erkennt.

Da ich irgendwie kaum Fotos von der Mall gemacht habe, bette ich euch ein nettes YouTube Video über die MOA ein, damit ihr euch einen Eindruck von der Dimension machen könnt.


Treffen mit meiner Fam aus Manila

Wir waren um 13 Uhr im Abé Restaurant verabredet. Als wir ankamen, saß die Fam schon da <3. Mit dabei waren Tita Juliet, Tita Theressa, Onkel Ding Dong, Cousin Miguelito und zur großen Überraschung Onkel Bobby und seine Frau Elizabeth, die ich im Alter von 10 Jahren in den USA einmal besucht hatte, wo sie heute auch immer noch leben. Beide waren für mehrere Wochen auf den Philippinen zu Gast bei Tante Juliet. Die anderen Familienmitglieder habe ich 2013 das letzte Mal gesehen: Das Wiedersehen ist jedesmal mit leichten Freudentränen verbunden. Hier auch, obwohl wir uns dass erste Ma seit dem Tot meiner Mutter getroffen haben. Die Titas hier sind eigentlich gar nicht meine richtigen Tanten, sondern die Cousinen und Cousins meiner Mutter, aber das wird nicht groß differenziert. Meine „richtigen“ Onkels und Tante haben wir auf dieser Reise bereits in Cardona besucht: Tag 3: Cardona – Die Family ruft.
Familie ist schon was sonderbares. Egal wie wenig man sich sieht, es fühlt sich sofort wie Familie an.


Filipino Food im Abé’s Restaurant

Im Abé Restaurant gibt es Filippino Food. Tita Juliet hat uns mal wieder eingeladen. Sie bestellte von allem etwas, so dass wir ein nettes Buffet auf dem Tisch hatten. Sie ist Frauenärztin in einem sehr renomierten Krankenhaus in Manila. Finanziell geht es diesem Teil der Family sehr gut. Ihre Mutter, einstiges Familienoberhaupt bis 2008, Tiya Oding war zu dem superreich, hat mehrere dutzend Immobilien besessen und wohnte in einem Reichenviertel in Manila.
Nun zurück zum Essen: Es gab viel knuspriges Fleisch, Chicken, Mutton Adobo (Lamm), Crispy Pork, verschieden Reisarten und frittierten Bangus (Milchfisch, der mich heute wohl zum kotzen gebracht hat). Der Reis kam in Bambusröhren daher, die vorher von den Keller von außen showartig angeklopft wurden. Mein Magen und mein Geschmackssinn war von der Tortour vorhin leider noch angeschlagen und ich konnte das fantastische Essen nur in kleinen Happen genießen. Aber ich denke es war köstlich, die Crispyness war auf jeden Fall on Point! 



Nach dem anderthalbstündigen Beisammensein trennten sich unsere Wege allerdings schon wieder. Es ist unter Woche und alle haben ihr Business zu erledigen. Tita Juliet trommelt sonst gerne die ganze Familie zusammen, was aber nur an Wochenenden geht. Es war schön, dass es überhaupt geklappt hat. Wir machten noch ein Abschiedsfoto vor dem Restaurant und zogen los.



Chillen im Sofitel

Superior-Room mit Kingsize Bett und Bayview

Wir schlenderten noch 1 1/2 Stunden durch die Mall, kauften lustige Pärchen-T-Shirts und snackten sogar noch was. Dann fuhren wir zurück ins Sofitel. Unser Superior-Zimmer war nun beziehbar. Bei der Buchung solltet ihr unbedingt den Wunsch äußern, ein Zimmer weit oben haben zu wollen. Unsere Aussicht war fantastisch. Übrigens wird bei den Zimmerbuchung differenziert, ob das Zimmer eine Bayview oder eine Stadtview hat. Die Zimmer mit der Bayview sind etwas teurer (127 € vs. 140€), aber die View ist es wert!
Von unserem Balkon sahen wir neben der Bay auch noch die schicke Pool- und Hotelanlage und die Hochhäuser von Ermita. Richtig schönes Manila-Bay-Feeling hat man hier.


Die Außenanlage

Später gingen wir noch runter und inspizierten den Aussenbereich am Pool mit seinen vielen Liege-und Loungemöglichkeiten. Die Sonne scheint, der Himmel war blau, die Palmen grün und das Meer direkt vor der Nase. Die Millionenmetropole kann einen auch gut stressen, aber hier hatten wir wirklich noch eine schöne Oase mit richtigem Urlaubsfeeling.


Mein Laptop lebt!

Oben auf dem Zimmer steckte ich mein Macbook, das seit unserem Aufenthalt auf Cebu seinen Geist aufgeben hat, mal aus Neugier ans Stromnetz. Ich glaubte meinen Augen nicht! Ein Wunder ist geschehen. Es leuchtete grün und fuhr hoch, als ob nichts gewesen wäre. Ich war so happy, denn ich hatte das Teil schon abgeschrieben. Anscheinend war wohl das Stromnetz auf den Inseln nicht stark genug bzw. der Strom auf den Zimmern, die wir hatten.
Ich war auf jedenfalls sehr happy und importierte euphorisch das ganze Foto- und Filmmaterial der letzten zwei Wochen aufs Laptop. 


Dinner im Spiral Restaurant

Zum Abendessen ging es ins Restaurant Spiral, das sich im Erdgeschoss des Hotels befindet. Übrigens war es das erste Mal seit 3 1/2 Wochen, dass ich mal wieder ein lange Hose trug. Im Foyer wurde der Steinway Flügel wundervoll bespielt. Die Atmosphäre und das Publikum war eher fein und gehoben und das Angebot an Essen ist riesig. Man kann hier Buffet nehmen oder à la Cart bestellen! Das Buffet, das mit 65€ daher kommt, ist für morgen eingeplant, unserem letzten Urlaubsabend. Da werde ich etwas ausführlicher über dieses fantastische Restaurant berichten. Eins kann ich euch aber schon mal spoilern: falls ihr für euren letzten Urlaub ein besonderes Restaurant sucht, dann das hier!
Heute gönnte ich mir aber einfach nur thailändische Pad-Thai Nudeln. Das schien für meinen noch angeschlagenen Magen das einzig Richtige. 

Das wars von uns für heute, macht es gut und bis zum morgigen Beitrag. 





Tag 24 auf der Map




Fortsetzung folgt

Morgen wandeln wir auf den Spuren meiner Geschichte: Wir besuchen den Olympia-Stützpunkt, wo mein Bruder und ich 2005 mit den philippinischen Nationalboxern trainierten. Außerdem erkundeten wir den Stadtteil Ermita, machen einen Abstecher in unsere geliebte Robinson Mall, testen den Pool und die Wasserrutschen des Sofitels und genießen das beste Buffet unseres Leben!

Zum nächsten Beitrag: Goodbye Philippines – Last Day in Manila (Tag 25 & more)

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