Von Manila nach Cardona – Family is calling (Tag 3: Tripreport Philippinen)

Ein Halbphilippino, seine deutsche Frau zu Besuch bei der Philippinischen Familie

Von Manila nach Cardona ging es an unserem dritten Reisetag unseres 3 1/2 wöchigen Philippinenurlaubs. Dort stand der 3-tätige Besuch meiner Familie mütterlicherseits an: Onkel Kaká, Onkel René, Tita Mila und meinem Cousin Jan Jan. Die Kleinstadt Cardona ist ca. 50 km von Manila entfernt und liegt am idyllischen Laguna de Bay, der größte Binnensee der Philippinen. Cardona selbst ist kein Ort, wo sich Touristen hin verirren und das macht den Aufenthalt dort so besonders. Echter kann man die Philippinen nicht erleben.


Cool am Pool

Der Tag begann in Manila mit einem sehr leckeren Frühstücksbüffet im Novotel. Es gab einfach alles, sogar indische Speisen. Für mich kommt aber ausschließlich Philippino Breakfast in Frage: Fried Garlic Rice, Spiegelei Sunny Side up und dann entweder Longanisa oder Tuscino. Endlich mal wieder – ein Träumchen!  Anschließend relaxten wir 2 Stunden am Pool, packten gemütlich unsere Sachen und checkten um 12 Uhr aus.


Gefangen im Schlund der SM-Megamall

Mit einem Uber-Taxi ( ich benutze das erste Mal eins) ließen wir uns in die 4,3 km entfernte SM Megamall bringen, eine der größten Shopping-Malls in ganz Asien. Von der dortigen Van-Station fahren nämlich die Mini-Vans (hier ein öffentliches Verkehrsmittel, quasi ein Linien-Van) nach Cardona. Die Mall selber ist ein riiiiieesiger Komplex, in dem man sich gut verlaufen kann. Mein Bro und ich haben 2005 etliche Stunden in dieser Mall verbracht – jetzt aber nicht, weil wir uns ständig verlaufen haben, sondern weil dort einfach gerne rumlungerten. Als wir schwerbepackt Eingang angekommen sind, wurde der Rucksack von der Maus unter Einsatz eines Spürhundes kontrolliert – meiner witziger Weise nicht, weil sonst bin ich immer derjenige der kontrolliert wird.
Unser schweres Gepäck (wir hatten noch Süßigkeiten & Klamotten für die Verwandtschaft von zu Hause mitgebracht) gaben wir dann im Luggage Storage eines Supermarktes ab. Es dauerte nur ewig bis wir ihn gefunden haben.


Food Court der SM Megamall

Danach holten wir noch ein paar Peso am ATM und gingen runter in den Foodcourt um was zu essen. Ich liebe den Food Court schon immer, einfach weil einen sehr umfangreichen Einblick die kulinarische Vielfalt der Philippinen bekommt.Die Auswahl ist gigantisch, die Qualität des Essens jedoch unterschiedlich. Als ich meine Mutter 2013 nach Tipps für gute Restaurants in Manila fragte, schlug sie mir tatsächlich diesen Foodcourt vor. Für eine nettes Dinner am Abend gibt es natürlich bessere Location, aber meine Mum ist halt ne echte Philippina und liebt diese Art von Restaurants. Wenn ich mit ihr in der Innenstadt Hannovers zum Mittagessen verabredet habe, wollte sie auch lieber zu Pizza Hut als in ein vernünftiges Restaurant. So nun aber weiter im Report:
Wir kauften noch Blumen für meine Tante, weil sie heute Geburtstag hat und machten uns dann auf die Suche nach der Van-Station.

“Die Philippinos lieben Fast-Food. Viele Jahre wurden sie vom amerikanischen Way of Life inspiriert”

Bendjas Travelinfos


Wo ist diese verfluchte Van-Station?

Die Van-Station haben wir nicht auf Anhieb finden können und die Leute, die wir fragten, konnten uns auch nicht helfen. Ich glaube „Van-Station“ ist einfach nicht die richtige Bezeichnung. Wir waren schon richtig fertig mit den Nerven und haben Gefühlt den Mall-Komplex mit unseren schweren Rucksäcken. mehrfach umrundet, als wir sie endlich gefunden haben.
Inzwischen war es auch schon 16:45 Uhr, d.h. wir haben einfach über drei Stunden in bzw. an dieser gigantischen Mall verbracht, wovon die meiste Zeit der Sucherei geschuldet war. Man waren wir froh als wir diese Station endlich gefunden haben. Wir kauften zwei Tickets für uns und zwei Tickets für unser Gepäck. Da Cardona alles andere als ein Touri-Hotspot ist, waren die Maus und ich die einzigen Ausländer im Van.


Der Weg aus Manila raus ist spannend und gleichzeitig ernüchternd, da die Fahrt an den Randgebieten der Slums entlang geht. Die Gegensätze in dieser Stadt sind schon sehr heftig.  Allerdings bin auch recht schnell eingeschlafen und habe nicht allzuviel mitbekommen.



Ankunft in Cardona

Um kurz nach 19 Uhr sind wir in Cardona angekommen und wurden schon vor der regulären Haltestelle an der Straße herausgelassen. In Deutschland wäre das kaum vorstellbar, dass ein Bus einen jemanden nicht an einer regulären Haltestelle rauslässt. Wir wurden von der Tochter des Patensohns meiner Mutter an der Hauptstraße abgeholt und von ihr in unsere Wohnung gebracht. Die Wohnung gehört einer Schulfreundin meiner Mutter, die die meiste Zeit über in Kanada wohnt. Wir waren erstaunt, wie gut das Haus ausgestattet und in Schuss war (für philippinische Verhältnisse). Ein fetter Fernseher, Regale mit philippinischem Kitsch und eine schicke Wohnküche. Das ist für die Philippinen ein sehr hoher Standard.


Chillen mit der Fam + 1 Kindheitstraum wurde wahr

Um 20 Uhr fuhren wir dann mit unseren Gastgeschenken + Geburtstagsstrauss per Tricycle rüber zu meiner Tante Mila. Mein geliebter Onkel Kaká, der direkt nebenan sein Haus hat und mein Cousin Jan Jan waren auch da. Das Wiedersehen ist immer recht emotional mit leichten Freudentränen und so. Hinzu kam, dass wir uns das erste Mal nach dem Tod meiner Mutter sahen.
Nach der Begrüßungszeremonie fuhren wir zu einem Street-BBQ-Stand und kauften dort unser Abendessen ein. Street-BBQ auf den Philippinen bedeutet überwiegend Spieße, Huhn oder Schwein in allen Varianten, wie z.B. Nieren, Hühnerfüsse, Leber, Darm, Kopf, die reine Haut und natürlich klassische Keule, Flügel oder das ganz normale Fleisch. Hier wird alles verwertet. Ich gönnte mir die klassischen Varianten + Haut vom Schwein. Leute, ein Kindheitstraum wurde war. Ich wünschte mir schon immer ein Gericht das aus reiner knuspriger Hähnchenhaut ohne das überflüssige Fleisch. Obwohl ich nun das vierte Mal auf den Philippinen ist mir derartige Köstlichkeit bisher noch nie begegnet.

“Gegrillte Hühnerfüsse werden auf den Philippinen gerne gegessen. Sie werden auch humorvoll Adidas genannt! “

Bendjas Travelinfos


Wir verbrachten den restlichen Abend bei Tante Mila. Nach 4 ½ Jahren hat man sich auch so einiges zu erzählen. Wir haben Fotos von unserer letzten Besuchen mitgebracht und über die Familie, Gott und die Welt gequatscht.
Auf dem Nachhause-Weg trafen wir kurz noch meinen zweiten Onkel (Onkel René), der aber nur kurz angebunden war. Tante Mila erzählte, dass die beiden seit längerem zerstritten sind und das Verhältnis zwischen den beiden gerade angespannt ist. Naja, Familie halt, kennt ihr sicher.



Fortsetzung folgt

Am nächsten Tag stand Jan Jans Geburtstag auf dem Zettel. Wir fuhren mit der Fam nach Agona in eine Mall um in dem Lieblingsrestaurant meines Cousins zu speisen und verbrachten einen entspannten Nachmittag am Pool des Kuhala Bay Resort mit toller Overview auf den Laguna de Bay.
Wir sehen uns, Bendja.

Link zu Tag 4: Pool-Nachmittag am Laguna de Bay

Über Feedback und Grüße in der Kommentarspalte freue ich mich sehr! Und natürlich über Blog-Abonnenten.
Wenn auf dem Laufenden gehalten werden möchte, dann findet ihr das Anmeldefenster unten auf der rechten Seitenleiste (bzw. auf dem Smartphone ganz runterscrollen)

Links zu weiteren Artikeln dieser Philippinenreise



Related Post

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: