Turtlemania auf Apo Island (Philippinen Tag 19)

Turtlemania auf Apo Island. Hier ist der Hauptstrand mit einigen Resorts und Bangkas

Turtlemania nach Apo Island: Heute ging es auf die “Jagd” nach Schildkröten. Dafür schipperten für von Siquijor ca. 27 km übers Meer nach Apo Island. Ob der Trip nach Apo Island von Siquijor aus zu empfehlen ist oder ob es eventuell besser ist von der näher gelegenen Insel Negros zu starten, erfahrt ihr hier. Und wie sieht es dort überhaupt mit Schildkröten aus? Wieviele trifft man so? Braucht man etwas Glück und Geduld? Was muss man beim Buchen bedenken? All das beantwortet euch dieser Beitrag.
Have Fun!


Infos zur Tour


Wo startet der Trip nach Apo Island?

Apo Island war von Anfang an ein Eckpfeiler unserer Reiseplanung. Es liegt direkt südöstlich vor der Insel Negros (ca. 8 km), weshalb die meisten Besucher von dort aus anreisen. Auch wir hatten dafür ursprünglich ein paar Tage in der Stadt Dumaguette auf Negros angedacht, aber als wir erfuhren dass Apo Island auch von Siquijor ansteuerbar ist und der Anbieter der Tour sogar das Coco Grove Resort ist, wo wir übernachteten, haben wir Negros gecancelt (Leider auch den Besuch der Manjuyod Sandbars, die als Malediven der Philippinen bezeichnet werden, aber man muss halt immer ein paar Abstriche machen).


Was kostet der Trip?

Der Tagestrip nach Apo Island kostet 1.950 php (ca. 35€ ) pro Person und beinhaltet Überfahrt, Snorchelguide, die Gebühr für den dortigen Marine Park und eine Lunch Buffet am Strand. Los geht die Tour um 8:00 und um 17:00 Uhr endet sie. Die Überfahrt pro Strecke dauert 2 1/2 stunden. Es ist nicht Voraussetzung Gast im Coco Grove Beach Resort zu sein, um die Tour zu joinen. Hier geht es zu Buchungsseite.

Los geht’s

Los ging es für uns um 8:00 Uhr. Treffpunkt war der Strand am Sunset Restaurant, wo wir vorher auch frühstückten. Mit einem kleinen Boot wurden die Teilnehmer nach und nach zur Coco Adventurer gebracht. Bei der Coco Adventurer handelt es sich nicht, wie bei Island Hopping auf den Philippinen üblichen Auslegerboote (Bangkas), sondern um ein modernes Boot, wo auf zwei Etagen insgesamt 22 Leute Platz finden. Die Bangkas haben zwar mehr Charme, aber Angesicht der 2 1/2 stündigen Fahrt übers offene Meer, fühl ich mich in so einem modernen Gefährt besser aufgehoben.

Die Fahrt war super chillig. Das Meer hat keinen hohen Wellengang und das Boot ist schneller als herkömmliche Bangkas. Wir machten es uns vorne am Bug bequem und unterhielten uns mit zwei netten Portugiesinnen über die Philippinen und die Welt.
Bis auf zwei, drei unkommunikative Pärchen waren die meisten Passagiere echt in Ordnung. Die Crew war super drauf und es herrschten gute Vibes.

Nach schon anderhalb Stunden Fahrt war Apo Island bereits in guter Sichtweite. Es ist eine recht bergige Insel mit grün bewachsen Hügeln, also keine flache typische Tropeninsel, wie man sie sich in der Südsee so vorstellt. Inzwischen haben sich Wolken allmählich verdünnisiert und die Sonne strahlte. Wir fuhren um den Südzipfel herum zur Westküste, wo ca. 500 Meter vor der Insel die Taucher vom Boot gelassen. 


On Apo Island

Unser Guide (leider ist mir der Name entfallen) teilte uns den Plan für Aufenthalt mit. Drei verschiedene Schnorchel- und Badespots sind vorgesehen. Danach spazierte wir gemeinsam zum Spot Nr. 1, dem Hauptstrand. Dort wurden wir in mehreren Kleingruppen aufgeteilt, die jeder einen lokalen Guide bekamen. Nach kurzen Instruktionen (immer beim Guide bleiben, nicht auf die Korallen treten, Schildkröten nicht anfassen, usw) startete die Schnorchel Session.

Stop 1: Let the Turtlemania begin

Das Wasser in der Schnorchel-Aria war nicht sonderlich tief und es dauerte keine 5 Minuten bis das erste Exemplar auftauchte. Hektisch und aufgeregt wurden dieses chillige Meereswesen von uns umzingelt. Sie bekamen etliche Unterwasserkameras, wasserdicht verpackten Smartphones und Action-Cams vor die Nase gehalten, als wäre es das einzige noch lebende Exemplar dieser Welt. Auch ich versuchte mit Füßen und Ellbogen gegen meine “Jagdgenossen” durchzusetzen, denn ich wollte auch einen coolen Shot. Am nervigsten war eine Touristen, die dem Guide andauern die Kamera in die Hand drückte, damit er sie zusammen mit der Schildkröte knipst. Jedes Mal! Ich meine, 1 bis 2 mal ist ja ok, aber sie hat ihn behandelt wie einen persönlichen Guide. Seid nicht wie sie!

Nach einer Weile sahen wir weitere Schildis (wie die Maus zu sagen pflegt) und die Anfangsaufregung ebbte ab. Wir sonderten uns etwas ab und noch zwei, drei Prachtexemplare mit denen wir in Ruhe für eine längere Zeit durchs Meer schwimmen konnten – so wie man es sich in seinen Vorstellungen ausgemalt hat. Übrigens sahen wir hier einige recht selten anzutreffende Lebewesen, z.B eine blau-schwarze Wasserschlange, lustige Kugelfische und Seegurken, die, wie ich hörte, auch gegessen werden.



Stop 2: Lunch und Baden am Apo Beach Resort

Danach ging unsere Reisegruppe den Strand rechtsseitig (vom Strand aus gesehen) entlang zu einer abgelegenen Bucht, wo sich das Apo Beach Island Resort befand (gehört zum Coco Grove). Dort kredenzten wir gemeinsam ein leckeres Mittagessen in Form eines Buffets. Die Stimmung war gut und es entstanden ein paar nette Unterhaltung mit anderen deutschen Reisenden. 

Der Strandabschnitt war wesentlich schöner als der Hauptstrand, eine richtige Bilderbuch-Bucht. Außer uns waren dort nur ein paar Resortgäste. Nach dem Fooden hatten wir genug Zeit um uns ausgbiegig zu sonnen und in der Bucht zu Baden oder zu Schnorcheln. Auch hier fanden wir zwei, drei Meeresschildkröten, ein paar nette Korallen und stießen auf ein kleines Wasserphänomen, nämlich aus kleinenBodenlöchern aufstiegende Wasserbubbles. Richtig fancy! Der Stop hat uns sehr gut gefallen und ich denke, ein oder zwei Nächte in diesem Resort zu verbringen, kann keine schlechte Entscheidung sein!


Station 3 – Schnorcheln vom Boot aus

Um kurz vor zwei ging es dann zurück aufs Boot um rüber zum Spot Nummer 3 zu schippern, dem Rock West Beach kurz vorm Südzipfel. Es war ein reiner Schnorchelstop, d.h. wir gingen nun vom Boot uns Wasser gingen. Während so ziemlich alle Tourteilnehmer bereits losschnorchelten, nutzte die Gelegenheit für ein paar gepflegte Köpper und Arschbomben vom Boot.

Danach schwammen die Maus und ich ebenfalls drauf los.Das Wasser war schätzungsweise 4- 8 Meter tief. Auch hier trafen wir zwei Schildkröten, wo anmutig in Sichtweite umher schwammen bis sie dann anmutig in den Tiefen des Meeres verschwanden. Unser Schnorchelbedürfnis war aber relativ schnell gestillt und wir gingen wieder zurück an Board. Wir gönnten uns ein San Miguel (Getränke waren übrigens im Preis mit inbegriffen), chillten uns vorne aufs Boot und genossen das Leben. 


Bye bye Apo Island

Nachdem alle wieder an Board waren, ging es zurück nach Siquijor. Während der Fahrt saßen wir die meiste Zeit draußen mit einem Crew-Mitglied, der einen Seewead-Snack mit Essig aufbereitete hat. Es ist jetzt nicht das leckerste der Welt, aber irgendwie musste ich doch immer wieder Nachschlag geholt.
 Als wir den von Tubod Beach des Coco Groves ansteuerten, stand die Sonne schon recht tief und sorgte für ein schönes Licht. 

Fazit

Der Trip nach Apo Island war, wie erhofft, ein super Erlebnis. Meeresschildkröten bekamen wir einige zu Gesicht.Die Crew war super nett und die Bootsfahrt sehr safe. Man braucht wirklich nicht extra nach Negros oder in Dumaguette übernachten, wenn man nach Apo Island möchte. Bleibt dafür einfach eine Nacht mehr auf Siquijor und gönnt euch den Trip. Der Vorteil bei der Tour über das Coco Grove ist vor allem, dass ihr einen exklusiven Beach-Barbecue-Aufenthalt an der Bucht des Apo Island Resort haben werde – der für mich schönste Spot, den wir ansteuerten. 

Sunset ‘n’ Dinner

Nachdem wir unsere Sachen aufs Zimmer gebracht und uns fresh gemacht haben, spazierten wir wieder zum Strand, um Zeuge eines beispiellosen Sonnenuntergangs zu werden, für die die Philippinen bekannt sind. Wie im Bilderbuch! 

Nach einem vorzüglichen Abendessen im Salamanders Restaurant verschwanden wir aufs Zimmer bzw. hingen auf unserem Balkon ab, tranken San Miguel, surften im Internet und begutachteten die Aufnahmen des heutigen Tages.
Das einzige was mir hier leider immer noch Sorgen bereitete, ist dass mein Macbook seit dem Aufenthalt in Moalboal einfach nicht mehr angehen will. Aber das Problem wird sich im Laufe des Urlaubs noch lösen, doch dazu müssen wir erstmal wieder in Manila ankommen. 

Ich verabschiede mich für heute mit deinem Magandang Gabi. Bis zum nächsten Beitrag.



Tag 19 auf der Map




Fortsetzung folgt

Morgen besuchen wir einen mehrere hundert Jahre alten Baum, lassen uns Hautschuppen von den Füssen von einer Horde Fischen abknabbern, erklimmen den höchsten Punkt Siquijors und verbringen den Nachmittag mit beim legendären Pool-Hopping. Warum? Weil wirs können 🙂


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