Lugnason Falls & Paliton Beach (Philippinen Tag 22)

Philippinische Locals hängen am Lugnason Fall ab und jumpen ins Wasser

Lugnason Falls & Paliton Beach: Wir schreiben den 18 März, Tag 7 auf Siquijor, unser letzter volle Tag auf dieser hammergeilen Insel! Heute steht auf dem Programm: Crazy Jumpern bei waghalsigen Sprüngen am Lugnason Fall bestaunen, einem Souvenirverkäufer ein philippinisches Volkslied auf der Flöte vorspielen, Südseefeeling genießen am Palition Beach, Schnorcheln mit Nemo und knuspriges Lechon schnabulieren. Wie ihr seht, wesentlich mehr Action als gestern!


Der letzte volle Tag steht an

Entgegen der anfänglichen Prognose war das Wetter schon seit Tagen bombig, auch heute morgen. Unseren letzten voller Tag hier auf der Hexeninsel werden wir in vollen Zügen genießen. Los gehts mit Frühstück vom feinsten: Corned Beef Silog, also Knoblauch-Reis, Spiegeleier und Corned Beef. Viele Deutsche vermissen gutes Brot hier sehr, dabei ist diese Art von Frühstück soo köstlich. Ok, die Maus nimmt auch lieber Pancakes. Auch geil, nur halt nicht philippinisch. 



Lugnason Falls

Nach dem Rumgehänge gestern sind wir heute wieder mit Scooter auf Achse und machen die Insel unsicher. Es ist kurz nach 9 und wir cruisin zu den Lugnason Falls, welche vom Bekanntheitsgrad ganz klar im Schatten der Cambugahay Falls stehen. Ann-Katrin hatte erst gar nicht nicht so richtig Bock drauf. O-Ton: „Wasserfälle hatten wir doch nun genug.“ Jaja, die bekannte Wasserfallübersättung, ein bekanntes Phänomen der Philippinen! Bisher sahen wir 4 Stück (Pagsanjan Falls bei Manila, Tapiyah Falls in den Reisterrassen, Kawasan Falls auf Cebu und die Cambugahay Falls).
Da der Lugnason Fall nur 3 km entfernt war, konnte ich die Maus dennoch überreden. Wir bogen rechts vom Siquijor Circumferential Road ab, fuhren durch hügelige Hinterland bis wir an einem kleiner Souvenir-Stand, wo kurz davor das Schild zu den Wasserfällen zu sehen war, anhielten. 


What? Zodiac Falls Waterfall Adventure Eco-Park? 

Schild von den Zodiac Falls
Mehr Wasserfälle als erwartet. Ok!

Wir stellten den Scooter ab und schauten etwas verdutzt das Schild an. „Zodiac Falls, +12 Wasserfälle, hä, seit wann?“ Und anscheinend ist der Lugnason Fall nur einer von ihnen. Mmh, trotz ausgiebiger Urlaubsrecherche ist mir diese Info neu gewesen. Benannt wurden die einzelnen Wasserfälle nach den Sternzeichen (Cancer-Falls, Leo-Falls, Virgin-Falls), nur der Lugnanson Fall war außen vor.
Derweil wurden wir von einem junge Pinoy angesprochen, der uns etwas darüber erzählte und sich als Guide anbot. Erst dacht ich “naah, den Weg schaffen wir alleine”, aber er war ein sehr sympathischer Dude, der uns von nun mit seinem Fachwissen versorgte. Wenn ich mich richtig erinnere, hieß er Richard?



Good Vibes at Lugnason Falls

Nach 5 Minuten Fußweg kamen wir auch schon an und wir waren auf Anhieb von der Szenerie begeistert, als wir hinunter in ein kleine Türkise Lagune schauten – links daneben ein 8-10 Meter hoher Wasserfall und einige Locals, die von dort runtersprangen. Die Sonne strahlte durch die Bäume und beleuchtete das Becken. Geil, was will man mehr? So schick hätte ich es hier nicht erwartet.



Crazy Jumps 

Neben uns schwangen sich einige Pinoys von der Erhöhung mittels Seil ins Wasser. Shit, das ist dann mit sicher auch n 8 – 10 Meter hoher Sprung. Hammer! Unser Guide gleich hinter her! Dafuuuuuq? 1 Zweifacher Rückwärtssalto mit Stylenote 10! Auch vom Wasserfall wurde fleissig gesprungen und wir bekamen eine geile Show geboten! Zwei Mädels sprangen ebenfalls mutig da runter. Unter den Locals befand sich ein Pino der fantastisches Deutsch sprach. Es stellte sich heraus, dass er ein Halbphilippino war, der ebenfalls Urlaub machte und aus dem süddeutschen Raum kam. Wenn man es wusste, sah man es auch.



Life of a Punani

Wer mich kennt, weiß ich bin für allerhand Späße immer zu haben: Ziplinging, Sprungtürme, Rutschen, Achterbahnen, etc.! Heute bekam ich jedoch einen Dämpfer und musste mir eingestehen, dass ich eine Punani bin. Ich probierte mich am Seil, aber traute mich nicht, weil zu gefährlich. Falls ich zu früh abrutschen sollte, stürze ich n paar Meter runter auf die Schräge mit Steinen und so. Kurz: ich wäre am Arsch. Ok, dann halt der Wasserfall. Ich latschte hinten den Weg rüber zum Wasserfall, doch als ich da oben stand, habe ich mich aber nicht so wohlgefühlt. Man muss da schräg über Steine und mit seinen Füßen halt finden, naja und wenn man da dann abrutscht…. ja halt wie gesagt, Punani! Wurmt mich, aber ist ok. 



Baden in der Lagune

Als die Sprungaction der anderen sich gelegt hat, gingen wir in der kleinen Lagune baden, u das Erlebnis abzurunden. Wenigstens sprang Ann-Katrin über ihren Schatten und machte einen Köpper vom Beckenrand. Einmal abduschen unter dem Wasserfall musste natürlich auch sein. Das Wasser war übrigens sehr fresh, fast schon eisig. Nach anderthalb Stunden Spaß, rumhängen, talken und baden machten wir uns wieder auf den. Wir gaben Richard Trinkgeld, bedankten uns bei ihm für die gute Zeit und fuhren weiter.. 



Philippinische Kids

Unterwegs kam uns 4 kleine spielende Kinde euphorisch winkend entgegengelaufen. Kids auf den Philippinen sind wirklich die herzlichste Wesen dieses Planeten. Wir hielten kurz an und machten ein Faxen und Fotos mit ihnen. Sie lieben es fotografiert zu werden und schon die kleinsten haben die richtigen Posen auf Lager. 



Awesome Paliton Beach

Wir fuhren Richtung Norden-Osten auf der Suche nach einen unentdeckten Strandabschnitt. Einige konnte man vom Mainroad durch die Palmen erspähen, aber so richtig hingezogen hat es uns zu keinem. Und so landeten wir nach 10 km Fahrt am Paliton Beach, wo wir an unserem zweiten Tag bereits waren – allerdings an einem späten Nachmittag, bei bewölkten Wetter. Wir fanden es zwar nicht schlecht, aber auch nicht sooo besonders.

Aber heute sah es bombastisch aus. Südseevibes vom feinste und auch mittags kaum Leute hier. 3-4 chillige Local hatten einen provisorischen Stand aufgebaut, von wie sie uns San Miguel aus ihrer Kühlbox verkauften und chillige Reggae-Mucke am Laufen hatten. Good Vibes. Wie anders Strände bei gutem Wetter wirken!

Richtig weit ins Wasser gehen ist hier aber nicht so verlockend, weil der Boden mit Seegras bewachsen ist. Wir chillten einfach im flachen Wasser und genossen das Leben sowieso.



Flötenkonzert im Souvenirladen

Um kurz nach 1 Uhr fuhren wir Richtung Resort und machten einen Zwischenstop in einem Souvenirladen. Ich entdeckte einige Flöten und spielte spasseshalber auf einer. Bis auf ein, zwei unstimmige Töne konnte man die ganz normal greifen. Ich spielte Manag Gibuy, ein philippinisches Folklore Lied was ich als 13 Jähriger mal auf dem Keyboard gespielt habe. Der Typ hinterm Tresen fing sofort an zu lachen und strahlte über beide Ohren. Er sagte, er hätte das Lied schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gehört, und erwähnte, dass sich die junge Generation nicht mehr mit der philippinischen Musiktradition auseinandersetzt. War auf jeden Fall 1 superwitzige Situation und für ihn bestimmt auch sehr skurril. Mich hält hier ja keiner für n Halbphilippino, sondern eher fürn Mexikaner, Chilenen oder Ami. Ich kaufte die Flöte als Erinnerung an diese Begegnung. 



4. Stop: Back im Resort & Schnorcheln mit Nemo.

14 Uhr: Snacktime am Salamandas und noch mal den Strand auf uns wirken lassen. Es gab Pommes, Burger und n fancy Hot Dog. Ansonsten bis 16 Uhr keinen nennenswerten Vorkommnisse. 


Danach starteten wir noch ne kleine Schnorchel-Session am Tubod Beach bzw. Im Tubod Marine Sanctuary. Weit raus sind wir aber nicht geschnorchelt. Trotzdem trafen hier heute auf einige freundliche Nemos, also Clown-Fische. Am Tag 17 habe ich etwas ausführlicher über den Schnorchelspot berichtet. 



Fiesta in Tubod

Heute Abend sollte der erste A bendsein, wo wir außerhalb essen. Heute und morgen findet nämlich das jährliche Happy Fiesta Tubod Festival statt. Was genau der Anlass ist, kann ich euch nicht sagen, aber was ich sagen kann, ist, dass ich gehört habe, dass ein Restaurant um die Ecke heute Lechon auftischt! Lechon ist die knusprig gebratene philippinische Variante von Spanferkel. Man kommt eher auf Festen in den Genuss statt in Restaurants. Für mich war klar, da muss ich hin. 

Lechon in der Cheekesh Bar-B-Q

Um kurz nach sieben gingen wir los und entdeckten 2 Minuten später schon das Restaurant, die Chekesh Bar-B-Q. Auf der Terrasse war schon allerhand los und es wirkte alles sehr familiär. Wir wagten uns vorsichtig heran und inspizierten das Buffet. Das Spanferkel war zur Hälfte abgegrast, aber knusprige Stellen wurden sorgsam Beiseite gelegt. Als ein Zweiertisch frei wurde, setzten wir uns einfach ran. Bei einer Dame, die dort ein paar Gäste versorgte, wollten wir was zu trinken ordern. Sie meinte, die können wir uns einfach selber nehmen, und zu Essen auch! Mhh, ich holte uns zwei San Miguel aus dem Kühlschrank im Raum nebenan und stellte mich fürs Buffet an. Es gab Chicken, Reis, Fische, Gemüse, Scampis, halt ein richtig klassisches philippinischen Buffet. Der Dude, der das Lechon schnitt, versorgte mich mit ausreichend knuspriger Haut und ich freute mich wie ein kleiner Junge! 🙂

Als ich bezahlen wollte, hieß es, “no ist free, its fiesta!“ Ich so: „Really?“ Sie so: „of course“. Ich so:” Ok cool, salamat po” (ein höfliches vielen Dank 🙂 




Ausklang

Wir spazierten wir noch ein wenig durch die belebten Straßen an einen Platz, wo ein DJ auf einer kleinen Bühne aufgelegte und beobachteten kurz das Treiben. Alles in allem ein netter letzter Abend in Siquijor, in das wir uns in den letzten sieben Tagen richtig verliebt haben….Leider geht es morgen wieder allmählich in Richtung Manila.



Tag 22 auf der Map




Fortsetzung folgt

Morgen heißt es Goodbye Siquijor! Wir werden morgen auf die Nachbarinsel Negros rübermachen und dort eine Nacht in der Stadt Dumaguette bleiben, bevor es übermorgen per Flugzeug für die letzten zwei Reisetage nach Manila geht! Wir waren gespannt, was uns auf Negros erwartet.

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