Kopenhagen Städtetrip: 10 + 1 Dinge, die du in Kopenhagen machen musst

Die bunten Häuser vom Nyhavn, Kopenhagen

Du planst einen Kopenhagen Städtetrip und bist noch nie zuvor da gewesen? Dann check meine 10 + 1 Tipps. Ein paar Sachen vorweg: Die dänische Hauptstadt ist mit seinen „nur“ 600.000 Einwohnern recht überschaubar, daher liegen viele Sehenswürdigkeiten nah beieinander, so dass man vieles locker zu Fuß auflaufen kann. Wenn euer Hotel zentral liegt, dann braucht ihr weder auf Bus und Bahn, noch auf Taxis, Uber und Co zurückgreifen.
Kopenhagen ist sicher nicht die günstigste Stadt, aber so krass fand ich die Preise für alles jetzt nicht unbedingt. Ich bin zwar auch nicht der Typ, der alles aufrechnet, aber ich bin nicht mit dem Gefühl nach Hause gefahren, dass hier alles so wucher war, wie ich es zum Beispiel in Facebook-Reisegruppen hin und wieder mitbekomme.
Wie auch immer, weiter geht es mit meinen 10+1 Tipps für deinen Kopenhagen Städtetrip.



1. Genieße die View auf Kopenhagen vom Rundetārn

Der Rundetårn ist ein astronomischer Turm aus dem 17. Jh inmitten der Innenstadt, der über 200 Jahre lang als Sternwarte benutzt fungierte. Obwohl er nur 32 Meter misst, hat man von oben ‘ne Top-View auf Kopenhagen – man kann zum Beispiel bis zu Øresundbrücke schauen. Einen Fahrstuhl hat er leider nicht, aber Treppen steigen musst du auch keine. Hoch geht es mit ner stufenlose “Wendeltreppe”, die man damals so konzipiert, dass man mit Pferd und Kutschen hochfahren kann. Man nennt das euch eine Reittreppe.
Oben in der Turmmitte befindet sich übrigens eine Glasplatte auf der man 30m  in die Tiefe schauen kann. Ein bisschen eklig war es schon da drauf zu stehen, obwohl die Platte bis zu 900 kg aushält. Der Eintritt für den Turm beträgt 25 DKK (3,34€) für Erwachsene und 5 DK (0,67€) für Kinder und Jugendliche (Stand:02.11.2019).


2. Mache einen Stadtbummel auf der Strøget und drumherum

Die fast 2km lange Strøget ist die Haupteinkaufsstraße in Kopenhagen. Hier findet ihr typische Läden wie H&M, Cos, Urban Outfitters, Footlocker, aber zum Beispiel auch den Lego Store. Luxus-Shopper können ihr Geld bei Moncler, Louis Vuitton oder Gucci lassen und Fans skandinavischer Mode und Wohnungseinrichtungen zieht es sicher in die Stores von Acne, in das Hay-Haus oder dem Designkaufhaus Illums Bolighus direkt am Amagertorv mit seinem markanten Storchenbrunnen. Die eigentlichen Juwelen findet ihr aber in den Seitenstraßen nördlich und südlich der Strøget (Kay Boyesen, Conox, Norse Projects,Samsøe & Samsøe, etc.).
Die Strøget bietet sich außerdem als Ausgangspunk für deine Tour durch Kopenhagen an. Im Osten der Strøget befindet sich der Rathausplatz und der Tivoli-Park, im Osten das Königliche Theater und im Norden der Rundetårn.

Wer es lieber fernab vom “Mainstream” und großen Ketten mag, sollte vor allem ein Abstecher ins angesagte Hipsterviertel Nørrebro, nördlich der Kopenhagener Seen machen.



3. Fahre ein Fahrgeschäft im Tivolipark

Normalerweise liegen die meisten Freizeitparks eher außerhalb einer Stadt, nicht so der Tivolipark. Dieser befindet sich gegenüber vom Rathausplatz und somit direkt im Herzen Kopenhagens. Wir sind selber nur vorbeispaziert anstatt reinzugehen, weil ich dachte, es würde zu viel Zeit fressen – und das obwohl ich ein ziemlicher Fahrgeschäfte- und Freizeitparkfan bin. Von mehreren Leuten habe ich aber gehört, dass es dort sehr nice ist und daß man da unbedingt mal reingehen sollte.
Von außen erkannt man schon, wie schön der Park mit seinen Blumenbeeten, Gärten und Springbrunnen etc. gestaltet ist. Da lohnt es sich auch einfach nur spazieren zu gehen. Allerdings ist der Spaß nicht sonderlich günstig.
Für den Park gibt es unterschiedliche Ticketmodelle: (Stand vom 02.11.2019).

Tageskarte (nur der Eintritt): Erwachsene ab 8 Jahre 130 DKK (17,36€), Kinder 3-7 Jahre 60 DKK (8,01€)
Multi Ride Ticket (ab 1 Jahre, Eintritt muss extra bezahlt werden): 240 DKK (32,04€)
All Inklusive Package: Erwachsene ab 8 Jahre 550 DKK (73,43€) , Kinder bis 7 Jahre 420 DKK (56,08€)
Einzelfahrtickets: 1 Ticket 25 DKK (3,34€), (je nach Fahrgeschäft benötigt man 1-3 Einzelfahrtickets.
Weitere Infos über den Tivoli-Park findet ihr hier:


4. Flaniere am Nyhavn

Nyhavn war bei mir ganz oben auf meiner Kopenhagen Todo-Liste. Ich fand es auf Fotos immer sooo nice und wollte die bunten Häuser und den Hafen unbedingt live erleben – und ich wurde nicht enttäuscht. Nyhavn ist wirklich so charmant und belebt, wie man es von den Bildern her kennt. Auf unserer 3-tägigen Erkundungstour durch Kopenhagen sind wir mehrmals dort vorbeigekommen. Mir hat es vor allem die Abendstimmung angetan, weil dann die Häuserfront von der untergehenden Sonne angestrahlt wird. Holt euch was zu snacken, setzt euch auf eine der Bänke oder ans Hafenbecken und beobachtet einfach das Treiben. Außerdem gehen von hier aus auch die Bootstouren los, was uns direkt zu Nummer 5 bringt.


5. Mache eine Hafenrundfahrt

Egal in welcher Stadt – ich bin immer ein Freund davon die Stadt vom Boot aus zu erkunden. Es ist superchillig, oft auch ein wenig lehrreich und man sieht Ecken, die man sonst nicht zu Gesicht bekommen würde. Für die Hafenrundfahrt in Kopenhagen muss man auch keinen großen Weg auf sich nehmen, um zum Ableger zu kommen – er befindet sich nämlich direkt am Nyhaven! Und da Nyhavn in Kopenhagen sowieso ein Pflichtbesuch ist, kann man das wunderbar mit einer Hafenrundfahrt kombinieren. Auf einer knapp zweistündigen Bootsfahrt schippert ihr dann an diversen Sehenswürdigkeiten vorbei –  wie dem neuen Opernhaus, der kleinen Meerjungfrau oder dem Schloss Amalienborg.
Es gibt verschiedene Anbieter und Touren. Wir sind die Grand Tour gefahren, die ungefähr eine Stunde dauert. Die Boote fahren alle 10 -30 Minuten los. Man braucht auch nicht vorher reservieren oder so.
Der Preis für die Grand Tour beträgt 95DKK (12,69€).
(Stand vom 02.11.2019)


6. Besuche eine Streetfoodveranstaltung

Die eigentliche Überrschrift lautete eigentlich „gönn dir Streetfood am Papiron“. Leider hat das Papirøn 2018 dichtgemacht und soll woanders in etwas kleiner neueröffnet worden sein. Aber egal ob Paprion oder nicht, in einer Stadt wie Kopenhagen, wo internationale Küche ein Riesenrolle spielt, wird immer irgendwo ein Streetfoodfestival oder –spot zu finden sein. 
Auf Genussbummler.de findest du einen ausführlichen Artikel über Kopenhagens Streetfoodlandschaft.


7. Besuche die kleine Meerjungfrau (Den Lille Havfrue) 

Ja, die Meerjungfrau. Etwas overhyped die Dame, aber dennoch sehenswert (Es sei denn man hat nun gar keinen Bock auf Touri-Zeug und will nur fancy shoppen und in hippen Kaffees rumhocken, um auf Instagram zu zeigen, dass man so was von nicht-Touri ist).
Die kleine Meerjungfrau ist eine Figur aus dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen und gehört weltweit zu den meist fotografiertesten Statuen. Dementsprechend voll ist es um sie herum. Es ist aber unterhaltsam die ganzen Besucher mit ihren unterschiedlichsten Selfieposen zu beobachten. Der Weg zur ihr ist auch ganz nett, da man am Ufer entlang spazierte und am Schloss Amalienborg und seiner netten Parkanlage Amalienhaven mit Springbrunnen vorbeikommt. Und wenn ihr schon mal da bei der kleinen Meerjungfrau seid, könnt ihr in der Nähe gleich dem Kastell von Kopenhagen einen kurzen Besuch abstatten. Das ist nämlich gleich um die Ecke. 


8. Leih dir ein Fahrrad und werde Teil des Kopenhagenschen Fahrradmovements

Radfahren in anderen Städten ist immer nice. Man kommt schnell von A nach B, entlastet seine Füsse und fühlt sich ein wenig wie ein Local. Hier ist das Radfahrfeeling aber noch spezieller, denn Kopenhagen ist eine Fahrradstadt – es gehört zu den Top 3 der fahrradfreundlichsten Städte! 45% aller Kopenhagener fahren mit dem Rad zur Arbeit.
Auf den Hauptverkehrsstraßen haben die Radfahrer ihren eigenen zweispurigen Streifen. Bei soviel Radfahrern herrscht auch eine ganz andere Dynamik an die man sich erst gewöhnen muss. Bei roten Ampeln ist die Schlange gerne mal 20 Meter lang – zweispurig! Die linke Spur sollte man den schnellen Fahrern überlassen. Gemütlich freihändig mit dem Handy filmend auf dem Radweg rumzugurken kam gar nicht gut an :-).Wenn man sich dem anpasst macht es ne Menge Spaß. Wir hatten unserer Fahrräder direkt vom Hotel, aber es gibt überall in Kopenhagen Fahrradverleih-Anbieter, wie z.B. Copenhagen Bicycles.


9. Besuche den Amager Stadtstrand 

Ein Strandbesuch ist sicher nicht das Erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an Kopenhagen denkt. Es gibt aber einen sehr schönen Stadtstrand etwas weiter weg vom Zentrum, nämlich den Amager Stadtstrand.Die Kopenhagener genießen hier ihre Sommertage und durch die Lage verirren sich relativ wenig Touristen hierher. Man kann dort wunderbar chillen, baden, dabei ein Eis, eine Waffel oder einen Kaffe genießen oder einfach in den Dünen rumliegen. Wäre da nicht die Øresundbrücke, würde man nicht denken, dass man in Kopenhagen ist. Von der Strøget ist der Strand 6,6 km entfernt. Wir sind die Strecke mit dem Fahrrad gefahren, aber mit der U-Bahn kommt man dort natürlich auch hin. Ihr steigt dann an der Haltestelle Øresund aus.
Weitere Infos bekommt ihr z.B. hier auf Metropolen.de


10. Rauche Marijuana in Christiania

(Ok Scherz, ich will hier niemanden verleiten und habe es selber auch nicht getan 🙂 )
Von der Freistadt Christiania mitten in Kopenhagen habt ihr sicher gehört. Falls nicht: Es ist ein autonomes staatlich geduldetes Hippie-Dorf in dem das dänische Recht nicht gilt. Gegründet würde es 1971. Die Wohngemeinde hat einige Cafés, Restaurants und auch einen kleinen Markt. Ihr könnt den Anwohnern beim täglichen Kommunenleben zuschauen (z.B. in ihren Werkstätten) und selbstgemachte Produkte bei ihnen kaufen. Trotz des autonomen Status wird der Verkauf von Marihuana von der Polizei geahndet, denn sie sehen es nicht gerne, wenn an Touristen verkauft wird. Ich kaufte mir btw einen Lollie, wo ein wenig Gras drin gewesen sein soll, aber ich habe nichts davon gemerkt. Ich fand es jedenfalls sehr interessant, dort mal reinzuschauen, auch wenn etwas weird ist, spießige Reisegruppen durch die Kommune laufen zu sehen.


Nur im Sommer:
11. Bade in einem Hafenschwimmbad

An heißen Tagen habt ihr die Möglichkeit euch in zwei Hafenschwimmbädern abzukühlen: Zum einen im Havnebadet Islands Brygge in der Nähe von der Langenbro. Es hat ein Babybecken, Nichtschwimmer- und Schwimmerbereiche und auch einen Sprungturm mit mehreren Ebenen.
Ein weiteres Hafenschwimmbad befindet sich direkt am Fiskorvet bzw. am Hotel Copenhagen Islands (Havnebadet Fiskorvet). Das hat allerdings nur einen Schwimmerbereich mit vier 50 Meter Bahnen (geschätzt) und einen drei Meter Sprungturm. Es ist daher eher was für Sportschwimmer. Ich bin dort morgens ein paar Mal reimgehüpft und fand es schon irgendwie besondern. An heißen Tagen ist das auf jeden Fall eine coole Option:-)
Auf dear-magazin.de findest du einen ausführlichen Artikel über das Havnebadet Islands Brügge Schwimmbad.



Meine Tipps auf der Map


Das waren meine Tipps für deinen Kopenhagen Städtetrip. Ich hoffe, sie waren hilfreich oder inspirierend für dich.
Weitere Aktivitäten, die du machen kannst sind zum Beispiel die Wachablöse am Amalienborg Schloss oder der Panoramablick von der Erlöserkirche in Christianshavn.

Falls dich interessiert, wie wir die Sehenswürdigkeiten in in drei Tagen unter einen Hut bekommen habe, dann empfehle ich dir unseren Tripreport „Kopenhagen in 3 Tagen“.

Übrigens lässt sich Kopenhagen bestens mit ein paar erholsamen Tagen an der Küste Seelands oder mit Südschweden verbinden. Wir selber waren vorher 5 Tage zum Entschleunigen im idyllischen Gilleleje. Es liegt im Norden Seelands, an der sogenannte Dänischen Riviera, und ist nur eine Autofahrstunde von Kopenhagen entfernt.

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Haut rein, Bendja!

Weitere Links zu Kopenhagen und Nordseeland

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3 thoughts on “Kopenhagen Städtetrip: 10 + 1 Dinge, die du in Kopenhagen machen musst

  1. Hi Bene, ein ganz toller und informativer Bericht. Kopenhagen steht tatsächlich noch auf unserer Liste und sobald wir wieder etwas freier reisen können, geht es los … natürlich mit deinen Tipps im Rucksack.
    Viele Grüße
    Ulrike

  2. Hi Ulrike, vielen Dank für dein Feedback. Es freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat. Und ja, Kopenhagen sollte man unbedingt mal gesehen haben. Ich wünsch dir viel Spass, wenn es bei dir soweit ist 🙂
    Beste Grüße, Bene

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