Ein Tagestrip nach Helsingør

Die Stadt Helsingor mit einem schönen Vorplatz

Am zweiten Tag unseres Urlaubs in Dänemark machten wir mit dem Auto einen Ausflug nach Helsingør, 30 km östlich von Gilleje entfernt. Helsingør hat ca. 50.000 Einwohner und beherbergt das Schloss Kronborg, welches im Jahre 2000 zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Hier erfährst du, was es alles in Helsingør zu sehen gibt und wie wir unseren Tagestrip nach Helsingør erlebt haben .

Die Kronborg

Die Kronborg wurde im 15. Jh. errichtet und thront seitdem an der Öresundeinfahrt. Sie war Schauplatz für William Shakespeares Hamlet, dem Helsingør ein Teil seines Fames zu verdanken hat. Wir haben uns das Schloss allerdings nicht von innen anguckt, sondern machten einen Spaziergang um das Schloss herum und haben so das imposante Bauwerk auf uns wirken lassen. Das Kronborg Slot (so heißt es auf dänisch) soll aber von innen sehr beeindruckend sein. Wir machten es uns hingegen hinter dem Schloss auf einer Parkbank am Ufer der Öresund gemütlich, blickten sehnsüchtig nach Schweden rüber und ließen einfach die Zeit verstreichen.

“Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage”

William Shakespeare in Hamlet
Schloss Kronborg, Helsingør
Das Kronborg Schloss
Hesselø Bugt am Schloss Kronberg,
Hier lässt es sich gut chillen

Die Innenstadt

Helsingor bietet mit seiner überschaubaren Innenstadt ganz gute Shoppingmöglichkeit (in Nordseeland wirst du wenig bessere Möglichkeiten finden :-)) und nette Restaurants. Uns führte der Weg durch Fußgängerzone bis zum Helsingør Bycenter, einem kleinen Einkaufszentrum, wo du auch in Deutschland bekannte Geschäfte wie H&M, Deichkind, Jack & Jones findest. Nach ein wenig Geshoppe spazierten wieder zurück, um in einem der vielen Restaurants einzukehren. Wir landeten im Restaurant San Remo, wo ich einen legendären Moment hatte und mein erstes Smørrebrod gegessen habe. Meine Erwartungen wurden übertroffen! Ich meine, im Grunde handelt es sich bei Smørrebrod ja um belegte Brote mit unterschiedlichen Belagen (Fisch, Krabben, Wurst, Fleisch), die dann unterschiedliche garniert werden (Schnittlauch, Gurken, Eier, Raddischens, Dill, etc.). Aber sie waren erstens liebevoll und vielseitig angerichtet und und zweitens einfach nur sehr lecker. Abgerundet wurde das Mahl mit einem dänischen Bier. Fantastisch!


Der Hafen von Helsingør

In der Hafengegend von Helsingør lässt es sich bestens flanieren. Es hat einige nette fotogene Häuser zu bieten, wie zum Beispiel das Bahnshofsgebäude, die Häuserecke beim Bistro Francophile (auf dem Titelbild des Beitrags) oder die moderne daherkommende Kulturwerft bzw. The Culture Yard – da drinnen bekommst du übrigens leckeren Kaffee! Sehenswert ist der Bau des M/S Museen for Søfat (ein Schifffahrstmuseum), welches schiffsförmig in den Boden gebaut ist. Wirklich sehr beeindruckend! Aus unerklärlichen Gründen habe ich damals keine Bilder davon geschossen. Schaut euch das mal auf der Museums-Webseite an.
Ebenfalls übersehen haben wir die Han Estatua. Es handelt sich um eine Statur, die das männliche Pendant zur kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen darstellt. Wie konnte ich diese Sehenswürdigkeit nur übersehen? Ich hab auch erst bei der Nachrecherche beim Schreiben des Blogs mitbekommen, dass es die gibt. Zufälligerweise hat sie es trotzdem auf ein Foto von mir geschafft!
Wie die siehst gibt es am Hafen einiges zu entdecken und ist nach einem guten Mittagessen in Superort für einen Verdauungsspaziergang. Ein ganz großer Pluspunkt ist, dass du das Kronborg Schloss immer im Auge hast. An welchem Hafen hat man denn schon ein Schloss als Hintergrundkulisse?


Kurz mal rüber nach Schweden

Wir haben es nicht getan, aber es bietet sich an von Helsingør ins 4km entfernte und 3 mal so große Helsingborg (wie oft ich übrigens Helsingbørg statt Helsingør gesagt habe) nach Schweden überzusetzen hüpfen. Neben der Öresundbrücke in Kopenhagen ist das die zweite Möglichkeit von Seeland nach Schweden zu fahren. Die Überfahrt mit der Scandlines und HHFeries dauert nur ca. 20 Minuten. Ich habe mir sagen lassen, dass die Schweden gerne rüberkommen, aufgrund des günstigeren Spirituosenpreise. Wenn wir das nächste Mal dort sind, werden wir definitiv nach Schweden “rübermachen.”


Abschließend muss ich sagen, dass Helsingør auf jeden Fall ein Abstecher wert ist und man kann gut einige Stunden in der Stadt verbringen. Zum Shoppen oder anderweitigen Besorgungen gibt ist in Nordseeland kaum bessere Alternativen (außer vielleicht Hillerod). Wenn man vor hat Nordseeland ausgiebig zu erkunden, ist Helsingor ein Pflichtbesuch!
Mit dem Auto kommt man die easy hin. Wenn man aus Nordseeland kommt, kann man ab der Hälfte der Strecke (kurz hinter Dronningmølle) sich entscheiden, ob man die Küstenstrecke oder lieber durchs Landesinnere fährt. Wir entschieden uns auf dem Hinweg für den „Landweg“ und auf dem Rückweg für die Küstenwegen. Hier kann man überlegen, ob man noch einen Zwischenstopp in das mir etwas snobbistisch wirkenden Hornbaek macht.
Wenn du schon mal da warst: Wie hat dir Helsingør gefallen? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Was wir sonst noch so in Nordseeland gemacht haben, erfahrt ihr Teil 1 meines Tripreports Dänemark!

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