Urlaub in Südafrika (Teil 2): Kapstadt in 6 Tagen – Citytrippin‘ at its best

Bendja genießt die letzten Abendstunden auf der Seapoint Promenade mit Lion's Head im Hintergrund

Kapstadt in 6 Tagen: Nach 2 Wochen Roadtrip entlang der Garden Route und ca. 1300 km zurückgelegten Kilometern erreichten wir endlich die „Mother City“ am Tafelberg. 6 Tage Citytrip standen uns hier bevor, ehe es wieder zurück in die Heimat gehen sollte. Mit im Gepäck eine große Liste mit Dingen, die wir sehen und erleben wollten plus jede Menge Vorfreude. Was wir davon am Ende in die Tat umgesetzt haben, wie wir uns in Kapstadt zurechtgefunden haben und was die Höhen und Tiefen dieses Citytrips waren, erfahrt ihr nun in diesem Tripreport.


Unsere Unterkunft- die Ausgangsbasis unserer Capetown Experience

Als Basis unserer Unternehmungen diente uns ein Airbnb-Apartment (das „Sun-Kissed Duplex in the Heart of Sea Point“) im Stadtteil Seapoint für 78 € die Nacht. Es handelte sich dabei um ein zweistöckiges Loft, das einem deutschen Pärchen gehört, das unseren Aufenthalt super fernbetreut hat. Das Sahnehäubchen unserer stylisch eingerichteten Bleibe war der Gemeinschafts-Pool auf der Dachterrasse und die View auf den Lion‘s Heads und den Signal Hill. Zum Apartment gehört ein Stellplatz in der Tiefgarage. Der Pförtner/ die Security am Eingang unten sorgte für ein sicheres Gefühl. Hier der Link zur Buchungsseite.




Tag 1: Exploring Seapoint & Clifton Beach 

Angekommen in Kapstadt sind wir an einem späten Samstag-Vormittag. Der Roadtrip und die Weintour in Franschhoek hing uns/ mir noch in den Knochen. Daher war unsere erste Amtshandlung erst einmal zwei Stunden lang den Lion’s Head bei strahlendem Sonnenschein von der Dachterrasse aus anzustarren und ein paar Arschbomben in Pool zu machen.



Seapoint erkunden

Nachmittags erkundeten wir unseren Stadtteil Seapoint. Wir holten uns unser Mittagessen im Mojo Market, einem beliebten Food Market mit einer riesigen Auswahl an Köstlichkeiten, spazierten an der Sea Point Promenade entlang und beobachteten das Treiben im Miltons Swimming Point, einem Schwimmbad, das direkt am Meer liegt und überwiegend von Locals besucht wird. Im Supermarkt der mehrstöckigen ‚The Point Mall‚ bei uns um die Ecke deckten wir uns mit den nötigen Grundnahrungsmittel für die nächsten Tage ein.  Anfangs war ich noch etwas vorsichtig, was die Benutzung von Smartphone, Portemonnaie oder Fotoapparat in der Straßen Kapstadts betrifft, aber schnell fühlt ich mich hier wohl, ohne Angst zu haben, alle 5 Minuten ausgeraubt zu werden..



Urlaubsvibes am Clifton Beach

Die späten Nachmittagsstunden verbrachten wir bei langsam untergehender Sonne am Clifton Beach, wo die Reichen und die Schönen sind. Es fühlte sich an, wie an der Copacabana, zumindest stell ich mir das so vor. Strand, Felsen, hinter einem der Lion’s Head und die Luxus-Apartments von Clifton. Surfer aus Jeffreys Bay sagten uns übrigens, dass das Wasser in Kapstadt (16-17 Grad) zu kalt zum Baden sei, aber das sahen einige Leute hier wohl anders. Hätte ich Badesachen mitgehabt, hätte ich es getestet. Auf jeden Fall genossen wir hier einfach nur das Leben.
Auf dem Rückweg knipste ich von der Straße oberhalb der Clifton Beaches das Foto des Tages: Camps Bay und die von der Abendsonne angeleuchteten Zwölf Apostels. Und eins steht jetzt schon fest: Kapstadt is amazing!




Tag 2:  Victoria & Alfred Waterfront, Bo-Kaap, Long Street & Kloof Street, Oranjezichts Market

Victoria & Alfred Waterfront

Am Vormittag ging es zur Victoria & Alfred Waterfront, eines der beliebtesten Touri-Spots. Hier findet ihr unzählige Restaurants & Cafes, Souvenirläden en masse, das moderne „Cape Wheel“-Riesenrad, coole Straßenmucker, eine Mall und viktorianische Gebäude vom Feinsten, wie z.B. dem Clock Tower, dem African Trading Port oder dem Victoria & Alfred Hotel. Ein albernes Touri-Foto im gelben überdimensionalen Bilderrahmen durfte natürlich auch nicht fehlen. Am faszinierendsten waren jedoch die Seehunde, die im Hafenbecken ihr Unwesen trieben.



Auf dem Weg in die City Bowl

Eigentlich war der Plan von hier aus eine Hop-On-Hop-Off-Tour machen, um uns einen Überblick von Kapstadt zu verschaffen, aber aufgrund eines Radrennens (Capetown Cycle Tour) fuhren die Busse heute nicht. Daher spazierten wir durch das Silo Disctrict entlang des hübschen Grande Canals in Richtung City Bowl, quasi der Innenstadt von Kapstadt. Wir landeten als erstes in der Long Street und seinen hübschen restaurierten viktorianischen Gebäuden, sowie auf dem afrikanischen Souvenirmarkt auf dem Greenmarket Square. 



Alles dicht in Capetown u. im Bo-Kaap Viertel

Beim Herumstreunen sahen wir von weitem die bunten Hausfassaden des Bo-Kaap Viertels. Welch Überraschung! Ich wusste gar nicht, dass das Viertel mitten in der Innenstadt ist. So richtig geil fanden wir die Vibes dort aber nicht, was übrigens für die gesamte Innenstadt gilt. Und das hatte zwei Gründe: Zum einen wurde der Himmel immer grauer und zum anderen, und das war entscheidender, hatten die meisten Läden zu, weil Sonntag war. Die Stadt wirkte wie ausgestorben und zusammen mit dem aufkommenden starken Wind hatte es ein wenig Geisterstadt-Charakter. Ist Kapstadt nicht eine Weltstadt?


In der Kloof Street landeten wir im Coinscious Kitchen, einem veganen Café. Wir genehmigten uns Banana-Pancakes und vietnamesische Sommerrollen und beobachteten auf der Schaukel sitzend, wie die Wolken den Tafelberg und den Devils Peak einhüllten. Faszinierend!



Oranjezicht Market, chillen und Ramen-Soup

Mit dem Uber-Taxi ging es zurück zur Waterfront. Dort in der Nähe besuchten fand netterweise der Oranjezicht City Farmers Market, ein sehr beliebter Markt, der nur am Wochenende stattfindet. Hier gibt es Streetfood, regionale Lebensmittel, Pflanzen und Kunsthandwerk. Den wollte wir ohnehin besuchen, umso besser, dass er zufälliger um die Ecke stattfand. War auf jeden Fall sehr cool dort

Den Nachmittag verbrachten wir in unserem Apartment, da das Wetter nicht so mitspielte und man ja auch chillen muss. Abends gingen wir bei uns ums Eck ins Three Wise Monkeys, ein geiles japanisches Restaurant mit köstlichen Ramengerichten.




Tag 3: Peninsula Tour: Boulder’s Beach, Muizenberg, Kalk Bay, Kap der guten Hoffnung, Chapman’s Peak Drive

Pinguine & bunte Strandhäuser

Die Wetter-App versprach gutes Wetter, weshalb wir uns entschieden die Cape Peninsula Tour auf der Kap-Halbinsel südlich von Kapstadt zu rocken. Über 160 km legten wir an dem Tag zurück. Am Boulder’s Beach in Simon’s Town chillten wir am Strand mit Pinguinen. Auch die Hauptstraße in Simons Town ist aufgrund ihrer viktorianischen Häuser und den netten Geschäften ein Spaziergang wert. In Muizenberg erfreuten wir uns am Anblick der berühmten bunten Strandhäuser, die auf sämtlichen Kapstadt- und Südafrika-Postkarten zu finden sind und im netten Ort Kalk Bay aßen wir fantastisches Lunch in der Bootlegger Coffee Company



Cape of Good Hope u. Chapman’s Peak Drive

Am windigen und beindruckenden Kap der guten Hoffnung machten wir das obligatorische Beweisfoto am Schild inmitten einer Horde gestresster Kreuzfahrt-/ Bustouristen aus Deutschland, die nur 5 Minuten Zeit hatten für ihr Foto, lol. Der Rückweg entlang des cineastischen Chapman’s Peak Drive in der Abendsonne bildete dann den krönenden Abschluss dieser erlebnisreichen Tour, die definitiv zum Pflichtprogramm eines jeden Kapstadtbesuchers gehören sollte.

Einen ausführlichen Artikel zu dieser Tour folgt demnächst: 


Unser Abendessen gönnten wir uns wieder in einem Restaurant auf der Regent Road in Seapoint, da hat man eine wirklich gute Auswahl an verschiedenen Restaurants. Diesmal entschieden für uns für das moderne indische Sundoo Restaurant, was sich als gute Wahl erwies.




Tag 4: Tafelberg, Long Street & Kloof Street, Bo-Kaap Viertel und Woodstock

Auf der Tafel des Berges

Der erste Programmpunkt des Tages war die Seilbahnfahrt auf den Tafelberg. Endlich mal, denn die Tage davor ist sie aufgrund schlechter Wetterbedingungen nicht gefahren. Als die Webseite des Tafelberg-Seilbahn morgens „Cable Car is now open“ anzeigte, sind wir mit ’nem Uber sofort hin und haben Kapstadt endlich aus 1072 Metern bestaunen dürfen. 2 Stunden verbrachten wir da oben. Unvergessliche Views, sag ich euch!



Im City Bowl: Kloof- und Long Street II.

Im Anschluss zog es uns in Richtung City Bowl (sie liegt ja quasi vor den Füssen des Tafelbergs), um heute auch mal einen Blick in die verschiedenen Stores der Kloof- und Long Street zu werfen. Als richtig cooler Laden erwies sich u.a. der Ashanti Store. Dort verkaufen sie traditionelle afrikanische Einrichtungsgegenstände wie Körbe, Sitzsäcke, Kissen, Schalen etc. Die Maus kaufte sich auch einen Korb. Gute Sandwiches, Smoothies und Cappuccinos gab es im Molten Toffee und paar freshe Klamotten shoppten wir im Indie – Brand Collective Store.



Bo-Kaap bei Sonnenschein


Auch dem Bo-Kaap Viertel gaben wir mit Sonnenschein und geöffneten Store, wie dem Bo-Kaap Bazaar, noch eine zweite Chance und siehe da, es war tatsächlich richtig cool dort. Heute fühlten wir uns dort willkommen und schlenderten durch die verschiedenen Seitenstraßen. Etwas nervig waren die Insta-Modell-Foto-Sessions einiger Touristen, aber das ist halt heutzutage so und hielt sich auch in Grenzen. Ich bin vielleicht auch nicht viel besser, den schließlich bin ich der Knipser vor dem Herren, aber sich auf Fensterbänke von fremden Leuten zu setzen, ist schon etwas respektlos ist (nur meine Meinung!). Würde ich da wohnen, hätte ich da überhaupt keinen Bock drauf.



Walking through Woodstock

Mit Uber-Taxi – übrigens die zu empfehlende Fortbewegungsoption in Kapstation- ging es in den Stadtteil Woodstock, einem ehemaligen Industriegebiet, das langsam zu einem trendy Hipster-Viertel avanciert. Entlang der Albert Road spazierten wir an Vintage-Stores, Craft-Beer-Brewerys, Antiquitäten-Läden und viel Streetart vorbei und fühlten uns etwas an den new york’schen Stadtteil Williamsburg  erinnert. Am Ende landeten wir in der stylischen Old Biscuit Mill. Die ehemalige Getreidemühle, die nun Läden, Cafes u. Restaurants beherbergt, ist hier die „Hauptattraktion“ in Woodstock. 



Stromausfall aka Load Shedding

Leider wurden wir in der Old Biscuit Mill mitten im Kaufvorgang einer Sonnenbrille von einem Load Shedding überrascht – das sind systematische Stromausfälle für 1-2 Stunden, um landesweite Stromversorgung zu sichern. Ich hatte zum Glück grade noch genug Bargeld dabei. Was essen konnten wir hier aufgrund der Stromlosigkeit allerdings nicht mehr, weshalb wir zurück in unsere Hood fuhren und im Restaurant Knead, im Erdgeschoss der Seapoint-Mall, wirklich fantastische Tacos aßen. Ab dem späten Nachmittag war zu Hause chillen am Pool angesagt. 




Tag 5: Woodstock again, Kirstenbosch Botanical Garden, Hout Bay

Woodstock again

Heute ließen wir es ganz gemächlich angehen, ohne Stress und große Pläne. Und weil es uns am Vortag in Woodstock so gut gefiel, fuhren wir, diesmal mit unserem Mietauto, noch mal zur Old Biscuit Mill, um dort zu frühstücken und die Läden ausgiebig zu bestöbern. Sehr angetan hat es mir der Fields Store, der Laden einer schnicken casual Modebrand eines supernetten Designers aus Kapstadt, der uns noch ein paar Tipps für die letzten Tag gab. Im Anschluss schlenderten wir noch die Albert Road entlang und landeten in der Woodstock Foundry, wo ebenfalls Studios, Kaffeeröstereien und Eateries zu finden sind. 



Kirstenbosch National Botanical Garden

Mittags fuhren wir von Woodstock aus zum Kirstenbosch National Botanical Gardens auf die andere Seite des Tafelbergs. 1 ½ Stunden verbrachten wir in der Botanik und ließen die Ruhe und die Natur auf uns einwirken. Ich mache mir normalerweise nicht super viel aus Gartenanlagen, aber hier gab es wirklich sehr schöne Spots und man kommt hier richtig runter.



Hout Bay

Die Suche nach einem netten Restaurant führte uns an den superbreiten Sandstrand nach Hout Bay im südlichen Kapstadt. Wir landen im Dunes Restaurant, das direkt am Strand liegt und gut besucht und bewertet ist. Leider bekam die Maus einen wirklich schlechten und unappetitlichen Cesar’s Salat vorgesetzt, so dass ich meinen Sushis irgendwie auch misstraute, obwohl sie ganz normal schmeckten. Zu allem Überfluss probierte ich hier die erste Auster meines Lebens. Sie schmeckte zwar ganz ok, aber weiss jetzt nicht, wie repräsentativ dieser Auster war. Naja, eigentlich schade, denn der Laden an sich war ganz nett und Lage unschlagbar. 
Es war 16 Uhr als wir den Heimweg antraten, wo wir den Rest des Tages blieben und zur Feier des Tages mal selber kochten.




Tag 6: Lions Head, Hop-on Hop-off und Innenstadt 

Über der Wolken bzw. auf dem Kopf des Löwen

Der letzte volle Tag in Kapstadt stand an. Der Wecker klingelte früh morgens um 4:40 Uhr, denn wir der Aufstieg auf den Lion’s Head zum Sonnenaufgang stand an. Erst dachten wir, der morgendliche Nebel macht uns einen Strich durch die Rechnung, aber das Gegenteil war der Fall. Wir durften Kapstadt von über den Wolken aus bestaunen. Lediglich der Tafelberg & Co ragten heraus, sonst nur Wolken, Wolken, Wolken. Ein richtig abgefahrenes surreales Erlebnis!
Mehr über unseren Aufstieg zum Lion’s Head gibt es bald hier.



Seapoint

Um kurz nach 8 waren wir dann schon wieder in unserer Hood. Wir klapperten die Boutiquen der Regend Road ab und frühstückten fantastisch in JARRYDS Espresso Bar + Eatery. Die fancy Frühstückskultur in Südafrika ist einfach richtig weit vorne. 



Hop-On-Hop-Off-Tour

Mittags machten wir dann die langersehnte Hop-On-Hop-Off-Bustour mit den roten Doppeldeckerbussen. Früher war ich mir für derartige Seightseeing-Touren zu cool, aber heute stehe ich drüber. 4 verschiedene Linien stehen zur Auswahl, die man beliebig kombinieren kann. Die Tour führte uns zuerst in die Stadt, wo wir erst einmal ausstiegen, um zum zum Cape Quarter Lifestyle Village im Stadtteil Waterkant zu spazieren. Im Bastille Store gab uns der supernette französische Owner mit Restaurant-Tipps für unser letztes Dinner.
Auf dem afrikanischen Markt des Green Market Square kauften wir später bei einem super unterhaltsamen Dude namens Mr. Kitchen eine Holzgiraffe und diverse Kochlöffel. Einen epischen Snack genehmigten wir uns im Tigers Milk Restaurant auf der Long Street. Super empfehlenswert.



Yellow Line: Downtown Tour

Die gelbe Linie (Yellow Downtown Tour) führte uns an einige geschichtsträchtige Orte und Bauwerke, die wir bisher noch nicht gesehen haben – u.a. die St George’s Cathedral, den Company’s Garden, das Mount Nelson Hotel, das Castle of Good Hope und die Cape Town City Hall, jenes Gebäude wo Nelson Mandela seine Rede nach seiner Freilassung hielt. Sehr interessant das alles noch mal gesehen zu haben.



Rote Linie: Rasante Red City (Tor-)Tour

Zurück an der Long Street stiegen wir in die Rote Linie. Diese führte über die Seilbahnstation des Tafelbergs vorbei an den Stränden von Camps Bay und Clifton Beach nach Seapoint quasi vor unsere Haustür. Allerdings war die Tour ein richtiger Höllenritt, weil die Fahrerin schlecht gelaunt war und ganz schnell nach Hause wollten. Sie bretterte wie bekloppt durch die Straßen, so dass man sich im Sitzen schon festkrallen musste, um nicht durch den Bus geworfen zu werden. Der amüsanteste Moment war zwischen Camps Bay und Clifton, von wo aus man die geile View auf die 12 Apostels hatte. Mein Audioguide im Ohr so: „Wenn hier nicht viel Verkehr ist, hält der Busfahrer kurz, damit sie ein schönes Foto schießen können.“ Der Verkehr so: „ich bin gar nicht vorhanden“. Die Busfahrerin so: „Scheiß drauf, Vollgas!“. Die war so doof, aber es war super noch mal all die schönen Spots gesehen zu haben.
In Seapoint an der Promenade genossen wir unsere letzte Abendsonne bevor wir dann nach Hause spazierten. 



Dinner im Restaurant La Tête

Abends gingen wir noch mal so richtig schön essen und zwar fine Dining im Restaurant La Tête im Zentrum Kapstadts. Es gab heute Motto Menüs, französische Küche mit italienischem Twist. Und so bestand unser Dinner aus mehrere kleineren Dishes wie z.B. Stockfisch-Crostini, Octopus mit Romesco-Sauce, Salat aus Chicoree, Apfel, Blaukäse und Pekanüssen, Meatballs in Tomato Sauce, Kürbiskern u. Salbei Gnocci, Affogato, Dinner u. ein Glas Glenmorangie. Was soll ich sagen, Leute? Das Essen war einfach göttlich. Noch mal richtig gut essen gehen am letzten Urlaubsabend ist eine Tradition, die wir vor allem bei längeren Reisen pflegen.
(Leider habe ich gehört, dass das Restaurant aufgrund des Lockdowns schließen musste).



Tag 7: Die letzten Stunden vor Abflug

Das letztes Mal, dass uns die über Seapoint kreisenden Seemöven mit ihrem Konzert morgens begrüßten, hach wie sehr mir das fehlen wird. Wir checkten zügig aus, aber der Urlaub ist noch nicht vorbei! Wir nutzen die letzten Vormittagstunden für eine kleine Radtour. Die Räder besorgten wir uns an der Sea Point Promenade in der Nähe des Milton Schwimmbads. Es hat richtig Laune gemacht am Meer entlang Richtung Waterfront zu radeln. So bekamen wir noch mal den urigen Leuchtturm zu Gesicht, der sich irgendwie gar nicht ins Stadtbild einfügen möchte und bestaunten die Landung der Paraglider, die vom Signal Hill über Seapoints 70er-Jahre Hotelbauten flogen.
Außerdem fuhren wir noch mal hautnah am WM- Stadion vorbei: Wisst ihr noch? 2010? Deutschland gegen Argentinien! 4:0! Die Tränen Maradonnas! Hach, das waren noch Zeiten! Ich bildete mir ein diesen Spirit förmlich gespürt zu haben.



Der letzte legendäre Südafrika-Moment

Im V & A Food-Market durfte ich den letzten legendären Südafrika-Moment erleben. Ich probierte die traditionelle südafrikanische Speise Bobotie (in Form von Bällchen, ist normalerweise ein Auflauf) mit Chakalaka (Würzsauce aus Tomaten, Zwiebeln und Karotten) und es war der absolute Wahnsinn. Ich war so dankbar dieses Geschmackserlebnis noch kennengelernt haben zu dürfen, wobei ich es gleichzeitig bereute, so wenig traditionellen Food gegessen zu haben. Mit dieser Geschmackserfahrung beende ich offiziel den Südafrika Tripreport: 6 Tage in Kapstadt. 



Der Flug in die Pandemie

Um 14 Uhr kamen wir am Capetown International Airport an. Die Mietwagenübergabe und die anderen üblichen Abläufe verliefen reibungslos, so dass wir ab 18 Uhr im Turkish Airlines Flieger nach Istanbul saßen. Wir schrieben den 13. März 2020. In Europa verbreitete sich der Corona-Virus während in Afrika noch nichts davon zu spüren war. Es war also ein Flug direkt in den ersten Lockdown und in eine ungewisse Zukunft. Am Istanbul-FLughafen liefen schon sehr viele Masken rum und die Flüge nach Italien wurden gestrichen. Wir hatten Glück und konnten nach Hannover weiterfliegen….Den Rest kennt ihr ja.


Kapstadt in 6 Tagen auf der Map


Ich hoffe, der recht lange Tripreport war kurzweilig genug. Für Fragen, Anmerkungen, Kritik und Lob benutzt gerne die Kommentarspalten. Falls du INstragram hast, auf meinem Account findest du die Kapstadt-Stories zu diesem Artikel. Falls euch eine Kapstadtreise bevorsteht, wünsche ich euch viel Spaß in dieser geilen City!

Macht’s gut
Bene von Bendja on Tour

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