Garden Route (Tag 1-3): Safari im Addo Elephant National Park + Schotia Game Reserve

Elefantenherde bei der Safari im Addo Elephant National Park

Safari im Addo Elephant National Park: Der Addo Elephant National Park markiert entweder die erste oder die letzte Station eines Roadtrips entlang der Garden Route. Der Park liegt etwa eine Autostunde vom Flughafen Port Elizabeth (seit Feb. 2021 offiziell in Gqeberha umbenannt) entfernt und ist eines der Must-Sees auf der besagten Strecke. Mit seinen 1640 km2 handelt es sich bei um den größten Nationalpark am Ostkap. Dort begegnet ihr Elefanten, Zebras, Büffeln, Antilopen und anderen afrikanischen Wildtieren. Während unseres 2-tägigen Aufenthalts machten wir sowohl eine Selbstfahrer-Safari im Addo, als auch eine geführte Safari im Schotia Game Reserve. Wie es uns dort gefallen hat und was ihr für eure eventuell anstehende Reise wissen müsst, erfahrt ihr in diesem Tripreport bzw. Erfahrungsbericht.


Tag 1: Anreise und Ankunft in der Charihandra Private Game Lodge

Ankunft in Port Elisabeth

Wir schreiben Februar 2020. Nach beinah 24 Stunden Anreise in 3 verschiedenen Flügen (Hannover – Istanbul – Johannesburg – Port Elizabeth) begrüßte uns die südafrikanische Sonne als wir aus der British Airways Maschine stiegen. Es war 16 Uhr und das Schöne war, wir hatten keinen Jetlag, denn Südafrika ist uns (in der deutschen Winterzeit) nur um eine Stunde voraus. Das Thermometer zeigte uns milde 21 Grad und ein heftiger Küstenwind pfiff uns um die Ohren.

Am Flughafen besorgten wir uns eine SIM-Card mit ausreichend Gigabytes (es müssten 15 GB gewesen), die der Verkäufer gleich für uns einrichtete. Danach sind wir zu Avis rüber, um unseren Mietwagen abzuholen, welchen wir bereits in Deutschland einige Wochen vorher über Check-24 geordert haben. Für einen Kleinwagen mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung, mit Reifen-, Unterboden- und Dach-Versicherung und alle Kilometer frei bezahlten wir 363€ für 3 Wochen. Es wurde ein hellgrauer Seat Mii, der uns von nun an zuverlässig durch Südafrika manövrieren sollte.



Fahrt in Richtung Addo zu unserer Unterkunft

Wie ihr vermutlich wisst, herrscht in Südafrika Linksverkehr. Das heißt auch, dass sich das Lenkrad auf der rechten Seite befindet und mit links geschaltet wird. 53 km und 49 Minuten Fahrtzeit hatte ich, um mich wieder daran zu gewöhnen, denn Linksverkehr kannte ich schon von den Seychellen, wo wir ein Jahr zuvor waren.

Das Navi führte uns an der Küste von Port Elizabeth (PE) entlang. Die Stadt selber machte auf uns keinen so schönen Eindruck, wohlwissend, dass sie schöne Ecken haben soll. Wir sahen hier aber hauptsächlich Schwerindustrie. Nicht umsonst nennt man die Stadt auch „das Detroit Südafrikas“.
Anschließend fuhren wir an einigen Townships vorbei. In einigen nicht bebauten Gebieten hingen Müll und Plastiktüten in den Büschen und auch ein dortiges Warnschild mit „Hijacking Hot Spot“ wirkte nicht sonderlich einladend. Reflexartig prüften wir, ob alle Türen verriegelt sind und stellten erleichtert fest, dass niemand auf der Straße war. 



Hello Africa & Charihandra Private Game Lodge

Kurz darauf änderte sich der Vibe. Wir fuhren nun durch eine unendlich weite grasgrüne Savannenlandschaft mit kleinen Hügeln und fühlten uns auf einmal wie in Zentralafrika. Nach einigen Kilometern Fahrt durch das beruhigende Niemandsland entdeckten wir ein Schild, das uns zu unserer Unterkunft – der Charihandra Private Game Lodge – wies. Nur zur Info, sie befindet sich nicht im Addo National Park, sondern 15 km davor. Wir kamen am Main Gate an, klingelten, stellten uns vor und bekamen den magischen vierstelligen Zahlencode durchgesagt, der uns Zugang zum Areal verschaffte.



„Da ist eine Giraffe!!!“

Zwischen Tor und eigentlicher Unterkunft lagen noch 5 Minuten Fahrt durch die grüne Landschaft. Nach einigen hundert Metern dann die Überraschung: Giraffen! Wir wussten natürlich, dass Giraffen hier zu Hause sind, wussten aber auch, dass man sie nicht unbedingt zu sehen bekommt. Leute, ich war so aufgeregt, als wir uns ihnen langsam näherten und sie uns blätterkauend musterten. Die Abendsonne strahlte sie an und das erste Postkartenmotiv war im Kasten. Schon jetzt hat sich für uns die Anreise gelohnt und wir sind noch nicht mal angekommen.

 



Check-in & Chalet

Auf dem Lodge-Gelände angekommen, empfing uns der Besitzer Francis höchstpersönlich. Die Anlage machte einen superschönen und gepflegten Eindruck. Das Restaurant, der Pool, die kleinen Wege und die Chalets drumherum bildeten eine richtige Wolhfühloase inmitten des grünen Nichts. Nach einem kurzen Schnack brachte Francis uns zu unserem Chalet (das Impala Chalet), wo wir uns erst einmal akklimatisierten. 



Das Impala Chalet 

Gebucht haben wir die Unterkunft über Airbnb. Ihr findet sie auch über Booking.com. Kostenpunkt im Februar 2020: 86,75€ die Nacht. Frühstück war nicht mit inbegriffen. 

Das Chalet hatte eine normale Terrasse und eine Dachterrasse, auf die man über eine Außentreppe gelangt. Von ihr kann man das gesamte Areal überblicken. Es hatte ein Doppelbett und unten zwei Einzelbetten, die sich auf einer Erhöhung oberhalb der Wohnküche im hinteren Teil des Chalets befanden. Die Möbel kamen in dunklem Holz daher. Das Bad könnte eine kleine Sanierung vertragen, da es etwas in die Jahre gekommen, aber ja, war völlig ok. Weitere kleine Mankos, wie schwaches WLAN und etwas zu wenig Licht, waren aufgrund der hammermäßigen Umgebung völlig nichtig.



Steinbock zum Abendessen & Safari Planung 

Beim Abendessen auf der Terrasse des Restaurants ging das Urlaubsfeeling richtig los. Draußen zu Essen ist einfach das Beste! Es gab Kartoffeln, Bohnen, Gemüse und Fleisch vom Springbock. Der süße Lodge-Hund leistete uns Gesellschaft. Francis gesellte sich zu uns und fragte uns nach unseren Plänen für morgen. Wir erwähnten den Addo und dass wir gerne eine Sundowner-Safari machen würden. Er empfahl uns, diese beim Schotia Game Reserve zu machen und machte für uns eine Reservierung fit. Somit stand der Plan für morgens fest:

Vormittags bis früher Nachmittag Selbstfahrersafari im Addo Park und um 14.45 Uhr die geführte Abendsafari im Schotia.
Todmüde, happy und excited fielen wir ins Bett.




Tag 2: Tag der Safaris

Moin Afrika

Als wir um 6 Uhr wach wurden, war die Sonne bereits am Start. Wolken waren keine zu sehen. Es herrschte Windstille und die Vögel zwitscherten fröhlich durch die Gegend. Eine richtige Idylle! Wir genossen die frische Morgenluft, die Ruhe und die Weite mit einem Instantkaffee auf der Dachterrasse und überbrückten so die Zeit bis zum Frühstück (ab 8 Uhr).

Wir bekamen ein klassisches englisches Frühstück, womit ich immer down bin. Das gab uns authentisches Kolonialherren-Feeling. Um 9 Uhr machten wir uns langsam auf den Weg in einen langen ereignisreichen Tag mit vielen Wildtieren und natürlich trafen wir wieder die Giraffen-Familie.



Safari im Addo Elephant National Park

Nach einer 30-minütigen Fahrt standen wir am Haupttor, wo wir das Eintrittsgeld von 228 ZAR pro Person (19 € ca.) verrichteten. Am dahinterliegende Main-Camp befanden sich ein Restaurant, ein Souvenirläden, Klos, eine Tanke und die Rezeption, bei dir wir uns noch mit unserer Personalausweis-Nummer registrieren lassen mussten. Nicht unweit von hier sind auch die Park-Unterkünfte, welche oft Monate vorher schon ausgebucht sein sollen. Zu Buchen sind die Unterkünfte auf der Seite von Sanparks.org.

Im Info-Center bekamen wir eine Übersichtskarte. Auf dieser findet ihr auch ein „Animal Sightings Game“, das Sporting-Game für bis zu 4 Personen. Alle zu entdeckenden Tiere sind mit dort aufgelistet und bebildert. Punkte gibt es für den Spieler, der das betreffende Tier zuerst gespottet hat.Für Kudus und Warzenschweine gibt es nur 1 Punkt, für Zebras 2. Für Elefanten, Antilopen und Buschhasen 4 Pkt. Für einen Löwen gibt es 8 Pkt. und für Leopard, Honigdachse, Erdferkel ganze 10 Pkt. Nett gemacht. Die Maus und ich waren auf Anhieb im Competition-Modus!



Selbstfahrer Safari

Wir fuhren als erstes ostwärts den Nzipondo Loop entlang, um von dort in den 6,2km langen Gorah Lop abzubiegen. Ich ging mit 8 Punkten in Führung dank eines gespotteten Mistkäfers, der sich über ein Elefantenhäufchen hermachte. Die Maus machte 8 Punkte mit deinem Cape Bulbul, einem Vogel aus der Sperlingsfamilie. Das erste „richtige“ Tier war ein Kudu. Kudus sind Waldantilopen, die mit dünnen weißen Querstreifen versehen sind. Die Männchen sind vor allem an ihrem Schraubengehörn zu erkennen. Unweit vom Kudu war ein süßes Warzenschwein unterwegs. 

Kurz darauf sahen wir noch einen gelben Bokmakierie für 4 Punkte in einem stacheligen Baum.



Auf dem Gorah Loop ging es dann richtig ab! Sehr viele Zebras waren unterwegs. Sie waren die Chilligsten. Teilweise blieben sie einfach auf der Straße stehen und wir mussten uns langsam an ihnen vorbeischlängeln. Auf einer weitläufigen Ebene sahen wir neben den Zebras auch noch einige Afrikanische Kuhantilopen.



Und natürlich begegneten wir auch endlich den Hauptstars des Parks – den Elefanten! Ich als langjähriger Benjamin Blümchen Fan war natürlich sehr verzückt, als wir eine größere Familie mit 2 süßen Jungtieren sahen. So putzig! Allerdings stauten sich hier die Fahrzeuge etwas, weil die anderen Gäste natürlich auch hübsche Bilder einfangen wollten.

 




Mittagspause

Nach beinah 2 Stunden Fahrerei aßen wir im Main Camp zu mittag. Im Addo Cattle Baron & Grill und Bistro bestellten wir uns Backfisch mit Pommes (very British) und die Maus einen Burger. Das Essen war leider keine geschmackliche Offenbarung, die Maus verschmähte ihren Bürger.
Zufälligerweise entdeckten wir jetzt erst die Viewing Map, auf der gekennzeichnet wird, wo bestimmte Tiere am heutigen Tag gesichtet wurden. Markiert wurden Elefanten, Zebras, Löwen, Buffalos, Hyänen, Leoparden und Antilopen. Wer also ein bestimmtes Tier sehen möchte, kann sich daran orientieren. Allerdings muss man bei Leoparden wohl echt Glück haben und Löwen sind meist morgens und abends zu sehen.

 



So gegen 13 Uhr machten drehten wir noch ne ¾ stunde durch den Park, diesmal auf der Westseite. Zu sehen gab es auch dort wieder viele Elefanten und Kudus, aber da wir wussten, dass gleich noch eine geführte Safari ansteht, waren wir gar nicht mehr so scharf drauf, neue Tiere zu entdecken. So gegen 14 verließen wir den Addo Park und fuhren rüber zum 41 km entfernten Schotia Game Reserve.



Afternoon/ Evening Drive im Schotia Game Reserve

Als wir ankamen, mussten als erstes die Formalitäten erledigt werden. D.h.Anmeldung an der Rezeption, Überprüfung der Buchung, das Unterschreiben eines Absicherungsformulars und natürlich zahlen. 1500 ZAR (ca. 90 Euro) pro Person kostet der Spaß inklusive Abendessen, Getränke und Snacks. Danach wurden wir unserem Ranger, sein Name war Zane, zugeteilt, der uns den ca. 6-stündigen Ablauf erklärt:


Um 15.00 Uhr machen wir die erste Pirschfahrt. Um 17 Uhr gibt es eine Kaffeepause. Danach startet die zweite Pirschfahrt, auf der u.a.  nach Löwen Ausschau gehalten wird. Diese kommen kurz vor Sonnenuntergang aus den Büschen. So gegen 19 Uhr werden wir an der „Lapa“ ankommen, wo wir unser Abendessen zu uns nehmen werden. Um 20:30 geht es im Dunkeln zurück zum Parkplatz, wo wir gegen 21 Uhr ankommen werden. Weitere Infos über das Angebot von Schotia Safaris bekommt ihr auf der Homepage.



Safari die II.

Nun ging es los. Zusammen mit schätzungsweise 10 anderen Fahrzeugen fuhren wir in die afrikanische Tierwelt. Es handelte sich übrigens um die erste richtige Safari unseres Lebens! Schon vor dem eigentlichen Game Reserve Areal sahen wir einige witzige Warzenschweine und anmutige Säbelantilopen. Auf dem Gelände wurden wir als erstes von Steinböcken begrüßt, die im Gras chillten. Die Landschaft und Vegetation sah hier übrigens genau so aus, wie im Addo oder bei unserer Unterkunft. Saftiges Gras, Büsche und einige hochgewachse Bäume. Alles grün. Wir fuhren kreuz und quer durch die Gegend vorbei an Zebras, Common Reedbucks und Gnus. Unser Ranger Zane versorgte uns derweil mit spannenden Fakten aus der Tierwelt. Wir waren in guten Händen. Auch die anderen Touris in unserem Fahrzeug, fast alles Deutsche, waren gut drauf. 



Was gab es noch zu sehen? Auf einer kleinen Erhöhung begneteten wir einem Mungo, ein Verwandter des Erdmännchens. Wir trafen Giraffen (der Addo hat übrigens keine Giraffen) die stolz durch die Gegend spazierten. An einer kleinen Wasserstelle beobachteten wir eine einsame Nyalal Antilope. Das letzte Highlight vor der Kaffeepause um 17 Uhr war ein Wassertümpel, in dem ein Nilpferd hauste. Leider haben wir die meiste Zeit nur Augen, Ohren und etwas Rücken gesehen. 



Danach gab es eine Kaffee- und Teepause mit kleinen Snacks. Um 17.30 ging es dann weiter. Inzwischen haben sich die Temperaturen etwas runtergekühlt. Wir bekamen Decken und Ponchos ausgehändigt, die uns von da an wärmten. Das Wetter war aber weiterhin sonnig. 



Auf der Wiese der Löwen

Nun ging es auf Löwensichtung, dann jetzt ist die Zeit, in der sie sich blicken lassen! Wir waren alle ganz gespannt. 10 Minuten später war es dann soweit. Tatsächlich chillte eine Löwenfamile im Gras und wir nur 5 Meter von ihnen entfernt. 1 Männchen, 1 Weibchen und 3 kleine Kids. Das sind sie also die Könige der Tiere. Hat sie gar nicht gejuckt, dass wir da waren. Ich frage mich trotzdem, wie es wohl wäre, wenn so ein Tier einen schlechten Tag hat? Kurz darauf kam noch der Opa vorbei, der etwas grumpy war und sein eigenes Ding machte. Komischerweise hatte ich aber null Angst, es war mehr ein Gefühl von Ehrfurcht.


Als nächstes steuerten wir eine Anhöhe an, wo sich das Abendessen der Löwen aufhielt. Etliche Zebras, Steinböcke, Springböcke und Impalas versammelten sich in einer großen Gruppe. Zane erklärte uns, dass sie das wegen der Löwen machen, die abends im Nahrungsbeschaffungsmodus sind. Sie vergreifen sich eher an einzelnen Tieren, statt an Gruppen.



Die nächsten Vertreter der Big Fives

Nach weiteren 10 Minuten Fahrt über Stock, Stein und Hügel trafen wir auf zwei bullige Nashörner, die wir bestimmt eine Viertelstunde lang beobachten konnten. Zwischendurch kabbelten sie sich und galoppierten ganz euphorisch 2 Meter an unserem Auto vorbei. Die hätten unseren Wagen safe umgeworfen! Bis zu 3 1/2 Tonnen kann ein Nashorn wiegen!
Zane teilte uns mit, dass die Hörner bei Wilderern sehr gefragt sind und wir deswegen keine Bilder in den sozialen Netzwerken posten sollen, da organisierte Wilderer-Banden die Standorte aus den Bildern ermitteln können. Erst kürzlich seien vermutlich asiatische Jäger per Hubschrauber gelandet, haben eins der Nashörner betäubt und ihm das Horn abgesäbelt. Zum Glück wachsen die nach, wenn nicht der ganze Ansatz rausgecuttet wird. Durch die Wilderei sind einige Nashornarten vom Aussterben bedroht. Not cool! 


Nun ging es weiter zurück durch das weitläufige Areal, wo wir diesmal auf eine Menge Elefanten trafen. Auch einige Nyala Antilopen und Common Reedbucks liefen uns über den Weg. So nett! Zu guter Letzt bekamen wir noch ein dutzend Büffel zu Gesicht, die sich um ein Wasserloch versammelten oder vor sich hingrasten. 



Abendessen in einer Lapa

Planmäßig erreichten wir die Lapa, wo wir das Abendessen zu uns nahmen. Eine Lapa ist ein runder Bau mit einer halboffenen Reetdachkonstruktion, das auf Holzpfosten gebaut ist. In der Mitte der Koch-/ Grillbereich. Töpfe uns Smoker standen schon bereit.Überall standen kleine Feuerfackel, die für Licht und Vibes sorgten. Die Sonne hat sich inzwischen klammheimlich verabschiedet und es war plötzlich Nacht. Es gab ein kleines Abendprogramm mit Gitarren und Mundharmonika Musik und kleiner Stand-Up Einlagen.

Zu Essen gab es alles was das Ranger-Herz begehrt: Wildbraten, Hähnchenkasseolle, Röstkartoffeln, Reis, diverse Gemüsebeilage und Pilz- und Käsesaucen. Wir saßen mit den Leuten aus unserem Fahrzeug am Tisch. Alle waren gut drauf und wir hatten dort eine gute Zeit. 



Nachtfahrt zurück zum Parkplatz

So gegen 21 Uhr machten wir uns durch die Dunkelheit auf den Rückweg zum Parkplatz. Dei Temperaturen sind deutlich gesunken. Ich und noch ein anderer Teilnehmer auf der anderen Fahrzeugseite bekamen ultrastarke Taschenlampen in die Hand gedrückt, um auf Zuruf von Zane in die richtige Richtung zu leuchten.
Es war schon etwas scary, überall die leuchtenden Tieraugen zu sehen, ohne genau zu wissen, was das für welche sind. U.a sahen wir die beiden Nashörner von vorhin, die anscheinend gut Meter gemacht haben. Wir kamen aber heile am Parkplatz an, wo dann diese wunderschöne Safari endete. Danke Zane!

Heimfahrt durch die Nacht

Der Rückweg durch die Dunkelheit war etwas tough,da wir etwas müde waren. 66 km hatten wir zurückzulegen. Es hätte zwar einen kürzeren Weg (38 km) gegeben, aber aufgrund der schlecht ausgebauten Straße hätte es genau so lange gedauert.  

Als wir in der Lodge ankamen, begrüßten uns unsere betrunkenen Chalet-Nachbarn sehr überschwänglich. Sie pumpten Mucke auf der Terrasse und genossen ihr Leben. Naja, wir genossen unser Bettchen und verarbeiteten schlafend die tierischen Eindrücke des heutigen Tages.

 




Tag 3 – Giraffenbesuch und Weiterreise nach Jeffrey’s Bay

Giraffe im Garten und Abreise

Morgens wieder das übliche Standardprozedere. Die Sonne sagt Hallo und wir chillen inmitten im Nirgendswo mit unseren Instantkaffees auf der Terrasse. Wetter top! Die Maus vertrat sich kurz die Füße und kam zurück mit der Nachricht, dass eine Giraffe grad im Nachbarsgarten frühstückt. Ich konnte es gar nicht glauben und bin natürlich sofort und ganz aufgeregt hin, um ihr eine Weile dabei zuzusehen, wie sie sich an dem Akazienbaum bedient. Das war irgendwie unreal!



Beim englischen Frühstück erzählte uns Francis ein wenig über die Giraffen, die auch weiterhin in Sichtweite chillen. Sie schlafen im Stehen und schlafen auch nur 4 Stunden, weil sie immer auf der Hut sein müssen. Sie gebären Kinder im Stehen, weshalb die Babys bei der Geburt einfach aus 1 bis 2 Metern auf den Boden plumpsen.

Wir leisteten der einen Giraffe noch ein wenig Gesellschaft, bevor wir unser Gepäck im Auto verstauten.
Wir sagten Tschüss und machten uns auf den Weg zu unserer zweiten Station, dem 106 km entfernten Bade- und Surfort Jeffrey’s Bay!

Hier geht es zum Jeffreys Bay Tripreport






Fazit Addo vs. Schotia! 

Also die Schotia-Safari hat uns viel nachhaltiger geflasht. Es ist einfach was anderes Querfeld ein in einem Jeep durch das Wildreservat zu fahren, als mit seinem Mietwagen auf einer betonierten Straße in Reihe mit anderen Autos. Wir bekamen im Schotia vom Ranger viele interessante Fakten über die Tierwelt mitgeteilt und sahen weitaus mehr Tiere als im Addo. 

Allerdings haben wir vom Addo auch nur einen kleinen Bruchteil abgefahren, weshalb ich mir kein richtiges Urteil bilden möchte. Und schließlich ist eine Selbstfahrer-Safari auch was besonderes. Außerdem werden im Addo auch geführte Touren angeboten. Was die Möglichkeit erhöht, viel mehr unterschiedliche Tiere zu sehen. Auch die Möglichkeit einer Abend/ Nachtsafari ist im Addo gegeben, jedoch ist es dafür notwendig im Park zu übernachten. Ich empfehle euch auf jeden Fall beides zu machen. Wenn ihr recht früh ankommt, könnt ihr am Ankunftstag die Abendsafari machen und hättet am nächsten Tag einen vollen Tag im Addo. Und jeden Fall solltet ihr hier mindestens 2 Nächte einplanen.

2 Tage Addo auf der Map


Weitere Links zu unserer Südafrikareise


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