Südafrika Roadtrip: 2 Wochen Garden Route – Tipps, Infos & Highlights

2 Wochen Garden Route: Im Februar-März 2020 machten die Maus und ich den langersehnten Roadtrip von Port Elizabeth nach Kapstadt. Es war einer der coolsten Reisen ever – mit traumhaften Panoramas, einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt und vielen unvergesslichen Momenten. Ich meine, in welchem Land sieht man sowohl Giraffen, Löwen u. Elefanten, als auch Pinguine und Robben in freier Natur? Falls ihr auch mit dem Gedanken spielt, die Garden Route zu rocken und noch Planungsunsicherheiten habt, euch inspirieren lassen wollt oder einfach nur Vorfreude tanken wollt, dann seid ihr hier genau richtig! Neben allgemeinen Infos zur Strecke stelle ich euch unseren Routenverlauf vor und erzähle euch, was wir alles auf unserem 2 wöchigen Roadtrip erleben konnten.

Garden Route – Das müsst ihr wissen

Wie verläuft die Garden Route?

Fälschlicherweise verbinden viele die Garden Route mit dem gesamten Streckenabschnitt von Kapstadt bis nach Port Elizabeth entlang der Südküste. Offiziell jedoch handelt es sich nur um den relativ kurzen Abschnitt (214 km) von Mossel Bay bis zum Tsitsikamma Nationalpark. Ziemlich wenig wenn man bedenkt, dass Port Elizabeth und Kapstadt ca. 750 km auseinanderliegen.


Beste Reisezeit Garden Route

Da Südafrika sich auf der Südhalbkugel befindet, sind die Jahrezeiten gegensätzlich zu unseren. Wenn hier Herbst ist, ist dort Frühling, ist hier Winter, ist dort Sommer. Der südafrikanische Winter ist jedoch nicht mit dem deutschen Winter zu vergleichen, weshalb sich die Garden Route im Prinzip ganzjährig bereisen lässt. Die Hochsaison ist von November bis April. Hier kann es ratsam sein, die Unterkünfte im Voraus buchen. Wer Wale-Watching betreiben möchte, kann dies nur in der Zeit von Juni/ Juli bis November tun.
Wir hatten im Februar/ März Tagestemperaturen von 17 bis 40 Grad, dabei viel Sonne, anderthalb Tage Regen und vielleicht noch so 2 weitere Tage, die eher bewölkt und grau waren.

Zur Routenplanung

In welche Richtung sollte man fahren? 

Es gibt mehrere Möglichkeiten die Route zu rocken. Entweder ostwärts von Kapstadt nach Port Elizabeth oder umgekehrt. Die meisten nehmen wohl die erste Variante, da sie mit dem Flieger in Kapstadt landen und von dort aus wieder zurückfliegen. Klüger ist es jedoch einen Gabelflug zu buchen, der zum Beispiel in Port Elizabeth landet und von Kapstadt zurückfliegt. Da ist es dann Geschmacksache, ob man lieber den Städtetrip in Kapstadt am Anfang oder am Ende einer Reise haben möchte. Wir fanden es schöner gen Kapstadt zu reisen, da man während des gesamten Roadtrips das eine große Ziel vor Augen hat. Außerdem fühlt es sich nach dem Trip auch schön an, an einem Ort richtig anzukommen. Daher entschieden wir uns in Port Elizabeth zu starten und von Kapstadt aus zurückzufliegen.
Leute mit viel Reisezeit können eine Hin-und-zurück-Tour machen, in dem sie eine Strecke die Küstenroute nehmen und auf dem Rückweg durch das Little Karoo, also durch das Landesinnere fahren.


Wie viele Tage sollte man einplanen?

14 Tage mit mindestens 3 Nächten in Kapstadt halte ich für das absolute Minimum für Neulinge! Allein unsere vollen 2 Wochen Garden Route waren mir noch einen kleinen Tick zu wenig. Allerdings will ich auch immer alles mitnehmen, was so geht.
Ursprünglich wollte ich fast überall nur nur eine Nacht bleiben. Aber die Maus sorgte dafür, dass wir letztendlich 2-3 Nächte pro Stopp blieben, um auch mal runterzukommen, die Unterkunft zu genießen und die Umgebung ausgiebig zu erkunden. Das war auch perfekt so. Wer auf Teufel komm raus, alles abhaken möchte, was geht, verpasst am Ende eigentlich viel mehr!
Dann macht lieber ein paar Abstriche. Wir zum Beispiel verzichteten auf Mossel Bay und schweren Herzens auf das De Hoop Nature Reserve, was superschön sein soll, aber auch umständlich zu erreichen ist. Stattdessen planten wir für unsere Ziel-Destination Kapstadt recht großzügige 6 Tage ein. Mit Hin-und Rückflug waren wir insgesamt 3 Wochen +1 Tag unterwegs.


Unsere finale Route

Wir entschieden uns für einen Schlenker durch das Landesinnere ab Wilderness, denn ich wollte unbedingt nach Oudtshoorn, der Stadt der Strausse. Die Küste weiterzufahren hätte meiner Meinung nach vor allem zur Walsaison Sinn gemacht, die zwischen Juni/ Juli und November ist – da wäre Hermanus z.B. ein typisches Whale-Watching Ziel.
Die Hauptkriterien für unsere Planung sind natürlich bestimmte Aktivitäten und Reiseziele, aber auch die Unterkünfte können ein Kriterium für oder gegen eine Ziel-Destination sein. Während ich mich vor allem um Ersteres kümmere, ist Ann-Katrin aka die Maus für die Unterkünfte zuständig.
Letztendlich haben wir die Route folgendermaßen zusammengebastelt.

Nr.OrtAnzahl Nächtegeplante AktivitätenUnterkunftPreis pro Nacht
1Addo Elephant Park2Selbstfahrer-Safari, Sundowner-SafariCharihandra Lodge86,75€
2Jeffreys Bay2Surfkurs, Sandboarden, Tsitsikamma Nationalpark (auf dem Weg zum nächsten Stop)Surf Lodge South Africa70€
3The Crags (16km vor Plettenberg)2Robberg Nature Reserve, Vielleicht Bungee-Jumpen von der Bloukrans Bridge, evtl. Nature’s Valley,Trogon House Forrest Spa133€
4Knysna3Alfreds Waterfront, Knysna Heads, Lagune, Abstecher nach Wilderness (Kanutour, Wasserfall, Map of Africa) Private Paradise Zen Studios88,67€
5Oudtshoorn2Straußenfarm, Erdmännchen-Safari, Swatberg Pass, Wasserfälle, AfriCamps Klein Karoo97 €
6Kleinmond/ Hermanus1Auf dem Weg: Kap Agulhas,
Dort: Pinguine Bettys Bay, eventuell Kogels
La Mer Seafront Holiday House43€
7Franschhoek2Winetram, Stellenbosch, Picknick auf dem Weingut BoschendalLa Chataigne Wines & Guest Cottages207
8Kapstadt6Tafelberg, Strände, Kap der Guten Hoffenung, Boo-Kap-Viertel, Waterfront, Lionshead, Woodstock, usw.Loft im Sun Kissed Duplex, Seapoint 77,86€
Gesamt inkl. Kapstadt20Gesamtsumme inkl. Kapstadt1963,69€


Unsere Festkosten 2 Wochen Garden Route + 6 Tage Kapstadt

Hin- und Rückflug (Turkish Airlines): 1418,20€ (2 Personen)
Mietwagen Avis: 360€ (3 Wochen)
Unterkünfte: 1963,69€ (20 Nächte)
Gesamt: 3741, 89€

Unterwegs waren wir übrigens mit einem Kleinwagen, der uns gute Dienste geleistet hat. Selbst in den Swartbergs Mountains kam er gut zurecht. Die genaue Kilometerzahl weiss ich nicht mehr, aber es müssten bis Kapstadt ca. 1200 km bis 1300 km gewesen sein.
Eintrittspreise, Gebühren, Benzin und anderweitige Kosten haben ich jetzt nicht zusammen rechnet. Ich kann euch aber sagen, dass das Preisniveau, unter dem in Deutschland liegt. Lebensmittel, Essen gehen, Benzin, etc. sind deutlich günstiger. Die südafrikanische Währung ist übrigens der Südafrikanische Rand, abgekürzt ZAR. Momentan ist ein Rand ca. 0,06 Euro wert. (Stand Juli 2021)


Overview unseres Roadtrips

Nun folgt unsere Trip-Zusammenfassung in Kurzform, damit ihr seht, was sich in zwei Wochen so alles realisieren lässt.

Stopp Nr. 1 (Tag 1-3): Addo Elephant Park

Addo stand im Zeichen der Safari und der afrikanischen Tierwelt. Das Hauptziel: der Addo Elephant Nationalpark. Wir übernachteten zwei Nächte auf der Charihandra Lodge im Niemandsland, was bereits ein Erlebnis war. Auf dem riesigen Gelände der Lodge sind einige Giraffen zu Hause, die sich netterweise mehrfach blicken ließen!
Am ersten Tag kamen wir erst gegen 18 Uhr an, weshalb wir erst am zweiten Tag mit dem vollen Programm starten konnten. Im Addo Elephant Park machten wir auf einer Selbstfahrer-Safari Bekanntschaft mit diversen Vertretern der südafrikanischen Tierwelt. Wir sahen Kudus, Elefanten, Zebras usw. Nachmittags fuhren wir zum Schotia Game Reserve und nahmen an einer geführten Sundowner Safari teil, wo wir u.a. Löwen und Nashörner zu Gesicht bekam. Diese Dosis an Tieren und Beschaffenheit der Landschaft, überwiegend grüne Graslandschaften und klein-wüchsige Buschpflanzen gaben uns das Gefühl inmitten des afrikanischen Kontinents zu sein. Eins kann ich schon mal vorwegnehmen. Afrikanischer wurde es auf unsere Reise nicht mehr – landschaftlich jedenfalls.

Ein ausführlicher Bericht über unsere Zeit in und beim Addo Elephant Park folgt!



Stopp Nr. 2 (Tag 3-5): Jeffreys Bay

Nach 90 km Fahrt standen wir nun am Meer in Jeffreys Bay. Der Aufenthalt stand im Zeichen des Surfer Lifestyles und des chilligen Beachvibes. Jeffreys Bay erinnerte mich irgendwie an Ferienorte in Florida, wo wohlhabenden Menschen ihre Ferienhäuser haben. Wir wohnten etwas außerhalb vom Zentrum in der Surf Lodge SA. Hier herrschte familiäres Hostel-Feeling. Die Lage der Lodge ist herrlich. Sie liegt hinter den Dünen des einsamen Paradise Beach, von wo aus man einen awesome Meerblick hat. Frühaufsteher werden mit bilderbuchartigen Sonnenaufgängen belohnt. Unsere Zeit in JB verbrachten wir schlendernd am Mainbeach, shoppend im Surfer Village und schlemmend in diversen Restaurants u. Kaffeeröstereien. Außerdem machten wir noch einen Anfänger-Surfkurs und standen somit das erste Mal auf einem Surfbrett. Das war tough, Leute! Eigentlich wollte ich am selben Tag noch Sandboarden, aber das Surfen hat mich fertig gemacht. Nach zwei Übernachtungen ging es weiter gen Westen.

Ein ausführlicher Bericht über unsere Zeit in Jeffreys Bay folgt!

 

On the Road (Tag 5): Tsitsikamma Nationalpark

Auf dem Weg zum dritten Ziel besuchten wir den Tsitsikamma Nationalpark, ein Must-See der Garden Route, das ca. 120 km von JB entfernt ist. Hier offenbarte uns wieder eine ganz andere Welt. Wälder, bergige Landschaften, steile Felswände und eine roughe Küste. Die ganze Szenerie erinnert irgendwie an Nordwegen, Neuseeland oder so. Hier wanderten wir den Storms River Mouth Trail zur berühmten Suspension Bridge und ergötzten uns an der beeindruckenden Natur. Wer Lust hat, kann hier mit dem Kajak den Storm River entlang paddeln oder zu einem Wasserfall wandern.
Wer das volle National Park Feeling haben möchte, kann in den Storms River Mouth Restcamps übernachten (rechtzeitig buchen!). Dort schlaft ihr dann direkt mit Meeresrauschen nicht unweit der Stormsriver-Mündung ein und habt eine gute Ausgangslage für weitere Wanderungen oder Ausflüge in der Gegend. Bei uns war Monate vorher alles ausgebucht.

Ein ausführlicher Bericht über unseren Besuch im Tsitsikamma Nationalpark folgt!



Stopp Nr. 3 (Tag 5 – 7): The Crags

Die Gegend namens ‚The Crags‚ zwischen Tsitsikama NP (54km) und Plettenberg Bay (21 KM) hatten wir vorher nicht wirklich auf dem Schirm. Die von der Maus ausfindig gemachte Unterkunft führte uns jedoch hier her, nämlich das Trogon House Forrest Spa, ein schickes Baumhaushotel mit Pool mitten im Dschungel. Die Wände der Zimmer sind zu zwei Seiten hin komplett verglast, weshalb die Gefahr besteht, dass dich die Dschungelbewohner bespannern. Von hier aus besuchten wir den Strand und die Lagune des Nature’s Valley, wo wir auch eine 1 1/2-stündige Wanderung auf dem Salt River Mouth Trail unternommen haben. Landschaftlich ist hier wieder Neuseeland-/ Kanada-Feeling angesagt.
Ansonsten freuten wir uns über die freilaufenden Affen in der Gegend, speisten mit Strandblick am Keuboomstrand und statteten der Bloukrans-Bridge einen Besuch ab, wo wir die Bungee-Jumper bestaunten. Ich selber spielte auch mit dem Gedanken, konnte mich letztendlich nicht dazu durchringen, was mich noch einige Tage danach gewurmt hat. Seid nicht wie ich! Springt einfach 🙂

Ein ausführlicher Bericht über unsere Zeit in ‚The Crags‘ folgt!



Stopp Nr. 4 (Tag 7 -10): Knysna

Die Stadt Knysna an der schicken Lagune diente uns als Ausgangspunkt für die nächsten 3 Tage. Gelegen zwischen Wildernes und Plettenberg Bay schien uns die Lage strategisch am sinnvollsten. Ausgesprochen wird Knysna übrigens „Nice, nah?“ bzw. „Neisna“.
Auch hier war unser Unterkunft bereits ein Highlight für sich. Die Private Paradise Zen Studios auf dem Hügel gelegen hatten eine Wahnsinns-View auf die Knysna-Lagune zu bieten. 
In Knysna flanierten und speisten wir an der belebten Waterfront, bestaunten die View auf und von den Knysna Heads und frühstückten göttlich im Île da Paîn auf Thesen Island. Ansonsten machten wir hier am zweiten Tag einen Ausflug zum wunderschönen Robberg Nature Reserve (37km)und den Hackersville Market. Am dritten Tag verschlug es uns ins chillige Wildernes (47km), in das wir uns auf Anhieb verliebten. Dort machten wir eine Kanufahrt in Kombi mit einer Wanderung auf dem Kingfisher Trail zu dem Wilderness Wasserfall inmitten einer ruhigen, bergigen, stillen und idyllischer Naturlandschaft. Auf dem Weg zum Stopp Nr. 5 besuchten wir noch den Strand von Wilderness und den Viewpoint Map of Africa

Ein ausführlicher Bericht über unsere Zeit in Knysna, Plettenberg und Wilderness folgt!


Stopp Nr. 5 (Tag 10-12): Oudtshoorn

Oudsthoorn (gesprochen Utschorn), die Stadt der ehemaligen Straußenbarone, war schon wieder ‘ne komplett andere Welt. Mitten im Trockengebiet des sogenannten Little Karoo zeigt sich die weitläufige Landschaft in einem rötlich-braunen Farbton! Irgendwie Arizona-Feeling bloß ohne Kakteen, sag ich euch. Genächtigt haben wir in den komfortablen Zelten der AfriCamps, wozu ich die Maus zum Glück überreden konnte. Unser Zelt stand in der Nähe einer Wasserstelle, weshalb Steinböcke und Impalas uns so manches Mal Gesellschaft leisteten. Richtig geil!
Bei beinah 40 Grad besichtigen wir eine Straußenaufzuchts- und eine normale Straußenfarm, fuhren mit unserem Kleinwagen auf dem legendären SwartbergPass durch die Swatberg Mountains und besichtigen im Anschluss den Meiringspoort Wasserfall. Unsere Abende verbrachten wir mit Sundowner-BBQs (in Südafrika wird das als Braaaiii bezeichnet) auf unserer Terrasse.

Ein ausführlicher Bericht über unsere Zeit in Oudtshoorn folgt!

 
On the Road (Tag 12): Ronnie’s Sexshop u. Cap Agulhas

Am 12 Tag hatten wir auf unserer Fahrt nach Kleinmond mit knapp 500 km unseren längsten Streckenabschnitt zu meistern. Einen Teil der Strecke fuhren wir auf der legendäre Route 62, an der der ebenso legendäre Ronnie’s Sex Shop liegt, wo wir selbstverständlich reinschauten. Ca. 130km dieser Strecke machte unser Umweg zum Kap Agulhas aus. Dort befindet sich nämlich der südlichste Punkt des Afrikanischen Kontinents, wo sich der Indische und der Atlantische Ozean treffen. Und einmal dort stehen, kann man mal gemacht haben, dachten wir uns. Übrigens war es hier 20 Grad kälter als in Oudtshoorn.



Stopp Nr. 6 (Tag 12-13): Kleinmond (bei Hermanus)

Kleinmond diente mehr oder weniger als reiner Zwischenstopp und als Basis für unseren Besuch der Pinguinkolonie Stone Point in Bettys Bay. Unser kleines schnuckliges Apartment, das La Mer Seafront Holiday House lag direkt am Meer lag und war supersüss, genau wie die Delfine, die morgens durch das Meer schwommen. In Kleinmond selbst besuchten wir die Hafengegend mit seinen netten Restaurants und Shops. Die übertriebene Freundlichkeit der Einwohne dort, war uns fast schon suspekt 🙂  Die Überlegung den nahegelegenen Kogelberg Nature Reserve zu besuchen, haben wir verworfen, da es uns am nächsten Tag direkt zu Stopp Nr. 7 zog.



Stopp Nr. 7 (Tag 13-15): Franschhoek

Unser Besuch des französisch daherkommenden Franschhoek (heisst ja auch übersetzt Französisches Eck) stand im Zeichen des Weines und des Fine-Dinnings. Die umliegenden Weingebiete inmitten des Franschhoek-Tals waren landschaftlich eine Augenweide. Unsere Unterkunft war ein Chalet des schwedischen Weinproduzenten La Chataigne. Von unserer Terrasse aus guckten wir direkt in die Berge und Weinfelder. Am zweiten Tag machten wir hier eine Weintour mit der urigen Winetram und den Weinbussen auf diverse Weingüter. Ansonsten speisten wir hier wie Gott in Frankreich, besuchten einen coolen Markt, flanierten die Hauptstraße entlang und erfreuten uns an dem Anblick der schicken weissen Häuser aus vergangenen Tagen. Franschhoek war die perfekte letzter Stopp vor Kapstadt.

Ein separater Artikel folgt!



Stopp Nr. 8 und Ende des Roadtrips: Kapstadt

Am 15. Tag erreichten dann unsere letztes Ziel, die Stadt am Tafelberg. Hierzu wird es in Kürze einen eigenen Overview-Artikel geben, der hier verlinkt wird. Als kleiner Teaser hab ich euch ein kleines Bildchen mit eingefügt.



2 Wochen Garden Route auf der Map (inkl. Sehenswürdigkeiten, Unterkünften, Restaurants)


Fazit: 2 Wochen Garden Route

Wie gefiel uns der Roadtrip? 

Die Garden Route hat uns noch viel mehr geflasht, als wir vermutet haben, weshalb wir den Roadtrip einfach nur geliebt haben. Innerhalb dieser 1100 km haben wir so viele unterschiedliche Landschaften gesehen und Eindrücke gesammelt, wie in keinem Land zuvor. Afrikanischen Gras- und Buschlandschaften, felsige und dramatischen Küstenlandschaften, Tannenwälder, die einen denken lassen, man sei in Skandinavien oder Kanada, chillige Ferien- und Surfdomizile, idyllische Naturabschnitte, wüstenähnliche Trockengebiete, Bergpanoramen usw. Genau so vielseitig war auch die Tierwelt! Wir waren begeistert!


Wie ist das südafrikanische Food?

Kulinarisch haben wir für unsere Verhältnisse recht wenig traditionelles Essen probiert. Das liegt vor allem daran, dass die Küche hier super fancy und modern ist.Die Frühstücks-Menüs sind hier die besten Welt. Überall gab es pochierte Eier auf gerösteten Landbroten n alle möglichen Varianten. Die Menüs sind oft ein Mix aus englischer, afrikanischer und anderweitigen Küchen dieser Welt. Ansonsten aß ich fantastisches Straußensteak Oudtshoorn und Steinbock im Addo und gönnte ich mir auch mal Biltong (getrocknetes Fleisch à la Beef Jerkey). In Kapstadt konnte ich noch bezüglich traditionelles Essen noch ein bisschen aufholen.


Würden wir im Nachhinein die Route genau so planen?

Vielleicht nicht ganz. Die Dauer von 2 Wochen war im Grunde perfekt (länger geht immer) und es gibt wenig, was wir anders machen würden. Die Realisierung der Änderungen beinhaltet aber meist, dass der Roadtrip verlängert werden müssste:

  • Addo so splitten, dass man pro Tag nur eine Safari macht (wir sind ja erst am späten Nachmittag angekommen)
  • Oudtshoorn ginge auch einen Tag länger (Rust En Vrede Wasserfall, Cango Cave)
  • Tsitsikamma ausgiebiger erwandern (Wasserfall Trail, Viewpoint!)
  • den Bungesprung machen! (Props an Muray!)
  • einen weiteren Tag in Jeffrey Bay zum Surfen oder Sandboarden (wer das nicht in Erwägung zieht, kann JB zur Not auch skippen)
  • statt in Knysna in Wilderness übernachten!! (Knysna war zwar schön, aber zuuu snobistisch)
  • Die Pinguinkolonie in Bettys Bay kann man skippen (Boulder Beach bei Kapstadt ist schöner!)


Waren wir zufrieden mit der Wahl unserer Unterkünfte?

Yes! Unsere Unterkünfte waren sehr abwechslungsreich und versprühten immer einen besonderen Charme, der zu den jeweiligen Orten passte: ein Chalet auf einer Lodge im Niemandsland mit Giraffen, Hostel-Flava in den Dünen JBs, ein Baumhaus im Dschungel, ein Studio-Apartment am Berghang mit Blick auf die Lagune Knysnas, ein Wohnzelt in der Trockenarea, ein Häuschen direkt am Meer und ein Chalet inmitten eines Weinguts.

Der Nachteil: Man will die Unterkunft natürlich auch nutzen. Somit skippten wir manchmal optionale Aktivitäten oder ließen uns unterwegs weniger Zeit, um noch was von der Unterkunft zu haben –> Z.B. um beim Sonnenuntergang den Grill auf der Terrasse schon angeschmissen zu haben oder um in den Sonnenstunden noch mal im Pool zu plantschen! 🙂


Was hat uns nicht gefallen?

Etwas aufgestossen ist uns die zwei Klassengesellschaft. 26 Jahren nach dem Ende der Apartheit sind die Spuren der Rassentrennung immer noch deutlich sichtbar.

Haben wir uns sicher gefühlt?

Wir haben die Garden Route an sich nicht als gefährlich wahrgenommen. Nur am ersten Tag, als vor vom Airport in Port Elizabeth zu unserer Unterkunft gefahren sind und an einem Township vorbei fuhren, sahen wir ein Verkehrsschild mit: „Hi-Jacking Area, don’t stop hier“ – da wurde uns kurz etwas mulmig, aber es war glücklicherweise das einzige Mal, dass wir ein Schild dieser Art zu Gesicht bekommen haben.
Die Townships sollte man natürlich meiden, aber in der Regel kommt man da auch nicht aus Versehen hin. Generell minimiert man die Chance Opfer eines Verbrechens zu werden, wenn man die Dunkelheit meidet, was natürlich nicht immer geht und in manchen Gegenden auch nicht so wild ist. Ein gesunder Menschenverstand ist hier immer hilfreich, unnötige Ängstlichkeit hingegen nicht.

Verkehrssicherheit?

Der Verkehrsstraßen sind hier im Grunde mit dem mitteleuropäischen Standard zu vergleichen. Die Straßen sind gut ausgebaut und die Leute fahren hier recht vernünftig. Allenfalls der Linksverkehr kann einem am Anfang etwas zu schaffen machen. Das Tempolimit ist auf der Autobahn bei 120 km/h, auf Landstraßen bei 100 km/h und in geschlossenen Ortschaften bei 60 km/h. Raser, die linksblinkend bei 190km/h einem bis auf 5 Meter auffahren, gibt es hier glücklicherweise nicht. Für Gegner des Tempolimits: Eure Freiheiten werden hier aufs übelste eingeschränkt!

Wir können euch dieses Reiseziel uneingeschränkt empfehlen! Viel Spaß bei der Planung und wenn ihr Fragen habt, dann her damit!

Macht es gut
Bene von Bendja on Tour


Wenn du keinen Beitrag verpassen möchtest, abonniere doch meinen Blog. Auf der rechten Seite ganz unten (auf dem Smartphone musst du ganz runterrollen!) findest du das Anmeldefenster!


Hier folgen weitere Links zu unserer Südafrikareise

Related Post

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: