Garden Route (Tag 7-10): 3 Tage in Knysna, die Stadt an der Lagune

Paradise Private Zen Studios

3 Tage in Knysna: Die Stadt ist einer der beliebtesten Ferienorte an der Garden Route Südafrikas und ist durch seine Lage an der Lagune einzigartig. Für uns war Knysna der 4. Stopp unseres Roadtrips und der einzige Ort, an dem wir mehr als 2 Nächte blieben. Der Grund war aber vor allem die strategisch optimale Lage, da die Orte Plettenberg Bay und Wilderness nur max. 1 Stunde Autofahrt entfernt sind. Dank unserer Unterkunft auf den Knysna Hills hatten wir die superschöne Lagune immer im Blick. Wie gut es uns hier gefallen hat, welche Sehenswürdigkeit wir sehen konnten und welche Restaurants wir euch ans Herz legen, erfahrt ihr in diesem Reisebericht. Achso und bevor ich es vergesse, ausgesprochen wird die Stadt übrigen so: „Nice, na!“



Tag 7: Waterfront und Lagune


Anreise aus ‚The Crags‘

Wir kamen aus der östlichen Richtung angereist und zwar aus der Gegend namens „The Crags“, wo wir eine sehr gute Zeit hatten. Ich hatte allerdings noch etwas Frust in den Knochen, weil ich am heutigen Vormittag nicht die Eier für einen Bungee-Sprung an der Bloukrans-Brigde hatte (Zum Artikel). Nach einer kurzen Strecke von 68 km erreichten wir gegen 13 Uhr die Lagunenstadt. Da wir vor unsere Check-In Zeit ankamen, starteten wir schon mal mit Touristen-Sightseeing und statteten der Knysna Waterfront einen Besuch ab.


Knysna Waterfront

Die im naviblauen Farbtönen gehaltene Knysna Waterfront liegt, wie der Name erahnen lässt, am Wasser. Wir parkten direkt auf dem Parkplatz davor und bummelten gemächlich an den Souvenir- und Klamottenläden in Richtung Ufer, wo grad ein Wasserballturnier stattfand. In dem teilweise zweigeschössigen Bau hat man hier eine recht große Auswahl an Restaurants, Snackmöglichkeiten u. anderweitigen Geschäfte. Auch für Bootstouren ist man hier an der richtige Adresse, da sie von dem hier anliegenden Yachthafen starten. Das Publikum hier war etwas älter, aber dank der Wasserballer lag der Durchschnitt dann wohl bei 45, oder so. Knysna scheint wohl ein Ort der Ruheständler zu sein.



Restaurant: Ocean Basket

Wir landeten aus Gründen des Hungers im oberen Stockwerk in einem Schnellrestaurant für Seafood, dem Ocean Basket. Aus dem geplanten kleinen Snack ist dann die große Fischplatte für zwei geworden, für die wir 375 Rand (20,70€) bezahlten. War auch echt ganz gut. Danach schauten wir noch etwas bei den Wasserballern zu, stöberten in den Läden und dann fuhren auch schon zur Unterkunft. Die Knysna Waterfront war auf jeden schon Mal nett und ein Abstecher hierhin gehört einfach zu einem Knysna-Trip.



Unterkunft: Paradise Private Zen Studios (Tip!)

Unsere Unterkunft – die Paradise Private Zen Studios – war nur 5 Minuten von der Waterfront entfernt. Sie liegt hoch oben auf dem Hügel und besticht vor allem durch die hammergeile View, die man direkt aus der Schlafzimmerkabine bestaunen kann. Für drei Nächte im Studio Apartment mit Lagunenblick bezahlten wir 255 € (Link).
Die superherzliche Besitzerin Ellie versorgte uns mit vielen Tipps, vor allem ihre Restauranttipps sollten sich in den nächsten zwei Tagen bewähren! Obwohl es eine Selbstversorger-Unterkunft ist, gab es zur Begrüßung einen Flasche Wein + Snacks und zum Frühstück standen Joghurt, Müsli, Fruchtsaft, Kaffee, Tee und Milch für uns bereit!



Lagunen-Viewpoint

Ein Highlight eines Knysna-Besuchs ist es, die Lagune von einem Viewpoint aus zu betrachten. Hier böte sich der Margaret’s Viewpoint an, der auf dem Weg nach Brenton liegt (er befindet sich auf Hügel gegenüber von uns, s. unteres Bild). Da wir aber mit unsere Bleibe einen eigenen Viewpoint hatten, blieben wir den Rest des Tages einfach zu Hause. Warnung: Er werdet im Laufe des Artikels mit weiteren BIldern dieser View konfrontiert, sorry schonmal! 🙂




Tag 8 – Robberg Nature Reserve & Besuch aus der Heimat

Heute steht der Trip nach Plettenberg zum Robberg Nature Reserve an, das wir eigentlich schon am Tag 6 besuchen wollen, aber das Wetter spielte nicht mit. Nun


Sunrise over Knysna

Zum Sonnenaufgang nicht mal mehr aufstehen müssen hat was: Moin du hübsche Lagune! Nach zwei Tagen grauer Himmel mit einigen Regenschauern begrüßte uns mal wieder die strahlender Himmel. Wir waren gut erholt und ready für Action!



Restaurant: Frühstück im Île de païn (TIP!)

Als erstes haben wir den einen Restaurant-Tipp von Ellie befolgt. Wir frühstückten im Île de Païn, das sich auf dem Inselstadtteil Thesen Islands befindet. Ein stylischer Laden mit integriertem Bäcker, einer Patisserie und kleinem Store wo es eine kleine Auswahl an Büchern, Ölen, Deko- und Einrichtungsgegenständen gibt. Ich hatte das beste Rührei meines Lebens mit Kürbiskernen, Pesto etc! Ich habe keine Ahnung, wie sie das hinbekommen haben, aber es superköstlich. Smoothies waren auch sehr geil. Da müsst ihr unbedingt hin!



Thesen Islands

Nach dem Breakfast schlendert wir noch kurz durch Thesen Islands. Es ist wohl der snobistischste Teil Knysnas mit hochpreisigen Ferienwohnungen, die an Kanalstraßen gebaut sind und per Boot direkt angesteuert werden können. Alles ist hier farblich in weiß und grau-bläulichen Farbtönen gehalten. Richtig viel kann man hier als Besucher nicht machen, außer ein bisschen schlendern. Es gibt hier ein paar Boutiquen und Restaurants, die auf Theislands.co.za gelistet sind.



Hackersville Market

Auf dem Weg entlang der N2 nach Plettenberg kamen wir nach etwa 20 km zufällig an einem großen Markt vorbei, den wir als besuchenswert erachteten. Es stellte sich heraus, dass es sich um den Hackersvillemarkt handelte, einem „Outdoor Country Market“, der jeden Samstag von 8 bis 12 Uhr stattfindet. Der Markt war auch echt cool, viel Fresszeug, regionale Produkte und Kunsthandwerk aus eigener Herstellungen. Wir holten uns ein wenig Proviant für die anstehende Wanderung und dann ging’s weiter. Wenn ihr Samstags in der Gegend seid, schaut dort ruhig vorbei. Es lohnt sich (mit etwas Hunger noch mehr)




Ausflug nach Plettenberg: Robberg Nature Reserve (Must See!)

37 km sind es von Knysna zum Robberg Nature Reserve. Es ist ein Küstenschutzgebiet und ein Eldorado für Naturfreunde, das auf einer Landzunge südlich von Plettenberg liegt. Hier machten wir eine 9,2km lange Wanderung, für die wir 4 1/2 Stunden benötigten und die uns sehr begeistert hat. Es ist eines der Top5 Highlights, das auf keinem Garden Routen Roadtrip fehlen darf. Hierzu wird es beizeiten einen Extraartikel geben, denn hier soll es ja um Knysna gehen. Habt noch etwas Geduld – aber ein paar Fotos bekommen ihr hier schon mal zu sehen!



Besuch aus der Heimat

Wie oft seid ihr auf einer Fernreise, wenn gute Freunde zeitgleich im selben Land unterwegs sind? Wie oft kreuzen sich dabei eurer Routen und wie oft bekommt ihr es dann noch hin, euch zu treffen? Nicht so oft, ne? Bei uns hat es geklappt! Mein Homie Muray und seine Frau Anita fuhren die Garden Route frei Schnauze in entgegensetzte Richtungen. Heute morgen kam dann der Anruf: „Yo Bendja, wir fahren heute nach Knysna, lass uns treffen!“ Und so verbrachten wir einen chilligen Abend mit viel Südafrika-Schwärmerei, gutes Essen und die Freude darüber, dass wir es gebacken gekriegt haben, uns auf der südlichen Welthalbkugel zu treffen.



Restaurant: O Pescador

Das gute Essen von dem ich eben sprach, nahmen wir im O Pescador zu uns. Es befindet sich an der Knysna Waterfront und hat super authentische Portugalküche auf dem Speiseplan. Auf unserem Tisch landeten Chorizo Assado, gegrillte Sardinen, geile Patatas, ein gebackenen Seehecht etc. Es jetzt natürlich nicht die kulinarische Erfahrung, die man in Südafrika sucht, aber wer leckere Abwechslung für seinen Gaumen braucht, findet sie hier auf jeden Fall.



Tag 9: Knysna Heads und Ausflug nach Wilderness

Heute ging es für uns 47 km in die andere Himmelsrichtung, nämlich nach Osten in den Ort Wilderness, wo mit der Kanutour und dem Kingfisher Trail zu einem Wasserfall wieder ein recht sportliches Programm auf uns wartete. Doch vorher besuchten wir noch zwei sehenswerte Orte in Knysna: die Knysna Heads und das East Head Café.

Restaurant: Frühstück im East Head Café (Tip!)

Auch der zweite Restaurant-Tip von Ellie sollte sich als hervorragend erweisen. Das East Head Café liegt quasi direkt an den Knysna Heads am Wasser und besticht somit schon mal durch seine Lage! Um 9 Uhr war es schon recht voll, aber wir bekamen einen der letzten Plätze im Außenbereich. Reservierungen werden hier übrigens nicht angenommen.

Das Menü las sich wieder recht südafrika-fancy: Pochierte Eier in allen Variationen, auf gerösteten Sauerteigbroten, auf Lachs Avocado oder Bauchfleisch und Spinat, mit Creme Fraiche oder Hollandaise und natürlich auch healthy Stuff wie Granola mit Honig und Früchten, etc. War richtig gut, aber Achtung: Montags ist der Laden zu!



Viewpoint Knysna Heads (Must see!)

Anschließend fuhren wie hoch auf die Aussichtsplattform der Knysna Heads. Die Knysna Heads sind zwei hohe Steinkliffe, die das Tor vom Indischen Ozean zur Knysna-Lagune bilden. Diese Einfahrt galt bei Seefahrern lange Zeit als schwer zu meistern und soll so manches Schiff auf den Meeresgrund befördert haben. Vom Viewpoint kann man alles wunderbar überblicken: Den unruhigen Ozean, den imposanten West Head und die stille Lagune. Hier sollte man auf jeden Fall mal gestanden haben, selbst wenn ihr nur auf Durchfahrt sein solltet.



Ausflug nach Wilderness: Kanutour, Trail u. Wasserfall

Den Nachmittag verbrachten wir in Wilderness bei einem – im Vergleich zum Vortag -sehr gegensätzlichen Naturerlebnis. Während im Robberg Nature Reserve die Natur recht rauh war, mit starken Winden, mächtigen Felsen und einem wilden Meer, erlebten wir hier nun Ruhe, Idylle und Stille (außer bei dem Wasserfall). Wir machten hier eine Kombi-Tour (auf eigene Faust) bestehend aus 3 km Kanufahrt und einem 2,5 km Trail, der uns zum Wasserfall führte. Die Strecke mussten wir natürlich wieder zurückgehen bzw. -paddeln.
Das Ganze dauert ungefähr 4.5 Stunden und war auf jeden Fall top! Ihr könnt hier auch auf das Kanu verzichten und komplett zu Fuß zum Wasserfall spazieren, aber nehmt das Kanu! Der Fluß ist ruhig und es ist eine schöne Abwechslung. Der Anbieter dafür ist Eden Adventures (Link).


Im Anschluss spazierten wir noch durch das kleine Wilderness, um was zu futtern und was soll ich sagen? Der ganze Vibe in Wilderness hat uns sofort gecatcht. Alles etwas legerer, hipper und jünger als in Knysna, das schon etwas spießiger und versnobbter daherkam. Das Essen im Comodo Restaurant war auch lecker und wir entschlossen, hier am nächsten Tag noch mal zwischen zu stoppen.

Abends haben wir in Knysna auch nichts mehr gestartet, man muss ja auch mal chillen und das ging in den Paradise Private Zen Studios echt ganz gut. Außerdem mussten wir für die Weiterreise Sachen packen.


Tag 10: Auf nach Oudshoorn u .Zwischenstopp in Wilderness

Heute verließen wir die offizielle Garden Route und fuhren ins Landesinnere nach Oudtshoorn, der Straußenstadt im Little Karoo. Da haben wir unser sehr drauf gefreut. Vorher wurde noch einen kleiner Zwischenstopp in Wilderness gemacht um a) dort zu frühstücken, b) uns den Wilderness Beach anzuschauen und c) uns die Aussicht am „Map of Africa“ Viewpoint reinzuziehen. Wilderness kriegt aber einen eigenen Blogeintrag, den ich verlinke; wenn er fertig ist.

Wir verabschieden uns aus Knysna mit mystischen Morgenbildern der vernebelten Stadt!




Fazit Knysna

Knysna ist mit den beeindruckenden Heads, der großen Lagune und auch mit den Knysna Forrest (die wir nur im vorbeifahren gesehen haben) schon etwas Besonderes und definitiv einen Besuch wert. Es ist zudem auch ein super Ausgangspunkt für Ausflüge nach Plettenberg oder nach Wilderness und hat auch kulinarisch einiges auf dem Kasten. Hervorragend sollen auch die knysna’ischen Austern sein!
Uns war es ein Tick zu snobistisch und steif hier. Das Segler-, Yachtbesitzer- und Golfer-Publikum mit Pullundern, Polohemden und Bügelfaltenhosen hat uns stark an Sylt-Society erinnert. Wer sich dort zu Hause fühlt, ist hier genau richtig 🙂

Durch unsere zwei Tagesausflüge haben wir Knysnas Potential nicht voll ausgeschöpft, denn zu bieten hat Knysna trotzdem einiges wie zum Beispiel eine Sunset-Bootstour mit Austern-Schlürfen, ein Besuch des Featherbear Reserve inkl. Bootsfahrt (soll top sein!), eine Wanderung durch die Knysna Forrests oder ein Spaziergang am Brenton Beach, den uns unserer Vermietern als Must-See preiste.



Knysna auf der Map



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4 thoughts on “Garden Route (Tag 7-10): 3 Tage in Knysna, die Stadt an der Lagune

  1. Hi,
    danke für den schönen Bericht über Knysna. Der weckt Erinnerungen, wir waren genau vor zwei Jahren dort und ich würde am liebsten sofort wieder nach Südafrika…
    Liebe Grüße,
    Sabine

    1. Hi Sabine,
      danke für dein Feedback. Das freut mich, dass Dir der Artikel schöne Erinnerungen hervorrufen konnte. Es ist aber auch wirklich schön in Südafrika!

  2. Knysna ist schon sehr charmant. Die Heads liebe ich sehr, aber Plettenberg und Wilderness sind meines Erachtens Extra-Stopps wert. Ach, wie gerne würde ich mal wieder an die Garden Route. 😍
    Liebe Grüße
    Angela

    1. Hi Angela,
      danke für deinen Kommentar :-).
      Da gebe ich dir vollkommen recht, was Wilderness betrifft. Plettenberg haben wir mehr oder weniger mit unserem Stopp in den sogenannten ‚The Crags“-Gegend mit abfrühstücken wollen (wir wollten von dort aus eigentlich zum Robberg Nature). Ist nicht leicht alles unter einen Hut zu kriegen 🙂
      Viele Grüße
      Bene

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